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4000 Sängerinnen und Sänger in Bulle

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Etwa 4000 Sängerinnen und Sänger werden von Donnerstag bis Sonntag am kantonalen Chorfestival in Bulle auftreten. Rund die Hälfte von ihnen wirkt an Ateliers und Spezialanlässen mit. So werden mehrere Festspiele und Messen aufgeführt. 80 Chöre treten in freien Konzerten auf, und 60 präsentieren ihre Vorträge vor einer Jury. Festbesucher und Sänger können auch spontan und ohne Einschreibung an Ateliers teilnehmen (u. a. Stimmbildung, orthodoxe Musik, Greyerzer Patois). Etwa 15 Formationen aus Deutschfreiburg sind bei Tutticanti dabei (siehe Kasten und Interview).

Mehr gemeinsame Werke

Unter dem Motto «Klein und Gross zusammen» gibt es auch ein Spezialangebot von Kinder- und Jugendchören. Einzige Deutschfreiburger Teilnehmerin unter den elf angemeldeten Formationen ist die Singschule Sense unter der Leitung von Nicole Schafer. Das Ziel des Ateliers sei es, für diese Nachwuchs-Chöre mehr Werke zu schaffen, welche sie das Jahr über mit den Erwachsenenchören gemeinsam darbieten könnten, erklärt Schafer. Deshalb singen die elf Chöre bei «Klein und Gross zusammen» Lieder in Französisch, Senslerdeutsch und Patois, die eigens für diesen Anlass in Auftrag gegeben wurden. Die Texte stammen aus der Feder von Anne-Marie Geinoz, Christian Schmutz und Maurice Murith. Die Musik der beiden senslerdeutschen Lieder hat der Taferser Komponist Benedikt Hayoz geschrieben. Insgesamt nehmen an diesem Atelier, das zweimal aufgeführt wird, rund 650 kleine und grosse Sänger teil. Ihr Auftritt ist jeweils in eine Geschichte eingebunden.

Der Chor der Singschule Sense besteht aus etwa 30 Kindern, acht jungen Sängern bis 25 sowie einem Dutzend erwachsenen Sängerinnen. Die Formation hat ihre Ursprünge im Kinderchor Chrüsimüsi von Nicole Schafer, die für die Adventsprojekte jeweils zur Verstärkung ein paar Eltern einspannte, die nun auch beim Auftritt in Bulle mitmachen. In den letzten Monaten haben sie eifrig an den beiden Liedern gearbeitet, die sie ausführen werden. «Es sind Spasslieder», erklärt Nicole Schafer. So erzählt das eine etwa vom Durcheinander in der Küche, welches das Mädchen Nina anrichtet, während es beim anderen um ein Gnusch der Sinne geht. «Für uns alle waren die Lieder nicht ganz einfach», sagt Nicole Schafer.

Mit Humor an der Probe

 Die 50 kleinen und grossen Sängerinnen und Sänger freuen sich auf jeden Fall auf ihren Auftritt, wie der Besuch einer Chorprobe in Giffers zeigt: Das Summen von Bienen, Fliegen und Bremsen ist zu hören. Diese Geräusche kommen aber nicht von Insekten aus irgendeinem Garten, sondern stammen aus der Chorprobe der Singschule Sense. Die an Insekten erinnernden Klänge sind Teil eines sehr unterhaltsamen Aufwärmens der Chorleiterin Nicole Schafer, durch das sich der Raum schlagartig mit Freude füllt. Der Chor ist aus Kindern, Jugendlichen und Müttern zusammengesetzt. Nach dem Aufwärmen geht es ans Proben der drei Lieder: eines auf Französisch und zwei in Dialekt.

Es sind keine ernsten, poetischen Lieder, sie bestechen vielmehr durch ihre humorvollen Texte in Senslerdeutsch. Die Lieder harmonieren gut mit den Stimmen der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Nervosität sei noch nicht aufgekommen, erzählen die Sänger in der kurzen Pause. Doch die grosse Vorfreude auf das Tutticanti ist spürbar.

Nach der Pause verfolgt ein Ehrengast die Darbietungen: Christian Schmutz, der die Liedtexte geschrieben hat, stattet dem Chor einen Überraschungsbesuch ab. Die Aufregung der Sänger und Sängerinnen ist spürbar; alle hoffen, dass ihm ihre Darbietung gefällt. Umso erleichterter sind sie, als er seine Zufriedenheit ausdrückt. Positives Feedback kommt am Ende des Abends auch von der Chorleiterin. Sie ist zufrieden mit dem Verlauf der Proben. Diese Meinung bringt indirekt auch ein kleiner Junge vor der Tür zum Ausdruck: Durch den Gesang wie magisch angezogen, späht er durch den Türspalt und lauscht den Klängen des Chors.

Konzertzelt,Bulle: Do., 26. Mai, 18 Uhr, Sa., 28. Mai, 17.30 Uhr.

«Ein Fest des Freiburger Chorgesangs»

Wenn das Wetter mitspielt, rechnen die Organisatoren von Tutticanti mit einem Aufmarsch von bis zu 10 000 Sängern und Besuchern. OK-Präsident Jean-Pierre Doutaz sagt, was diese in den fünf Tagen erwarten dürfen.

