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Altbekannter Sieger bei der Rückkehr

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Nach dem dreijährigen Exil in Plaffeien kehrte das Bergkranzfest Schwarzsee am Sonntag nach den Umbauarbeiten am Campus zurück an seinen Ursprungsort. Einer fühlt sich dort besonders wohl: Christian Stucki. Der 33-jährige Seeländer siegte gestern in Schwarzsee nach 2004, 2008, 2009 und 2010 zum fünften Mal und ist damit auf den Spuren von Ernest Schläfli und Rudolf Hunsperger, die je sechsmal triumphiert haben.

Auf dem Weg zu seinem bereits 40. Kranzfestsieg musste Stucki im ersten Gang zunächst einen Gestellten verzeichnen, dann aber gewann er alle seine restlichen fünf Duelle, so auch gegen Florian Gnägi im Schlussgang, der zuvor ungeschlagen war. Dem Aarberger hätte deshalb ein gestellter Gang zu seinem ersten Tagessieg in Schwarzsee genügt, nach 5:52 Minuten setzte sich Stucki dann aber mit Kurz und Nachdrücken durch.

«Als 16-jähriger Giel habe ich hier meinen ersten Bergkranz geholt. Ich mag die Stimmung hier und komme immer wieder gerne.»

Christian Stucki

Sieger Schwarzsee-Schwinget

 

«Weil Florian ein Gestellter gelangt hätte, musste ich auf meine Chance warten. Deshalb war der Schlussgang nicht unbedingt schön anzusehen, weil ich die Kräfte einteilen musste», erklärte Hüne Stucki, während seine beiden kleinen Söhne bereits damit beschäftigt waren, im Ring das Sägemehl mit dem Rechen wieder schön zu verteilen. Die Beziehung Stuckis zum Freiburger Bergkranzfest ist eine besondere, nicht nur aufgrund der fünf Siege. «Als 16-jähriger Giel habe ich hier meinen ersten Bergkranz geholt. Ich mag die Stimmung hier und komme immer wieder gerne.»

Kramer überzeugend

Während von den 14 vergebenen Kränzen gestern deren elf an Berner gingen – bei Tageshälfte hatten sie gleich die ersten zwölf Ränge belegt –, stand aus einheimischer Sicht insbesondere Lario Kramer im Zentrum des Interesses. Mit seinem unerwarteten Triumph auf dem Stoos stiegen die Erwartungen an das erst 19-jährige Talent aus Galmiz weiter an.

«Ich freue mich, dass ich den Sieg auf dem Stoos bestätigen konnte.»

Lario Kramer

Freiburger Kranzgewinner

 

Kramer wusste mit diesem Druck umzugehen und sicherte sich mit Rang vier den Kranz souverän. «Wie auf dem Stoos habe ich Gang für Gang genommen. Das ist aufgegangen. Ich freue mich, dass ich damit den Sieg auf dem Stoos bestätigen konnte.» Gleich zum Auftakt hatte der Freiburger den Schwingerkönig Matthias Glarner – der später verletzungshalber aufgeben musste – glatt bezwungen. Den Kranz sicherte er sich im sechsten Gang mit einem Sieg gegen Thomas Inniger. Zusätzlichen Druck habe er keinen verspürt. «Ich schwinge ja für mich, und es geht darum, die Freude daran zu behalten.» Dass die Konkurrenz nach seinem Bergkranzfestsieg defensiver gegen ihn schwinge, konnte Kramer nicht feststellen. «Sowieso versuche ich dem Gegner meinen offensiven Stil aufzuzwingen.»

Kranzsieger Kramer im Videointerview nach dem Fest:

Zwei weitere Freiburger verpassten den Kranz vor 4280 Zuschauern nur knapp, allen voran Benjamin Gapany, dem ein halber Punkt fehlte. Im letzten Gang hatte er Roger Erb schon so gut wie auf dem Rücken, doch dann beendete der Kampfrichter das Duell. «Ganze zwei Sekunden fehlten zum Sieg und damit zum Kranz. Das ist schon sehr frustrierend.» Er werde aber aus dieser Erfahrung lernen und es das nächste Mal besser machen, sagte der 23-Jährige aus Marsens. Gönnen mochte er den Kranz dem Teamkollegen Kramer. «Er ist die Lokomotive der Westschweizer.»

Vincent Roch aus ­Constantine hatte im letzten Gang ebenfalls noch die Chance auf einen Kranz, zog dann aber gegen Lukas Renfer den Kürzeren.

Moser fitgespritzt

Weiterhin nicht so richtig auf Touren kommt derweil Steven Moser. Nach der Niederlage zum Auftakt gegen Simon Ma­thys verlor der 22-jährige Brünisrieder zwar keinen Gang mehr, konnte aber auch nur deren zwei für sich entscheiden. «Es war nicht mein Tag.» Es sei umso mehr schade, weil es das Fest der Freiburger sei, an der sie auch tatkräftig beim Auf- und Abbau mithelfen würden. Weil er angeschlagen ist, müsse er vermehrt auf Sicherheit schwingen. «Anfang Saison habe ich mir bei einem Regionalfest eine Muskelblessur am Rücken zugezogen. Wenn du nicht ganz fit bist, ist es schwer, alles aus dir rauszuholen.» Moser liess sich für Schwarzsee fitspritzen.

