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Auf den Dächern Freiburgs liesse sich Strom für 357 ebenso grosse Städte produzieren

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Würden alle Dächer der Stadt Freiburg mit Solarpanels ausgestattet, könnte Strom für 357 Städte produziert werden, die gleich gross sind wie Freiburg. Das haben Berechnungen des Katasteramts und der «Energiestadt» Freiburg ergeben. Denn die Stadt will das Potenzial der Solarenergie besser nutzen und stellt dafür ein neues Werkzeug zur Verfügung. Sie hat ein Solarkataster erstellt und auf der Homepage von Sitecof (système d’information du territoire) können Einwohner, Hausbesitzer und Architekten ausrechnen, welches Solarpotenzial ein Dach hat. Nächsten Mittwoch und Donnerstag stellt die Stadt das Tool vor.

 «Es ist eine Planungsgrundlage», sagt Barbara Ackermann, Verantwortliche der «Energiestadt» Freiburg. Wenn jemand sehe, dass sich sein Dach gut für Solarpanels eigne, müssten immer noch Planer hinzugezogen werden.

FN-Gebäude geeignet

Um das Solarkataster zu erstellen, überflog ein Flugzeug die Stadt mehrmals. So konnte die exakte Höhe der Gebäude und die Neigung der Dächer erfasst werden. Das Werkzeug auf der Homepage funktioniert nun ganz einfach: Man kann die Strasse und Hausnummer des Gebäudes in der Stadt eingeben und beispielsweise anklicken, ob man schauen will, ob sich das Dach für Fotovoltaik eignet. Es zeigt sich beispielsweise, dass sich das Gebäude an der Perollesstrasse 42, in dem sich die FN-Redaktion befindet, «exzellent» für den Einsatz von Solarpanels eignet.

In der Nähe befindet sich dagegen die Christ-König-Kirche. Die Fläche dieses Gebäudes ist schraffiert. Klickt man darauf, heisst es: «Auf Gebäuden der Zonen I und II sowie auf geschützten Gebäuden ist die Installation von Solarpanels verboten.» Bei der Berechnung nach dem theoretischen Potenzial der Solarenergie in der Stadt seien diese Dächer trotzdem berücksichtigt worden, sagt Ackermann. Viele der Gebäude, auf denen Solarpanels verboten sind, befinden sich im Burgquartier, in der ganzen Altstadt oder etwa auch in der Lausannegasse.

«Erneuerbare Energie ist ein dynamisches Gebiet», sagt Barbara Ackermann. So sei es künftig möglich, dass nicht mehr für ganze Zonen ein Verbot für Solarpanels gelte, sondern dass von Fall zu Fall entschieden werde.

Neues Gesetz

Den Einwohnern und Architekten einen Ansporn geben, die Solarenergie in die Planung einzubeziehen, sei ein Ziel des Solarkatasters gewesen, so Ackermann. Der Bund subventioniert Solarpanels, seit April 2014 gibt es zudem eine neue Art der Unterstützung für kleine Solaranlagen, die sich Einmalvergütung nennt. «Es ist ein schnelleres Verfahren», sagt Ackermann. Das kantonale Gesetz werde im Moment an das Bundesgesetz angepasst. Auch sei das Verfahren für den Einbau von Solarpanels vereinfacht worden: Es braucht keine Baueingabe mehr, sondern es genügt, das Dossier der Gemeinde zu schicken; sind die Richtlinien erfüllt, gibt sie die Bewilligung. Das laufe bei allen Gemeinden gleich, so Ackermann.

Solarenergie bereits stark

Ein weiteres Ziel des Katasters sei gewesen, das Potenzial der Solarenergie zu erfassen. Dies werde die Stadt nun in die gesamte Energiestrategie einbeziehen, die Teil der Ortsplanrevision sei. Momentan ist die thermische Solarenergie für die Warmwasseraufbereitung die am stärksten verwendete erneuerbare Energie in der Stadt, nach der Geothermie. Welchen Anteil am gesamten Stromverbrauch mit erneuerbarer Energie gedeckt wird, konnte Ackermann nicht sagen. 

«Die Stadt will mit gutem Beispiel vorangehen», sagt sie. So werden auf dem neuen Gebäude der Deutschsprachigen Orientierungsschule Freiburg Solarpanels eingesetzt.

Informationsabende: Feuerwehrlokal, Route de l’Aurore, Freiburg. Mi., 1. Oktober, und Do., 2. Oktober, jeweils 19 Uhr. www.sitecof.ch

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