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Anton Jungo, Schmitten

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der unerwartete Tod von Anton Jungo löste weitherum grosse Betroffenheit aus. In der Familie, bei Freunden und Nachbarn lebt er in der Erinnerung weiter als ein äusserst vielseitiger und lieber Mensch.

Anton Jungo wurde am 10. Februar 1945 als viertes der sieben Kinder der Familie Josef Jungo-Pauchard in Richterwil geboren. Hier hatte er seine Wurzeln, hier schloss sich am 22. Oktober 2018 sein Lebensweg nach einem Herzversagen auf einem Spaziergang.

Nach einer breiten Ausbildung fand er den Beruf und die Berufung seines Lebens: das Schreiben. Sei es als Lokalredaktor der «Freiburger Nachrichten», sei es als Redaktor des «Freiburger Volkskalenders», hier konnte er seine Liebe zu Land und Leuten ausdrücken. Er war kein Journalist der Sensationen. Seine Markenzeichen waren möglichst sachliche und ausgewogene Darstellungen von Tatsachen und Respekt vor jedem Menschen. Mit seinem umfassenden Wissen schrieb er nicht nur über Gemeindepolitik, sondern auch über andere, besonders kulturgeschichtliche Themen. Traditionen und Bräuchen forschte er gerne nach, weil es ihm um Sinn und unsere Wurzeln ging. Er kannte wohl jedes Wegkreuz, jede Kapelle, jeden Kirchenpatron, jeden Bach im Sensebezirk. Seine Dokumentationen aus Archiven und Gesprächen als Hintergrund für seine Beiträge waren beein­druckend.

Schon früh und immer wieder unternahm Anton Reisen in nahe und ferne Länder. Dabei ging es ihm nicht um touristische Ziele, sondern um andere Kulturen und Menschen. Er schoss nicht Hunderte von Fotos, sondern ganz gezielte, mit denen er anschliessend in seinen legendären Ordnern das Gesehene dokumentierte.

Exkursionen und Spaziergänge in der Natur mit ihm waren ein Genuss; denn er kannte jede Pflanze, vor allem jeden Pilz. Damit und auch mit Gemüse aus seinem Garten beschenkte er seine Familie, Freunde und Nachbarn. Familie, Freunde und Nachbarn! Die waren für Anton wichtig. Auf je eigene Weise nahm er Anteil an ihrem Leben.

Für die Kinder von Richterwil und der Nachbarn war Toni so etwas wie der «dritte Grossvater», der Geschichten erzählte, Spaziergänge unternahm, Spiele erfand und erst noch kochen und backen konnte. Das allerdings auch für die Erwachsenen! Seine Kochkünste waren ausserordentlich. Davon können alle Jungos, aber auch viele andere ein Lied singen. Das hinderte ihn aber nicht daran, mit den langjährigen Freunden jeden Donnerstag im Des Alpes in Düdingen zum Mittagessen zu gehen.

Jemand bemerkte nach dem Beerdigungsgottesdienst, Anton sei eigentlich ein «moderner Franziskaner» gewesen. Dafür spricht die Art und Weise, wie er mit der Natur und mit den Menschen umging, seine Bescheidenheit und seine nicht an die grosse Glocke gehängte Religiosität. Ohne viel Aufhebens ist er seinen Weg gegangen und hat grosszügig geteilt, was er hatte. Mehr als das Haben bedeutete ihm das Sein.

Das Beste, was wir nach seinem Tod tun können, ist, ihm zu danken und weiterzugeben, was er uns geschenkt hat.

Eing.

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