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3000 Autofahrer wurden gebüsst

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

Über 3000 Bussen sind am Schwarzsee im letzten Jahr – dem ersten seit der Einführung der Parkplatzbewirtschaftung – verteilt worden. «Das hat uns überrascht», erklärt Otto Lötscher, Ammann von Plaffeien. Der häufigste Grund liegt seiner Meinung nach darin, dass die Besucher es noch nicht gewohnt sind, dass man fürs Parkieren bezahlen muss. «Oder sie vergessen zu zahlen, obwohl dies gut signalisiert ist.»

Ein paar Reklamationen

Die Bussen bringen zwar mehr Geld ein, insgesamt 68 000 Franken, verursachen jedoch auch einen höheren Verwaltungsaufwand. «Anfangs gab es schon einige Reklamationen», führt der Ammann aus. Viele Leute hätten nicht verstanden, warum die Bewirtschaftung eingeführt worden sei. «Wir haben ihnen in einem Brief erklärt, dass es uns nicht ums Geld geht, sondern darum, den Verkehr in geordnetere Bahnen zu lenken», sagt Otto Lötscher. Die chaotischen Zustände vorher seien nicht mehr tragbar gewesen. «Es musste etwas getan werden.»

Man habe die Leute auch darauf hingewiesen, dass sie auf diese Weise eine neue Qualität von Parkplatz erhalten haben. Dadurch, dass der Seeuferbereich nun autofrei gehalten wird, sei dieser Platz auch einladender geworden (siehe auch Kasten). «Der grösste Teil der Besucher schätzt es, einen richtigen und sauberen Parkplatz zu haben», führt er aus.

Genau budgetiert

Die Bewirtschaftung sei zwar konsequent, jedoch nicht stur angewandt worden, erklärt er. Für die Kontrollen sind drei Personen in Teilzeit angestellt, was einen Personalaufwand von 100 000 Franken verursacht. Das Budget, das mit Einnahmen von 400 000 Franken gerechnet hat, ist ziemlich genau aufgegangen.

Die Grundeigentümer, die ihren Platz für die Parkplätze zur Verfügung stellen, erhalten einen Teil des Ertrags zurückerstattet. Insgesamt wurden 80 000 Franken ausbezahlt. Die Gemeinde übernimmt dafür auf den Plätzen die Schneeräumung.

Eingeführt wurde die Bewirtschaftung im Winter 2008. Für die Signalisation und das Aufstellen der Parkautomaten hat die Gemeinde damals rund 450 000 Franken investiert. Insgesamt werden im Tal über 1200 Parkplätze bewirtschaftet.

Erlös ist zweckgebunden

Otto Lötscher weist auch darauf hin, dass die Preise bewusst moderat gehalten werden. «Es ist keine Abzockerei», unterstreicht er. «Die Preise sollen auch in Zukunft günstig bleiben.» Das Geld, das eingenommen wird, fliesst zudem nicht in die Gemeindekasse, sondern wird zweckgebunden wieder in den Tourismus investiert. «Wir brauchen es, um die touristische Infrastruktur zu verbessern, zum Beispiel für die Gestaltung des Seeufers, für die Spazierwege um den See und talauswärts sowie für den Unterhalt der Wanderwege», erklärt er. «Der Gast bekommt so einen direkten Gegennutzen.»

Konstanz beim Pendelbus

«Wir ziehen nach diesem ersten ganzen Jahr ein sehr positives Fazit», erklärt Otto Lötscher. Es gebe noch gewisse Dinge, die geändert werden müssen. So soll zum Beispiel der Einsatz des Pendelbusses besser signalisiert werden. «Wir müssen versuchen, hier eine Konstanz hineinzubringen.» Es sei aber nicht einfach. «Es ist mittags schwierig abzuschätzen, wie viele Leute abends noch mit dem Pendelbus transportiert werden müssen. Denn wenn wir ihn einmal in Betrieb setzen, muss er bis Feierabend fahren.» So könne es unter Umständen dazu kommen, dass sich abends nur noch vier Personen damit zu ihren Autos fahren lassen, führt er aus.

Gäste sind zu bequem

Der früher gewohnte Anblick von total zuparkierten und verstopften Strassen sei heute wesentlich seltener. «Doch haben wir das Problem, dass die meisten Leute bei der Gypsera parkieren wollen, während es im hinteren Tal noch viele freie Plätze gibt.» Er könnte dies bei Skifahrern verstehen, welche die Nähe der Anlagen bevorzugen, jedoch weniger bei Spaziergängern.

Viele Jahreskarten

Dass sich viele Gäste an die neue Situation gewöhnt haben, wird durch den Verkauf der Parkkarten unterstrichen. 2009 wurden über 1300 Jahreskarten verkauft, für das laufende Jahr sind es bereits rund 1470. Dazu kommen weitere Parkkarten, die nur im Winter oder nur im Sommer gültig sind. Auf vielfachen Wunsch wurde das Parkplatzreglement dahingehend geändert, dass auf der Jahreskarte auch ein Zweitfahrzeug registriert werden kann.

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