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«50 Liebeserklärungen an eine Landschaft»

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 In den Genuss des Landschaftspreises 2015 kam posthum der im Herbst 2011 allzu früh verstorbene Alex Schafer aus Düdingen. «Mit den 2009 erschienenen 50 SonntagsSpaziergängen verstand es Alex Schafer meisterhaft, die Leute neugierig zu machen auf ihre nähere und weitere Umgebung und sie dazu zu verleiten, Deutschfreiburg und die benachbarten Regionen auf ihren Spaziergängen zu erkunden und dabei auch gleich noch viel Wissenswertes über Kultur und Landschaft zu erfahren», betonte Franz-Sepp Stulz, Präsident des Deutschfreiburger Heimatkundevereins (HKV), am Samstag in Schmitten bei der Begrüssung der sehr zahlreich erschienenen Angehörigen und Gäste des Preisträgers. Bereits in den Neunzigerjahren hatte der Geehrte im Rahmen seines Engagements als Vorstandsmitglied des HKV die Broschürenreihe «Architektur und Siedlung» initiiert.

Landschaft verändert sich

Mit dem Landschaftspreis zeichnet der HKV Personen oder Institutionen aus, die sich in ausserordentlicher Weise für ein gutes Projekt eingesetzt oder sich über lange Zeit der Erhaltung und Pflege der Landschaft Deutschfreiburgs gewidmet haben. «Die Veränderung der Landschaft geht schleichend vor sich, und sie steht auch 2015 unvermindert unter Druck», hielt Stulz fest. Der HKV verfolge diese Entwicklung aufmerksam.

Der Deutschfreiburger Landschaftspreis 2015 ist mit 10 000 Franken dotiert. Judith Schafer-Perler dankte im Namen ihres verstorbenen Gatten und ihrer Familie für die Ehrung. Sie verriet, dass die Idee für die SonntagsSpaziergänge auf einer Wanderung durch das Galterental «geboren» worden sei. Alex Schafer habe sich über den Erfolg der «50 SonntagsSpaziergänge» sehr gefreut, betonte sie und wies darauf hin, dass er an weiteren Projekten gearbeitet habe; so an einem Führer für «Velo-Spaziergänge».

Sie überliess denn das Preisgeld dem HKV für die Realisierung dieses Projekts (vgl. Kasten). Umrahmt wurde die Feier vom Cellospiel der beiden jungen Musiker Fabrice Perler (Patenkind des Geehrten) und Albin Achermann.

Selbstloses Engagement

Dem Autor und Lehrer Hubert Schaller sowie der Kunsthistorikerin Daniela Schneuwly-Poffet fiel die Ehre zu, Leben und Werk des Preisträgers zu würdigen. Hubert Schaller erlebte Alex Schafer als jemanden, der sich mit «verschwenderischer Hingabe» einer Sache widmet. «Als ich die Box mit den 50 Spaziergängen das erste Mal in der Hand hielt, war mir auf einen Schlag klar: Das ist nicht mehr und nicht weniger als eine Liebeserklärung an eine Landschaft–oder genauer: 50 Liebenserklärungen an eine Landschaft», führte er aus. Hubert Schaller hat das Engagement von Alex Schafer aber auch ganz persönlich erfahren. So, als dieser ihn dazu animierte, seine senslerdeutschen Sprachspielereien als Buch zu veröffentlichen. Auch bei der Vertonung seiner Gedichte durch den Komponisten und Chordirigenten André Ducret habe Alex Schafer die Hand im Spiel gehabt.

Daniela Schneuwly-Poffet ging auf die Faltprospekte «Architektur und Siedlung» ein, die zwischen 1995 und 2001 auf Initiative des Geehrten entstanden waren. Wie sie betonte, sollten diese Führer bewusst etwas vom verstaubten Image ländlicher Dörfer mit «Heimatgefühl» und dem konservierenden Erhaltungsgedanken wegkommen und selbstsicher auch die Moderne thematisieren und Antrieb zu Erneuerung bieten.

Hilfe zur Entschleunigung

«Unsere Gesellschaft leidet unter Beschleunigung», betonte Staatsratspräsident Erwin Jutzet in seiner Grussadresse. Er betrachtet die «SonntagsSpaziergänge» von Alex Schafer als Einladung, die Landschaft zu geniessen und Glücksgefühle zu erleben. Gemeinderätin Bernadette Mäder-Brülhart stellte Schmitten, den Geburtsort des Geehrten, als innovative und weitsichtige Gemeinde vor – Ideale, von denen sich auch Alex Schafer leiten liess.

 

«Alex Schafer verstand es meisterhaft, die Leute neugierig zu machen auf ihre Umgebung.»

Franz-Sepp Stulz

Präsident des Deutschfreiburger Heimatkundevereins (HKV)

 

Projekt: 25 Spaziergänge mit dem Velo

D ie Erarbeitung eines Velo-Führers durch die Deutschfreiburger Landschaften ist mehr als eine blosse Idee. Unter der Leitung von Hansueli Krummen hat der HKV eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die dieses Projekt bis in zwei Jahren verwirklichen soll. «Wir denken an einen Führer, der es erlaubt, Landschaft und Kultur auf dem Velo ruhig zu geniessen», sagte Krummen. Willy Dietrich, bekannt für seine Velotouren, Gallus Müller, pensionierte Lehrer, und Josef Bächler, bekannt als Mister Vita-Parcours, gehören der Arbeitsgruppe an.

Der HKV hat den Landschaftspreis zum vierten Mal vergeben. Frühere Preisträger: Otto Kolly, Tafers (2004); Weiler Richterwil bei Bösingen (2006; Familien Schnyder und Jungo-Schmutz); Vernetzungsprojekt Ulmiz (2011; Hansruedi Schlegel). Laut Franz-Sepp Stulz wird die fünfte Vergabe aus einem Wettbewerb hervorgehen. ja

 

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