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Arbeit und die Suche nach dem Lebenssinn

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Sind strenge Hierarchien in einem modernen Unternehmen noch angebracht? Welche Arten von Organisationsformen gibt es heute? Wie sieht das Unternehmen der Zukunft aus? Mit diesen Fragen beschäftigten sich vier Unternehmer an einer von Studierenden der Hochschule für Wirtschaft in Freiburg organisierten Podiumsdiskussion.

 Autoritär oder Laisser-faire

Gerhard Andrey, Co-Gründer der Softwareagentur Liip AG, erklärte einleitend: «Bei uns ist die Maxime der gesunde Menschenverstand.» Die Liip AG hinterfrage alles, was mit klassischer Unternehmensstruktur zu tun hat, denn «die alten Modelle sind alle von der industriellen Revolution inspiriert.» Die Firma setzt deshalb auf flache Hierarchien, demokratische Teams, keine Budgets, mehr Verantwortung für die einzelnen Mitarbeitenden und eine transparente Lohnkultur. Was nicht explizit verboten ist, sei grundsätzlich erlaubt. «Natürlich gibt es Trittbrettfahrer, die von der Regelfreiheit profitieren», gibt Andrey zu. «Aber lohnt es sich, wegen diesen wenigen Personen die gesamten Abläufe ständig zu verkomplizieren?»

Im Gegensatz dazu steht die Kantonspolizei Freiburg mit ihren klar hierarchischen Strukturen. Gallus Risse, Verantwortlicher für Kommunikation und Prävention, erklärte: «Polizisten haben eine Macht, die normale Leute nicht besitzen. Wir brauchen Reglementierungen, damit diese Macht nicht missbraucht wird.» Dies werde sich auch in Zukunft nicht ändern, denn gewisse Strukturen seien vom Staat und vom Gesetz gegeben. Er räumt allerdings ein: «Es gibt bei uns sicher noch Marge, um die Abläufe zu verbessern, zu verschnellern und zu vereinfachen.» Flache Hierarchien sind für ihn kritisch: «Nicht jeder hat die Möglichkeiten und die Kompetenzen, Verantwortung zu übernehmen», meinte Risse.

 Ein weiteres Modell präsentierte Raphael Schlup, Key Account Manager beim Schokoladenhersteller Camille Bloch: «Wir sind eine klassisch strukturierte Familienorganisation. Daniel Bloch entscheidet alles», sagte er. Das Unternehmen werde schon seit drei Generationen von der Familie Bloch geführt und sei entsprechend starr in seinen Abläufen. Schlup ist sich sicher: «Die Unternehmensstruktur hängt vom Produkt ab.» In einer Fabrik sei die individuelle Gestaltung der Arbeitsweise eingeschränkt. «Die Abläufe kann man nicht anpassen, höchstens das Arbeitsmodell.» Den Angestellten könnte zum Beispiel mehr Verantwortung übertragen oder flexible Arbeitszeiten angeboten werden.

Sinnvolle Arbeit

Ähnlich wie bei Camille Bloch sieht die Hierarchie beim sozialen Unternehmer Beat Fasnacht aus: «Ich bin Inhaber, ich übernehme die Verantwortung und das Risiko», lautet seine Devise. Er habe in seinem Leben immer wieder sein Hobby zum Beruf gemacht. «Wenn man etwas macht, woran man Freude hat, muss man sich nicht zur Arbeit zwingen», erklärte Fasnacht. Er sehe einen allgemeinen gesellschaftlichen Wandel in diese Richtung: «Die nächste Generation wird viel mehr fordern, zum Beispiel ein gutes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit und eine sinnvolle Tätigkeit.» Gerhard Andrey ergänzte: «Wir kämpfen nicht mehr ums Überleben, sondern um einen Sinn–auch im Beruf.» Die beiden sind sich einig: Die Arbeitgeber müssen sich diesen neuen Ansprüchen anpassen. «Es verändert sich alles extrem schnell. In Zukunft wird es eine grosse Vielfalt an neuen Unternehmensmodellen geben», so Andrey. Welches Modell sich durchsetzen und ob es überall das gleiche sein wird, sei unklar.

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