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Anwohner wehren sich gegen Lidl-Lastwagen

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Lidl will sein Verteilnetz ausbauen. Derzeit hat der Discounter in der Schweiz ein einziges Warenverteilzentrum in Weinfelden. Künftig will er auch in der Westschweiz über ein Verteilzentrum verfügen, und zwar in Sévaz bei Estavayer. Eine Baubewilligung hat Lidl vom Kanton bereits 2007 erhalten, nun soll diese aberangepasst werden. Konkretwill Lidl die Fahrtenplanung erhöhen: Statt der bewilligten 206 LKW-Fahrten will der Discounter täglich 360 Fahrtendurchführen, schreibt Lidl-Sprecherin Cheryl Zwicker den FN auf Anfrage. Bis am Freitag liegt eine Anpassung des ursprünglichen Baugesuchs öffentlich auf (FN vom 24. Juli).

Gegen die Erhöhung der Lastwagenfahrten setzen sich nun die Anwohner der Zufahrtsstrasse zur Wehr. Mit Flugblättern wollen sie auf ihr Anliegen aufmerksam machen. «In Sévaz stellen sich bereits zehn Familien gegen dasProjekt», sagt AnwohnerinPascale Senn Koch. Auch im Nachbarort Bussy rege sich Widerstand. Gestern hat Senn Koch zusammen mit Gleichgesinnten in den zwei Dörfern Plakate aufgestellt.

Alle zwei Minuten ein LKW

Laut Senn Koch will Lidl mit der Abänderung des Baugesuchs die Zahl der LKW-Fahrten nicht von 206 auf 360 erhöhen, sondern verlange eine ersatzlose Streichung der täglich bewilligten LKW-Fahrten. Auf dem Plakat wird in grossen Lettern vorgerechnet: «Pro Tag alle 2,04 Minuten ein Lastwagen, und während der Nacht alle 6,85 Minuten ein Lastwagen.» Die Folge sei eine verstopfte Zufahrtsstrasse mitwertlosen Häusern. «Wir hoffen, dass es breiten Widerstand gegen das Projekt gibt», sagt Senn Koch.

Bei der Lidl-Pressestelle weissman von den Flugblättern. Man werde das Ende derEinsprachefrist abwarten unddann weiterschauen, sagt Sprecherin Zwicker.

Keine Erfahrungswerte

Die Anzahl der täglichenLKW-Fahrten will Lidl erhöhen, weil der Discounter bei der Festlegung der Fahrten im Jahr 2005 noch keine Filialen in der Schweiz hatte und deshalb nicht auf Referenzzahlen zurückgreifen konnte. Mit dem bereits realisierten Verteilzentrum in Weinfelden habe man nun genauere Erfahrungswerte, begründet Zwicker die Änderung des Baugesuchs.

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