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«Arbeiten bis 70 ?»

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«Arbeiten bis 70 ?»

Finanzjournalist Beat Kappeler am UBS-Meeting in Düdingen

Der Anteil der Rentner liegt im Vergleich zu den Erwerbstätigen heute bei 1 zu 3,8. Im Jahre 2030 wird das Verhältnis bei 1 zu 2,5 liegen. Nach Ansicht von NZZ-Finanzjournalist Beat Kappeler muss aber das Rentenalter nicht erhöht werden, um die Zukunft der AHV zu sichern.

Von ARTHUR ZURKINDEN

«Muss ich bis 70 arbeiten?», lautete der Titel seines Referates, das Beat Kappeler an einer UBS-Veranstaltung in Düdingen hielt. Diese Frage konnte er ganz klar mit Nein beantworten. Allerdings sollten gewisse Korrekturen vorgenommen werden.

Hohe Erwerbsquote beibehalten

Nach Ansicht des Referenten muss die Volkswirtschaft in Schwung gehalten werden, um die Zukunft der AHV zu sichern. Dabei war es ihm ein Anliegen, dass die Erwerbsquote der 15- bis 64-Jährigen hoch bleibt. Wie er ausführte, sind in der Schweiz noch drei Viertel der Männer im Alter zwischen 55 und 64 Jahren erwerbstätig, gegenüber 30 bis 40 Prozent im EU-Raum. Für ihn wäre es auch gut, wenn die Frauen die Erwerbsquote erhöhen würden, indem z. B. mehr Betreuungseinrichtungen für die Kinder geschaffen werden.

Andererseits müssten auch Wachstumshemmnisse beseitigt werden. So wünschte er sich mehr Wettbewerb im Detailhandel, aber auch im Gesundheitswesen, im öffentlichen Verkehr, in der Kommunikation, im Strommarkt usw. Auch die Sanierung der öffentlichen Finanzen hat für ihn erste Priorität. «Die Schweiz hat die rasanteste Erhöhung der Staats- und Abgabenquote aller Industrieländer erlebt», gab er zu bedenken und war überzeugt, dass mit Reformen ein dauerhaftes und höheres Wachstum als bisher gesichert werden könnte. «Die angelsächsischen Länder machen uns dies seit Jahren glaubhaft vor.»

AHV als Mindestversicherung

Beat Kappeler sieht aber die AHV nicht als generelle Alterssicherung, sondern möchte sie auf eine Mindestversicherung reduzieren, wie dies in England und bald in den USA der Fall sein werde. Auf den Renten sollte zwar der volle Teuerungsausgleich gewährt werden, doch sollten sie nicht um die halbe Reallohnsteigerung aufgewertet werden – also Abschaffung des Mischindexes. Er sprach sich ebenfalls gegen Ausbauschritte der AHV aus.

Gescheiter Kassenobligationen
kaufen?

Beat Kappeler wies auch auf eine Studie hin, die besagt, dass die Jugendlichen der Jahrgänge 1990 eigentlich kein Interesse haben, in der AHV zu bleiben: «Ihre Beiträge minus die zu erwartenden Renten werden über ihr ganzes Leben nur zu zirka einem Prozent verzinst. Sie würden gescheiter Kassenobligationen kaufen und eine Lebensversicherung abschliessen», meinte er.

Bei der zweiten Säule plädierte er für die Abschaffung des Mindestzinssatzes. «Die Pensionskassen sollten frei sein, wie sie ihre Erträge auf die Alterskonten verteilen wollen», hielt er fest. Zudem sollten seiner Ansicht nach die heute unterschiedlichen Beitragssätze (7, 10, 15 und 18 Prozent, je nach Alter) vereinheitlicht werden, damit die Jungen früh mehr einzahlen und Zinseszinsen aufbauen können. «Die Älteren wären damit auf dem Arbeitsmarkt weniger benachteiligt», betonte er. Auch den Umwandlungssatz möchte er deutlich nach unten korrigieren. «Sonst ziehen die grossen Jahrgänge der Baby-Boom-Jahre mit viel zu hohen Renten in den Ruhestand, während die Jungen das Nachsehen haben.»

Zweite und Dritte Säule
stärker gewichten

«Die Zweite Säule ist als Altersvorsorge stärker zu gewichten als die AHV», lautete sein Fazit. Aber auch die Selbstvorsorge, die Dritte Säule, ist für ihn eine wichtige Ergänzung zu den zwei andern Säulen.

Wie man – losgelöst von politischen Entscheidungen – einen sicheren und ruhigen Lebensabend verbringen kann, zeigte in der Folge John C. Mauron, stv. Direktor und Leiter Financial Planning, UBS Region Westschweiz, auf. Olivier Groeflin, Associate Director UBS Global Asset Management, präsentierte verschiedene Möglichkeiten im Anlagebereich. Dabei hielt er fest, dass die UBS vorerst das Profil des Anlegers ermittle. Nach Beantwortung von elf Fragen könne er in eine der fünf Kategorien (Risiko-Ertrag-Profil) eingereiht werden.

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