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50 Jahre Kirche Schwarzsee

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Am 19. Mai 1966 wurde die Bruderklausenkirche in Schwarzsee eingeweiht. Ein grosser Tag für die Bevölkerung des Tals, weil mit diesem Akt ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung ging. Bereits 1923 hatte der angesehene Bürger Theodor Nussbaumer an der Pfarreiversammlung auf das Ansinnen der Schlundbevölkerung nach einem eigenen Gotteshaus hingewiesen, weil die Kapellen Bad, Rohr und Lichtena zu klein waren. Ein Argument der Schlündler war auch die wachsende Zahl an Ausflüglern und Feriengästen. Der Pfarreirat Plaffeien erkannte zwar das Bedürfnis, doch fehlte in der Zeit zwischen den Weltkriegen das Geld.

Uneinig über den Standort

So wurde zwar schon früh ein Baufond geäufnet, das Projekt aber länger auf Eis gelegt. Die Kirche war regelmässig Thema an Pfarreiversammlungen, wie man im Buch «50 Jahre Bruderklausenkirche Schwarzsee» von Kanis Zbinden nachlesen kann (siehe auch Kasten). Der Lokalhistoriker aus Zumholz zeigt darin den steinigen Weg des Projekts auf. So findet sich im Buch zum Beispiel auch der Entwurf einer Kirche in der Lichtena, den der damalige Wirt des Restaurants Zollhaus, Josef Fasel, auf eigene Kosten bei einem Architekten in Auftrag gegeben hatte.

Ein Dauerthema neben der Finanzierung war der Standort. Die einen wollten eine Kirche weit vorne im Schwarzseetal in der Nähe von Zollhaus, andere bevorzugten die Lichtena mit dem Schulhaus und wieder andere waren für eine Kirche in der Nähe des Sees. Diese Uneinigkeit verzögerte die Umsetzung der Pläne mehrmals. Neuen Auftrieb erhielt der Kirchenbau 1954 durch ein Geschenk von Leo Offner. Er hinterliess der Pfarrei zwei Heimwesen mit der Auflage, dass der Erlös aus deren Verkauf in den Kirchenbaufonds fliessen muss. Pfarrei- und Gemeinderat schlugen 1956 vor, die neue Kirche im Rohrmoos zu bauen. Geologische Gutachten kamen aber zum Schluss, dass dort kein idealer Bauplatz zu finden sei; zu sumpfig oder rutschgefährdet war der Untergrund.

1960 entschied die Pfarreiversammlung, erst einmal eine neue Kapelle in der Lichtena zu bauen. 1962 brachte eine Baukommission die Sache voran, fädelte den Landkauf im hinteren Teil des Tales ein und beauftragte den Freiburger Architekten Georges Schaller mit den Plänen. An der ausserordentlichen Versammlung vom 2. September 1962 genehmigten die Pfarreibürger Projekt und Kredit. Am 17. November 1963 wurde der Grundstein nicht nur für die Schwarzsee-Kirche, sondern auch für die neue Kapelle in der Lichtena gelegt. Diese und das neue Schulhaus wurden am 20. Dezember 1964 eingeweiht, die Kirche Schwarzsee am 19. Mai 1966. Sie kostete rund 800 000 Franken.

Die Recherchen von Kanis Zbinden, der über 300 Stunden in das Buch investiert hat, waren nicht einfach. Im Pfarreiarchiv seien zwar einige Protokolle zu finden, aber sehr wenig Unterlagen zum Bau selbst. «Niemand weiss etwa, wo die Baupläne geblieben sind.» Glücklicherweise habe der damalige Kaplan und spätere Pfarrer von St. Antoni, Alfons Hayoz, Fotos und sogar Filmaufnahmen gemacht. «Die neue Kirche war für die damalige Zeit ein moderner Bau, der sich aber wunderbar in das Gelände einpasst.» Das sei der Verdienst des genialen Architekten Georges Schaller.

 Das Buch mit dem Untertitel «Geschichtliches der Pfarrei aus dem Schwarzseetal» enthält auch Informationen über die Kapellen, die Grotte, die Lichtena-Schule und den Lichtena-Chor. Ein Kapitel ist den Kreuzen auf den Gipfeln im Schwarzseetal gewidmet. Einiges vom verwendeten Material stammt aus dem Privatarchiv von Kanis Zbinden, das der 78-Jährige in den letzten Jahrzehnten zusammengetragen hat.

«Kanis istderSpezialist für unsere lokale Geschichte», würdigt Ernest Kolly, Vizepräsident des Pfarreirates und OK-Präsident des Kirchenfests, das Werk. «Ohne sein Wissen wäre es nicht möglich gewesen, all die Informationen zusammenzutragen.» Das Jubiläumsfest werde im Andenken an jene gefeiert, die damals trotz Schwierigkeiten an der Idee einer Kirche festgehalten, die Geld gesammelt und den Bau schliesslich realisiert hätten. «Wir wollen ihnen auf diesem Weg Danke sagen.» Dass die Kirche Schwarzsee Bruder Klaus gewidmet ist, sei kein Zufall, so Ernest Kolly. «Seine Persönlichkeit passt in unsere Region und sein Ruf als Friedensstifter war bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.» Die Kirche Schwarzsee sei heute nicht mehr aus dem Tal wegzudenken. Die Gottesdienste werden auch von auswärtigen Besuchern gern besucht, die Kirche sei auch für Hochzeiten sehr gefragt oder als Konzertsaal. «Sie ist zu einer beliebten Wallfahrtskirche geworden.»

17. Juli 1965: Gemeinsam werden die Glocken hochgezogen. Das Unwetter vom 11. August 1997 richtete grossen Schaden an.Die Marien-Glocke.

Programm

Ausstellung und Festgottesdienst

Heute Abend um 18 Uhr ist dieVernissagedes Buchs «50 Jahre Bruderklausenkirche Schwarzsee, Geschichtliches der Pfarrei Plaffeien aus dem Schwarzseetal» von Kanis Zbinden. Von morgen Samstag bis Pfingstmontag ist in der ehemaligen Talstation der Schwybergbahn in Schwarzsee dieAusstellungzum Buch zu sehen. Am Pfingstsonntag, 15.Mai, findet einFestgottesdienstmit den beiden Chören Lichtena und Plaffeien in der Kirche Schwarzsee statt: Einzug ab 9.25 Uhr. Zum anschliessendenApérogibt die Musikgesellschaft Alphorn ein Ständchen. Um circa 12.15 Uhr findet ein Festzug zur Hostellerie statt, wo einBankettfür geladene Gäste stattfindet und bei dem die Trachtengruppe Plaffeien mit Darbietungen auftritt.im

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