Carole Schneuwly

Jean-Pierre Doutaz, seit 2014 bereiten Sie mit Ihrem 14-köpfigen Organisationskomitee das Chorfest Tutticanti vor. Welches Ziel verfolgen Sie mit dem Grossanlass?

Tutticanti ist zuallererst ein grosses Fest des Freiburger Chorgesangs. Es soll ein Ort der Begegnung für Sängerinnen und Sänger, aber auch für die Bevölkerung sein. Darum war es uns wichtig, das Fest im Herzen der Stadt Bulle zu zentralisieren und dort eine gute Stimmung zu schaffen. Ein weiteres Ziel ist, den Freiburger Chorgesang voranzubringen, den Nachwuchs zu begeistern und das Interesse des breiten Publikums zu wecken.

Um das zu erreichen, bieten Sie während fünf Tagen ein vielseitiges Programm. Einer der Höhepunkte ist das Festspiel «Grevîre» von Joseph Bovet. Warum diese Wahl?

Das Festspiel «Grevîre» ist das Greyerzer Element im Programm. Es passt gut zu unserem Motto «Une tradition d’avance–Zum Voraus eine Tradition». Das Festspiel bringt Vergangenheit und Gegenwart zusammen: Das Werk von Joseph Bovet stammt aus dem Jahr 1930, aber wir machen daraus ein modernes Schauspiel, mit zeitgemässer Regie und Choreografie, neuen Texten von Pierre Savary und einer neuen Orchestrierung für Streichorchester von Jacques Aeby.

Was sind weitere Höhepunkte?

 Neben den vielen Konzerten freue ich mich besonders auf die Eröffnungsfeier am 26. Mai, die etwas völlig Neues ist und die für alle gratis zugänglich ist. Dabei wird es nicht nur Gesang und Musik geben, sondern auch Seiltänzer, Demonstrationen von Schwingern und viele andere Überraschungen. Für das Konzertprogramm haben wir über 20 Kreationen in Auftrag gegeben. Daneben sind uns auch die vielen Animationen wichtig, etwa der Handwerkermarkt am Samstag oder die Angebote für Kinder.

 

 Wie viele Besucherinnen und Besucher erwarten Sie in den fünf Tagen in Bulle?

Die 4000 angemeldeten Sängerinnen und Sänger eingerechnet, erwarten wir 8000 bis 10 000 Personen–wobei natürlich das Wetter eine entscheidende Rolle spielen wird. Um den Ansturm zu bewältigen, können wir auf rund 700 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zählen.

Der grösste Teil des Programms ist auf Französisch, und auch die Teilnehmer kommen grossmehrheitlich aus dem französischsprachigen Kantonsteil. Trotzdem war Ihnen der Einbezug Deutschfreiburgs wichtig …

Er war uns nicht nur wichtig, er war eine Bedingung! Das kantonale Chorfest soll ein zweisprachiges Fest werden. Ich freue mich, dass ein gutes Dutzend Deutschfreiburger Formationen mitmachen, und ich hoffe, dass auch das Deutschfreiburger Publikum nach Bulle kommen wird. In Zukunft soll das Tutticanti alle fünf Jahre stattfinden, immer in einem anderen Bezirk–und warum nicht auch einmal im Sensebezirk?

 

Der Chor der Singschule Sense probt mit Nicole Schafer für den Auftritt am Chorfestival Tutticanti.Bild Charles Ellena

Programm

Konzerte, Vorsingen, Messen und mehr

Mi., 25. Mai:Aufführung des Festspiels «Grevîre».Do., 26. Mai:Auftritte von Chören vor der Jury und Freie Konzerte, Eröffnungsfeier, Atelier «Klein und Gross zusammen», Festspiel Leuthold & Gospel, Festival «Grevîre».Fr., 27. Mai:Finale des Maisingen-Wettbewerbs, Vortrag über den Ranz des Vaches, Festival «Grevîre», Paukenmesse von Haydn und Psalm 42 von Mendelssohn.Sa., 28. Mai:Handwerkermarkt, Auftritte vor der Jury und Freie Konzerte, Patois-Singen, Paukenmesse, «Klein und Gross zusammen», Festival «Grevîre», Stabat Mater, Africa und Sting & Cie.So., 29. Mai:Gottesdienst, Konzert der Jugendchöre, Freie Konzerte, Messe Stabat Mater, Festival «Grevîre». AusDeutschfreiburgsind mit dabei: Mitglieder der Cäcilienvereine Gurmels, Tafers, Düdingen, Wünnewil, Giffers, St. Antoni, Bösingen und Murten, Mitglieder des Regionalchores Canta Sense, der Gemischten Chöre St. Antoni, Kessibrunnholz, Fräschels, Ferenbalm, 2Generations, des Frauenchors Kerzers und des Männerchors Heitenried/St. Antoni sowie die Singschule Sense-Giffers/Chrüsimüsi. Zudem machen einzelne Sänger, die nicht Mitglied eines Chores sind, in Ateliers mit.im

 

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