Schwarzsee-Schwinget

Ein Kranz für die Gastgeber

Lario Kramer holte den einzigen Kranz für die Südwestschweizer.

fs

 

Schwarzsee. 90 Schwinger. 4280 Zuschauer. Schlussgang: Christian Stucki bezwingt Florian Gnägi nach 5:52 Minuten mit Kurz und Nachdrücken. Rangliste: 1. Christian Stucki (Lyss) 58,50. 2. Florian Gnägi (Aarberg) 58,25. 3. Simon Anderegg (Unterbach BE) 58,00. 4. Lario Kramer (Galmiz) 57,75. 5. Curdin Orlik (Frutigen) 57,00. 6. Christian Gerber (Röthenbach), Thomas Sempach (Heimenschwand), Lukas Renfer (Corgémont), je 56,75. 7. Michael Moser (Aeschlen b. Oberdiessbach), Thomas Inniger (Adelboden), je 56,50. 8. Patrick Gobeli (Matten), Fabian Staudenmann (Guggisberg), Mario Thürig (Möriken AG), Tobias Widmer (Oberentfelden), je 56,25. – alle mit Kranz. – Ferner: 10. Benjamin Gapany (Marsens) 55,75. 11. Vincent Roch (Constantine) 55,50. 13. Sven Hofer (Kerzers), Steven Moser (Brünisried), je 55,50. 17. Adrian Lötscher (Schwarzsee), Marc Guisolan (St-Aubin), Marc Gottofrey (Echarlens), je 53,75. 19. Augustin Brodard (La Roche) 53,25. 22. Fabien Emonet (Pensier), Olivier Mauron (Posieux), je 52,50. 27. Dorian Kramer (Galmiz) 35,00. 28. Cyril Berset (Le Mouret), Quentin Hayoz (La Roche), Florian Minder (Heitenried), Michel Dousse (Oberschrot), je 34,50. 29. Carlo Buchs (Im Fang), Mario Zimmermann (Golaten), Janis Wieland (Kerzers), je 34,25.

Die Gänge der Besten

1. Christian Stucki 58,50

– Nick Alpiger 8,75

+ Christian Brand 10,00

+ Florian Aellen 10,00

+ Michael Moser 10,00

+ Severin Schwander 9,75

+ Florian Gnägi 10,00

2. Florian Gnägi 58,25

+ Benjamin Gapany 10,00

+ Kaj Hügli 9.75

+ Stefan Marti 10,00

+ Christian Gerber 10,00

+ Thomas Sempach 9,75

o Christian Stucki 8,75

3. Simon Anderegg 58,00

– Christoph Bieri 8,75

+ Olivier Hermann 10,00

+ Fabien Emonet 10,00

+ Samuel Brun 9,75

+ Vincent Roch 9,75

+ Michael Moser 9,75

4. Lario Kramer 57,75

+ Matthias Glarner 10,00

+ Niklaus Wüthrich 9,75

o Christian Gerber 8,50

+ Michael Leuenberger 9,75

+ Lukas Renfer 9,75

+ Thomas Inniger 10,00

Gang für Gang

Berner Dominanz – das Fest im Schnelldurchlauf

Die Berner diktierten das Geschehen in Schwarzsee – allen voran die beiden Seeländer Christian Stucki und Florian Gnägi.

 

1. Gang

Die Favoriten tun sich in den Morgenstunden schwer. Von den Spitzenschwingern siegt im 1. Gang einzig Florian Gnägi gegen den Freiburger Benjamin Gapany. Alle anderen Duelle der Eidgenossen bleiben ohne Sieger, so stellt Christian Stucki gegen Nick Alpiger, Christoph Bieri gegen Simon Anderegg und Patrick Räbmatter gegen Thomas Sempach. Einen Auftakt nach Mass feiert Lario Kramer mit dem Sieg gegen Schwingerkönig Matthias Glarner. Niederlagen müssen etwa Michel Dousse und Steven Moser einstecken.

 

2. Gang

Zehn Schwinger können auch ihren zweiten Gang gewinnen, darunter Kramer und Gnägi. Einige Favoriten hingegen fallen schon früh aus der Entscheidung. Glarner, Bieri, Alpiger und Curdin Orlik stellen. Plätze gut machen Sempach und Stucki. Moser stellt, womit sich die Aussichten auf einen Kranz klar verschlechtern.

 

3. Gang

Nur drei Schwingern gelingt es, auch den dritten Kampf zu gewinnen. Es sind dies Christian Gerber, der Kramer bezwang, Michael Moser und Gnägi. Die Eidgenossen Mario Thürig, Stucki, Anderegg und Sempach verbleiben mit ihrem zweiten Sieg im Rennen um den Tagessieg. Gapany und Moser sind ebenso erfolgreich wie der weitere Freiburger Vincent Roch (zwei Siege).

 

4. Gang

Gnägi schlägt im Spitzenduell Gerber und ist damit alleiniger Leader, weil auch Moser erstmals verliert, weil er Stucki unterliegt. Kramer befindet sich mit seinem dritten Sieg wie Sempach, Anderegg und Roch in aussichtsreicher Position. Moser holt seinen zweiten Sieg, Gapany verliert seinerseits zum zweiten Mal.

 

5. Gang

Mit seinem fünften Sieg sichert sich Gnägi die Schlussgangteilnahme. Gegner dort ist Stucki, der zwar bei seinem vierten Erfolg die Maximalnote verpasst, was aber Anderegg, der gegen Roch ebenfalls nur eine 9,75 schreibt, nicht ausnutzen kann. Kramer holt Sieg Nummer 4 und ist auf Kranz-Kurs.

 

6. Rang

Stucki bezwingt Gnägi im Schlussgang nach 5:52 Minuten mit Kurz und Nachdrücken. Kramer sichert sich den Kranz mit einem Sieg gegen Thomas Inniger. Gapany stellt gegen Roger Erb und verpasst den Kranz knapp. Auch Roch geht nach der Niederlage gegen Renfer leer aus.

fs

 

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