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Auftritt vor unsichtbarem Publikum

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Die Blaskapelle Nord-Süd besteht aus 15 Musikanten, die sich durch ihr Spiel in der Militärmusik kennenlernten. Die Idee, eine Band zu gründen, fassten sie 2008 im Restaurant Nord-Süd in Bern, umgesetzt wurde sie 2011. Seither absolvieren sie rund zehn Auftritte jährlich.

Vor einem Jahr hat die junge Formation am Schweizerischen Blasmusiktreffen in Naters zu ihrer eigenen Überraschung den ersten Rang in ihrer Stärkeklasse belegt (die FN berichteten). Dabei war sie damals ohne Siegesambitionen angetreten, vor allem zur Standortbestimmung und um in der Szene Fuss zu fassen. Die fünf besten Formationen von Naters sind nun von der SRF-Musikwelle zu einer Live-Sendung mit Wettbewerb eingeladen worden. Dieser wird am kommenden Freitag ausgetragen.

Die Blaskapelle Nord-Süd ist die einzige unter den Teilnehmern, die in der Mittelklasse spielt, die anderen vier sind in der Höchstklasse. Das spielt aber keine Rolle, da für einmal nicht eine Jury aus Musikexperten Noten für den Auftritt verteilt. Vielmehr kann das Publikum per Telefonanruf bestimmen, welche der fünf Gruppen ihm am besten gefällt, wer also «Beliebteste Blaskapelle der Schweiz» wird.

«Das ist eine ungewohnte Situation für uns», sagt Klarinettist Christoph Sallin aus Heitenried. Alle Mitglieder von Nord-Süd spielten in Musikgesellschaften, die immer vor Publikum auftreten. «Dieses Mal werden uns 90 Prozent der Leute, für die wir spielen, nicht sehen, und wir sehen sie auch nicht.»

Dem Stil treu bleiben

Die Kapellen konnten ihre Stücke selbst auswählen. Nord-Süd hat deshalb auch nicht Werke ausgewählt, die einen Musikexperten durch besonders gelungene Intonation oder schwierige Passagen beeindruckt hätten. «Wir wollten unserem Stil treu bleiben und das spielen, was uns am besten liegt», erklärt Christoph Sallin. Sich treu bleiben heisst in diesem Fall, dass die Blaskapelle Nord-Süd dem sogenannten mährischen Stil treu bleiben will. Blaskapellen spielen entweder in böhmischer oder in mährischer Besetzung–beide spielen Polkas, Märsche und Walzer, aber unterschiedlich im Stil und im Tempo. Von herkömmlichen Musikgesellschaften in den Dörfern unterscheiden sich Blaskapellen dadurch, dass sie weniger Holzblasinstrumente aufweisen, dafür mehr Instrumente, welche die Melodien tragen, wie zum Beispiel Flügelhorn und Trompete.

Der nächste Hit

Die Blaskapelle Nord-Süd und Dirigent Markus Steimen haben zwei Polkas ausgesucht: «Die Katharinenpolka werden wir in einem ungewöhnlichen Tempo spielen, viel schneller, als dies andere Gruppen tun», erklärt Christoph Sallin. Das Stück sei bei bisherigen Auftritten immer gut angekommen. Die zweite Polka «Von Freund zu Freund» vom österreichischen Komponisten Martin Scharnagl fängt mit Solopartien an, hat einen ruhigeren Mittelteil und endet dann mit einem schnellen, getragenen Teil. Christoph Sallin ist begeistert von diesem Stück, das in der Szene immer beliebter wird und in Österreich bereits ein Hit ist. Das letzte Stück wird Anhängern der Kultband Flippers bekannt sein: Die Blaskapelle Nord-Süd spielt «Mexican Lady» in einer speziell für Blaskapellen arrangierten Version.

Aus allen Richtungen

Sehr viel Zeit für Extraproben hatte die Blaskapelle in den Wochen vor dem Auftritt nicht. «Wir sind alle sehr engagiert in verschiedenen Musikkorps», erklärt der Heitenrieder. Erschwerend kommt hinzu, dass das Ensemble aus sieben Freiburgern sowie Mitgliedern aus Bern, St. Gallen, Wallis und der Innerschweiz besteht, so dass Proben nicht einfach zu organisieren sind. Jedes Mitglied hat deshalb vor allem zu Hause noch einmal an den Stücken gearbeitet, um am Auftritt in Solothurn das Beste geben zu können.

Zum Wettbewerb

Zahl der Anrufer entscheidet

Wer am Freitag, 30. Oktober, den Titel «Beliebteste Blaskapelle der Schweiz» erhält, bestimmen die Radiozuhörer durch einen Telefonanruf. Die Live-Sendung der SRF-Musikwelle in Solothurn beginnt um 20 Uhr. Die Blaskapelle Nord-Süd tritt genau um 20.05 Uhr auf. Die Band hofft auf Unterstützung und wirbt bei ihrer Anhängerschaft auf ihrer Homepage, via Flyer und Facebook.im

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