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Zwanzig fatale Minuten für den FC Tafers

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Zwanzig fatale Minuten für den FC Tafers

Fussball 2. Liga: Tafers steigt nach der 5:2-Niederlage in Domdidier wieder in die 3. Liga ab

In einem dramatischen Spiel verlor der FC Tafers gegen Domdidier mit 5:2 Toren. Verpasste Torchancen und ein Fehlentscheid des Schiedsrichters besiegelten das Schicksal der Sensler, welche wiederum in die 3. Liga absteigen müssen.

Von STEFAN MEUWLY

Die Ausgangslage war klar. Tafers genügte ein Unentschieden zum Ligaerhalt, Domdidier musste gewinnen. Tafers musste zu diesem Abstiegskrimi ohne den gesperrten Mittelfeld-Puncher Wohlhauser antreten. Und bereits nach neun Minuten musste mit Schröder ein weiterer Routinier das Spiel verlassen. Nach einem harten Zweikampf musste er verletzt ausgewechselt werden.

Die Geschichte der ersten Halbzeit ist schnell erzählt: Harte Zweikämpfe, ungenaue Zuspiele und 22 nervöse Akteure liessen keinen richtigen Spielfluss aufkommen. Bezeichnenderweise wurden der Führungstreffer von Studer (18.) und der anschliessende Ausgleich von Noth mittels eines direkten Freistosses erzielt. Nach 45 Minuten stand es 1:1 und Tafers hatte die Gewissheit, mit diesem Endstand den Ligarhalt geschafft zu haben.

Führung für Tafers
und vergebener Penalty

Mit dem Wiederanpfiff setzte der Regen über dem Stade de Pâquier ein. Es sollte der Beginn von 45 dramatischen Minuten werden. Das Spiel begann mit einer 10-minütigen Druckphase des FC Domdidier. Es benötigte zwei mirakulöse Paraden von Hüter Siffert, um nicht in Rückstand zu geraten. In der 61. Minute wurde dann plötzlich Mario Misic aus der eigenen Hälfte lanciert. Er konnte alleine auf Hüter Lora losziehen und umspielte diesen gekonnt zum 2:1 für Tafers. Domdidier war geschockt und setzte mit der Einwechslung zweier zusätzlicher Offensivkräfte alles auf eine Karte.

Folglich vermehrten sich für Tafers die Konterchancen. Keine fünf Minuten später konnte erneut Misic aus derselben Position unbedrängt auf Lora losziehen. Diesmal entschied der Torhüter das Duell aber für sich und verhinderte damit den möglichen K.o.-Schlag für die Broyebezirkler. Domdidier machte weiterhin Druck und kam in der 70. Minute durch einen wuchtigen Weitschuss von Collaud zum Ausgleich. Die Freude währte aber nicht lange. Praktisch im Gegenstoss wurde Noth im gegnerischen Strafraum zurückgehalten, woraufhin der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt zeigte. Der Gefoulte selbst übernahm, entgegen dem viel zitierten Sprichwort, die Verantwortung. Sein Schuss war jedoch zu ungenau und konnte von Lora pariert werden. Dieser verhinderte Gegentreffer schien den Broyebezirklern Flügel zu verleihen. Ab diesem Moment spielten nur noch die Schwarz-Gelben.

Folgenschwerer Entscheid

Doch die entscheidende Szene sollte noch folgen. In der 78. Minute zeigte der Linienrichter einen Einwurf für Tafers an. Es war jedoch Domdidier, welches den Einwurf ausführte und den Ball vors Taferser Gehäuse flankte. Der eingewechselte Degonda reagierte sofort und drosch den Ball aus fünf Metern in die Maschen. Trotz wütiger Proteste der Sensler liess sich der Unparteiische nicht mehr umstimmen und anerkannte das Tor. Von diesem Treffer erholte sich Tafers nicht mehr. Domdidier hatte nun gegen die aufgelöste Taferser Abwehr leichtes Spiel und schloss zwei Konter durch Stalder (81.) und Passasséo (90.) zum Endstand ab. Nach nur einem Jahr der 2.-Liga-Zugehörigkeit muss der FC Tafers zurück in die Anonymität der 3. Liga. Die Art und Weise, wie dieses letzte Spiel verloren wurden hinterlässt bei den Senslern einen bitteren Nachgeschmck.

Stimme zum Spiel

Edi Hertli (Präsident FC Tafers): «Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Wir hatten uns noch nicht mit dem möglichen Abstieg beschäftigt. Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammensetzen, um die kommende Saison zu planen. Joseph Schultheiss hat einen guten Job gemacht und bis Donnerstag sollte geklärt sein, ob er Trainer bleibt. Betreffend dem Kader ist alles offen. Wir werden mit allen Spielern reden. Priorität hat aber momentan der Trainerposten.»

Domdidier – Tafers 5:2 (1:1)

400 Zuschauer. – SR: Pierre-André Grau (Neuenburg).
Tore: 19. Studer 1:0, 44. Noth 1:1. 61. Misic 1:2, 70. Collaud 2:2, 78. Degonda 3:2, 81. Studer 4:2, 90. Passasséo 5:2.
Domdidier: Lora; Murith; Brasey, Delley, Dufaux (64. Passasséo); A. Corminboeuf, Collaud, Tapia (61. Degonda), L. Corminboeuf (74. Brasey); Pauchard, Studer.
Tafers: Siffert; Stritt; Spicher (83. Kaiser), Krattinger, Schröder (10. A. Catillaz); Köstinger, Noth, Brülhart (86. Bielmann), Hurni; Misic, Waeber.
Bemerkung: 73. Lora hält Penalty von Noth.

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