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Adrian Fahrländers Welt in Blau

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Adrian Fahrländer ist ein Künstler, der seinen Weg früh gefunden hat. Als Zwanzigjähriger begann er mit der Bildhauerei und spezialisierte sich rasch auf menschliche Figuren aus Holz. Inzwischen ist Fahrländer, der seit 1986 in Villarepos lebt und arbeitet, 60 Jahre alt und über die Grenzen der Region hinaus bekannt für seine stets in verschiedenen Blautönen gehaltenen Wesen mit den hohen Schädeln, den hervortretenden Augen und den grossen Nasen und Ohren. Dennoch ist der gebürtige Zofinger nicht stehen geblieben: Sieht man genau hin, bemerkt man, dass seine Figuren sich über die Jahre entwickelt haben und dass jede einzelne ihre eigene Geschichte erzählt.

Den Schädel eingebüsst

Besonders deutlich wird das derzeit in einer Ausstellung in der Galerie Hofstetter in Freiburg: Auf zwei Etagen zeigt Fahrländer Arbeiten aus den letzten 35 Jahren, angefangen bei grauen oder mehrfarbigen Figuren aus den frühen 1980er-Jahren bis hin zu neuen Werken in dem schimmernden Phthaloblau, das er aktuell am liebsten verwendet. Auch die dargestellten Gestalten haben sich verändert. So wirken die jüngsten Figuren weniger kantig, und sie haben ihren hohen Schädel eingebüsst. «Ich habe einfach einmal bei einer Figur den Schädel abgesägt und geschaut, wie es aussieht», sagt Fahrländer dazu in seiner lapidaren Art.

Über seine Kunst spricht er nicht gern; lieber lässt er seine blauen Gesellen ihre eigenen Geschichten erzählen. Das eine oder andere lässt er sich aber doch entlocken, zum Beispiel über jenes Paar, das 1983 in Paris entstand: «Diese beiden haben viel mit meiner damaligen Lebenssituation zu tun.» Oder über den «Rosenmann» (1996), eine auf dem Bauch liegende Figur mit einer echten Rose in den Händen: Die Inspiration dazu lieferte ein Zeitungsbild aus dem Bosnienkrieg. Oder über «Erwin» (2012), der in der Pose eines Schwimmers auf dem Boden liegt, aber auch an Wänden hängen kann: «Er ist einer meiner Lieblinge», so Fahrländer.

Der Mensch im Fokus

Der Künstler liebt seine Holzwesen, und das war von Anfang an so: «In dem Moment, in dem ich mich entschloss, Bildhauer zu werden, wusste ich, dass ich menschliche Figuren schaffen wollte», sagt er. Menschen seien seine Themen. Auch das Holz, das er hauptsächlich mit der Motorsäge bearbeitet, war von Anfang an sein liebster Werkstoff. Zur Farbe Blau fand er in den Achtzigerjahren, nach seinem Aufenthalt in der Cité des Arts in Paris: Ein deutscher Bildhauer gab ihm dort den Tipp, seine Skulpturen abzubrennen, statt sie mühsam abzuschleifen. Diese Technik habe ihn sofort überzeugt, erzählt Fahrländer. Sie hatte aber den Nachteil, dass sie das Holz dunkelbraun verfärbte. Er habe darum angefangen, mit Farben zu experimentieren, und in den Blautönen die überzeugendste Lösung gefunden.

Und nun also steht er in der Galerie Hofstetter inmitten seiner Arbeiten aus dreieinhalb Jahrzehnten. Das erfülle ihn mit einem Gefühl der Zufriedenheit, sagt er. «Es ist interessant, alte Werke aus dem Atelier zu holen und sie in einem neuen Kontext neu zu entdecken.» Und eines ist für Fahrländer sowieso klar: Seine blauen Figuren werden ihn auch in Zukunft begleiten und dem Publikum ihre Geschichten erzählen.

Galerie Hofstetter,Hochzeitergasse 18, Freiburg. Bis zum 4. April. Do. und Fr. 14 bis 18.30 Uhr, Sa. 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr.

Gastkünstler: Hommagen an Fahrländer

A ls Ergänzung zu seinen eigenen Arbeiten hat Adrian Fahrländer für die Ausstellung neun befreundete Kunstschaffende eingeladen, die eigens dafür Werke geschaffen haben. Zu sehen sind Fotografien, Bilder und Skulpturen von Primula Bosshard, Hugo Brülhart, Françoise Emmenegger, Michel Gremaud, Christiane Hamacher, Wojtek Klakla, Pierre-Alain Morel, Nele Gesa Stürler und Ivo Vonlanthen. cs

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