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Zwei Brüder wollen es allen zeigen

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Autor: michel spicher

Marco, wie haben Sie sich von Ihrem Kreuzbandriss erholt, den Sie sich letzten November zugezogen haben?

Anfangs war die Verletzung ein harter Schlag für mich und ich etwas Angst vor den sechs Monaten Rehabilitation. Doch der Heilprozess ging immer gut vorwärts und heute habe ich kaum Beschwerden. Die Vorbereitung konnte ich voll mitmachen. In den Freundschaftsspielen bekam ich viel Matchpraxis, so dass ich mich langsam wieder an die Zweikämpfe herantasten konnte.

Christian, die letzte Saison war Ihre erste als Profi bei YB. Zufrieden mit Ihrer Premiere?

Es war ein sehr positives Jahr, leider mit einem etwas schlechten Abschluss. Positiv für mich war, dass ich so viel spielen durfte. Nach meinen Toren gegen Sitten und Basel liess mich Trainer Petkovic immerhin 29-mal auflaufen. Das war einiges mehr, als ich als Neuling erwarten konnte.

Sie haben Ihren Vertrag vorzeitig bis 2013 verlängert …

YB hat mir das Angebot gemacht und ich habe nicht gezögert, es anzunehmen. Momentan passt bei YB alles zusammen für mich. Meine Familie und meine Freundin wohnen in der Gegend und ich kann zusammen mit meinem Bruder spielen. Ich profitiere sehr von ihm. Vor allem neben dem Platz bei Systemfragen kann er mir mit seiner Erfahrung viel helfen. Auch bei anderen Problemen hat er immer ein offenes Ohr für mich.

Während in den grossen europäischen Ligen noch Sommerpause herrscht, nimmt die Super League bereits wieder den Spielbetrieb auf…

Marco: Im Vergleich zu den anderen Ligen, die sich noch alle in der Vorbereitung befinden, beginnt unsere Meisterschaft sehr früh. Das ist aber gut so. Denn Ende Juni steht für YB die Qualifikation zur Champions League an und da ist es ein Vorteil für uns, dass wir schon zwei Ernstkämpfe absolviert haben.

YB hat auf dem Transfermarkt kräftig zugeschlagen: Christoph Spycher, Moreno Costanzo, Senad Lulic, das sambische Sturmtalent Emmanuel Mayuka und der Tunesier Ammar Jemal. Macht euch die grosse Konkurrenz Angst?

Christian: Der breite Kader kann nur positiv sein für unsere Mannschaft. Jedes Jahr stossen wieder neue Spieler zum Team, man ist diese Situation also gewöhnt. Man hat zwar Respekt vor den Neuen, versucht aber trotzdem, ihnen zu helfen, sie zu integrieren. Angst habe ich wegen der Konkurrenz keine, zumal ich das Glück habe, auf vielen Positionen spielen zu können.

Marco: In der Offensive hat der Trainer fast am meisten Spieler zur Verfügung. Die Position des Mittelstürmers ist mit Henri Bienvenu und mir doppelt besetzt und es wird sicher einen Zweikampf zwischen uns beiden geben.

Nach meiner langen Verletzung wird der Trainer anfangs sicher auf Bienvenu setzen; ich bin aber sicher, dass ich zu meinen Einsätzen komme.

Ein grosser Kader ist gut für den Konkurrenzkampf, andererseits werden Spieler auf die Bank müssen, der es bisher gewoht waren, in der Startformation zu stehen…

Christian: Da ist schon ein gewisses Konfliktpotenzial vorhanden. Man konnte auch bei grossen Teams immer wieder beobachten, dass es Probleme gab, wenn bestimmte Spieler auf die Bank mussten.

Für mich persönlich ist das aber kein Thema. Auch wenn ich nur eingewechselt werde, habe ich die Möglichkeit, mich zu präsentieren. Wenn ich die Gelegenheit nutze und gut spiele, steigt meine Chance, das nächste Mal von Anfang an dabei zu sein.

Petkovic hat in der Vorbereitung verschiedene Spiel-systeme probiert. Steht bei YB ein Systemwechsel an?

Marco: In den Testspielen haben wir meist mit dem gewohnten 3-4-3 angefangen, in der zweiten Halbzeit haben wir immer wieder mal ein 4-3-3 oder eine 4-4-1-1 getestet.

Christian: Ich glaube aber nicht, dass wir nun unser System dauerhaft ändern werden. Viel mehr geht es für den Trainer darum, flexibler zu sein und in gewissen Situationen neue taktische Impulse geben zu können.

Wie schätzt Ihr Euer Team dieses Jahr ein?

Christian: Mit Seydoux Doumbia und Hilles Yapi haben wir zwei wichtige Spieler verloren. Offensiv haben wir aber nach wie vor viele kreative Spieler, die eine Partie auch mal im Alleingang entscheiden können. Für die Verteidigung war es wichtig, dass wir Emiliano Dudar halten konnten. Er verleiht uns Stabilität.

Marco: Wo wir wirklich stehen, wird sich in den ersten drei, vier Partien zeigen. Trotzdem glaube ich, dass wir eine starke Defensive haben. Zudem verfügen wir über die schnellen Leute, die unser Spielsystem braucht.

Allgemein wird ein Duell zwischen YB und Basel erwartet…

Christian: Man muss jede Mannschaft ernst nehmen. Luzern hat aufgestockt und Daniel Gygax verpflichtet, auch GC wird ein Wörtchen um den Titel mitreden wollen …

Marco: Sicher sind Basel und YB die meistgenannten Favoriten. Für uns wird es wichtig sein, gut aus den Startlöchern zu kommen und in den ersten Partien mit Siegen das nötige Selbstvertrauen zu holen.

Welche persönlichen Ziele verfolgt Ihr dieses Jahr?

Marco: Ich möchte dahin kommen, wo ich vor meiner Verletzung war; das heisst, mir mit guten Leistungen einen Stammplatz erkämpfen.

Christian: Ich möchte meine Leistungen vom letzten Jahr bestätigen und hoffe, so oft wie möglich spielen zu können, möglichst in der Anfangsformation zu stehen.

Am Donnerstag habt Ihr die Junioren des FC Wünnewil in ihrem Trainingslager besucht. Was bedeutet Euch der Kontakt zu den Jungen?

Christian: Man sollte nie vergessen, wo man herkommt. Wir haben unsere Laufbahn in Wünnewil angefangen und haben dem Verein viel zu verdanken. Ohne ihn wären wir heute nicht da, wo wir sind …

Marco: Es braucht so wenig, um den Jungen eine grosse Freude zu machen: ein paar Fragen beantworten, ein Autogramm geben… Es ist doch toll, wenn man die Jungen zum Lachen bringt.

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