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Auf Skateboards und Rollschuhen gegen Strassenbelästigung

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«Wheels Squad» ist ein Projekt mit dem Ziel, dass Finta-Personen sich die Strassen wieder aneignen können. Gründungsmitglied Loraine Coquoz erzählt, welchen Zusammenhang Sport und Belästigung haben.

Loraine Coquoz (32) ist Gründungsmitglied des Vereins Mille Sept Sans, der sich vor allem gegen Strassenbelästigung einsetzt. Der Verein gründete 2021 die Gruppe «Wheels Squad», was auf Deutsch so viel heisst wie Roller-Truppe. Mehrere Mitglieder hatten den Wunsch geäussert, Skateboard oder Inlineskates zu fahren, würden aber die mangelnde Zugänglichkeit der Freiburger Strassen und Skateparks für Finta-Personen (Frauen, Intersex-, Nonbinäre, Trans- und Agender-Personen) beklagen. Coquoz berichtet: «Die öffentliche Gruppe Wheels Squad wurde ins Leben gerufen, um diesen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich den öffentlichen Raum über den Rollsport anzueignen.»

Sport gegen Strassenbelästigung

Zur Frage, inwiefern Sport mit Strassenbelästigung zusammenhängt, antwortet Coquoz: «Strassenbelästigung ist eine Erscheinungsform des systemischen Sexismus. Diese unangemessenen und ungebetenen Verhaltensweisen sind Ausdruck eines Dominanzverhältnisses von Männern über andere Geschlechter.» Zahlreiche Studien hätten belegt, dass die Stadt von und für Männer gemacht wird, vor allem für Cis-Männer. Das Buch von Yves Raibaud beschreibe es. Loraine Coquoz erläutert, dass Frauen und LGBTIQ+-Personen die Strasse eher nutzten, um sich fortzubewegen, jedoch ohne sie kennenzulernen. Die Mehrheit der Täter von Strassenbelästigungen seien Männer. «Sportanlagen sind ein konkreter Beweis dafür, dass der öffentliche Raum geschlechtsspezifisch ist. Die Städte sind voll von Fussball- und Basketballplätzen, die wiederum voll von Männern sind», verdeutlicht Coquoz. Um das zu ändern, müsste die Gestaltung des öffentlichen Raums überdacht werden und die Geschlechterdimension in Stadtplanungsstudien und -projekte einbezogen werden. Coquoz fasst zusammen:

Finta-Personen sind in der Geschichte und im Sport wie auch im öffentlichen Raum unsichtbar.

Wichtige Ziele

«Wheels Squad» hat das Ziel, dies zu ändern. Gemäss dem Gründungsmitglied möchte die Gruppe Finta-Personen die Möglichkeit geben, Rollsportarten in einem sicheren Raum unter sich zu üben. So würden sie sich legitimiert fühlen, den öffentlichen Raum mit Skateboards oder Inlineskates zu erobern. Es ginge darum, sich gegenseitig Unterstützung anzubieten, damit Finta-Personen es wagen würden, mit einer Rollsportart anzufangen oder sich darin zu verbessern.

Ein klarer Erfolg

Gemäss dem Gründungsmitglied seien die öffentlichen Sitzungen im Indoor-Skatepark in der Blue Factory ein Erfolg gewesen. Zwischen 20 und 30 Personen mit unterschiedlichen Hintergründen hätten daran teilgenommen. Im Team hätten die Personen sich gegenseitig Techniken erklärt und gelobt. «In diesen Momenten herrschte viel Geschwisterlichkeit. Genau das, was wir suchten! Wir gingen voller Energie und positiver Schwingungen nach Hause», berichtet Coquoz. Jetzt gerade macht die Gruppe eine Pause, da der Skatepark geschlossen ist. Aber «Wheels Squad» ist am Planen, wie es weitergehen soll.

Verein Mille Sept Sans

Seit 2015 aktiv

Mille Sept Sans ist ein in Freiburg gegründeter Verein mit dem Ziel, sexueller und geschlechterspezifischer Gewalt im öffentlichen Raum vorzubeugen und Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Seit 2015 sind die Mitglieder des Vereins aktiv und haben sich zuerst vor allem mit Belästigungen auf offener Strasse beschäftigt. Der Verein engagiert sich mittlerweile auch für sogenannte Safe Spaces, die für jede und jeden zugänglich sein sollen. Safe Space ist ein aus dem englischsprachigen Raum stammender Begriff, der für Räume steht, in denen sich jeder Mensch wohlfühlen kann und sich selbst sein darf. Um eine Veränderung in der Gesellschaft zu erreichen und sexualisierte sowie geschlechterspezifische Gewalt zu bekämpfen, kreiert Mille Sept Sans verschiedene Projekte und informiert mithilfe sozialer Medien zum Thema.

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