Basketball 23.10.2017

Olympic gegen dezimierten Meister souverän

Kazadi kommt gegen Olympics Miljanic zu spät.
In der Basketball-NLA hat Freiburg Olympic dank dem nie gefährdeten 84:56-Sieg gegen Monthey die alleinige Spitze übernommen.

Mit dem BBC Monthey war am Samstag der amtierende Meister im St. Leonhard zu Gast. Die Walliser bekunden in dieser noch jungen Saison aber grösste Mühe, diesem Status gerecht zu werden. Die Niederlage in Freiburg war für Monthey die dritte im vierten Spiel. Erklärungen für den Fehlstart des Titelverteidigers gibt es einige: Zunächst ist da einmal das Verletzungspech. Mit Terrance Henry fehlte den Gästen ein Amerikaner verletzungshalber. Im Verlauf der Partie gegen Olympic fiel mit Dusan Katnic dann auch noch der serbische Spielmacher aus. Damit hatte Mon­they mit Markel Humphrey nur noch einen Ausländer zur Verfügung. Der Meister ist nur mit drei von möglichen vier Söldnern in die Meisterschaft gestartet, um einen allfälligen Abgang von Jonathan Kazadi kompensieren zu können. Dass auch der Ex-Freiburger bei seiner Rückkehr ins St. Leonhard im Schlussviertel mit einer Blessur raus musste, passte zum Verletzungspech der Walliser.

Zonenverteidigung als Option

Aber auch ohne diese Ausfälle hätten es die Gäste am Samstag schwer gehabt, Punkte aus Freiburg zu entführen. Zu solide ist Olympic unterwegs. Gegen Monthey feierten die Freiburger den vierten Sieg im vierten Spiel. Weil die zuvor punktegleichen Massagno und Genf ihre Spiele am Wochenende verloren, übernahm die Mannschaft von Trainer Petar Aleksic zudem die alleinige Tabellenführung.

Olympic präsentiert sich zu Beginn dieser Saison bereits erstaunlich gefestigt. Es scheint sich auszubezahlen, dass alle vier neuen Ausländer die NLA schon kannten und deshalb keine Anpassungszeit benötigen. So übernahmen die Gastgeber früh in diesem Spiel gegen den Meister die Führung und gaben sie nie mehr ab. «22 Ballverluste und 13 zugestandene Offensiv-Rebounds verträgt es gegen ein solches Team nicht», bilanzierte Monthey-Trainer Brank Milisavljevic, der einst für Lugano und Genf gespielt hatte. Übelnehmen mochte er die Niederlage seiner Mannschaft unter den eingangs erwähnten Umständen aber nicht. «Die Spieler, die im Einsatz gestanden haben, erledigten einen guten Job.» Das reichte gegen ein grundsolides Olympic indes nicht. Dusan Mladjan aus der Distanz oder der Kanadier Murphy Burnatowski unter dem Korb hatten das Geschehen jederzeit im Griff.

Eine Stärke der Freiburger in dieser Saison wird zudem die Polyvalenz sein. Noch in der letzten Saison verzichtete Aleksic zumeist auf eine Zonenverteidigung. Gegen Monthey wendete Olympic diese Form der Defensive im zweiten Viertel mit Erfolg an. «Im Team ist nun die Qualität vorhanden, um Zonenverteidigung zu spielen. Wir haben die Polyvalenz und die Grösse dazu», stellte Olympics Trainer zufrieden fest. Aber Aleksic wäre nicht Aleksic, wenn er trotz des Sieges nicht Mängel im Spiel seiner Mannschaft finden würde. «In der ersten Hälfte haben wir viele Punkte bei Kontern verschenkt, weil wir zu überhastet gespielt haben.» Das habe sich nach der Pause verbessert. «Die Kommunikation auf dem Parkett war besser geworden.»

Telegramm

Olympic - Monthey 84:56 (36:28)

St. Leonhard. 1650 Zuschauer. SR: Balletta, Stojcev, Michalides.

Freiburg Olympic: Touré (9), Mbala (3), Ebenda, Jaunin (2), Miljanic (13), Burnatowski (22), Mladjan (14), Timberlake (4), Jurkovitz (17).

BBC Monthey: Humphrey (17), Kazadi (9); Maza (9), Martin (2), Solioz, Granvorka (2), Zayadiaku, Katnic, Bijanu, Dubas (17), Blaser.

Bemerkungen: Olympic ohne Schommer (verletzt), Monthey ohne Henry (verletzt).