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Aufwachen und anpacken!

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Vor 18 Monaten sprach ich am Rand einer öffentlichen Agglomerationsdebatte voll Sorge den ehemals christlich-sozialen Grossrat, seit 2006 unabhängigen und mittlerweile freisinnigen Oberamtmann Nicolas Bürgisser auf die demografische und wirtschaftliche Stagnation des Sensebezirks an. Man entgegnete mir damals ziemlich ungehalten, dass dies gar nicht stimme; meine Bemerkung sei ein typisches Beispiel für den grassierenden Hass (!) auf das Senseland … Als Nestbeschmutzer hingestellt, wehrte ich mich und versicherte dem Oberamtmann das Gegenteil: Der Kanton Freiburg und seine Hauptstadt brauchen einen starken Sensebezirk! Wenn das Umland der Stadt Freiburg schwächelt, bleibt auch die Hauptstadt – und damit der ganze Kanton – schwach. Gleichzeitig kann nur eine starke Agglomeration dem Sensebezirk positive Impulse verleihen. Umso erfreulicher ist es, dass diverse Sensler Grossräte jüngst für eine rasche Ausweitung der Agglomeration Freiburg eintraten. Sie hatten damit Erfolg – nicht zuletzt dank des Supports des Oberamtsmanns, der diese Linie seither konsequent unterstützt.

Die Statistiken der vergangenen Jahre zeigen es: Der Sensebezirk stagniert in absoluten und relativen Zahlen. Das Freiburger Wachstum, das zwischen 1960 und 1990 insbesondere auch vom Senseland getragen und angetrieben wurde, findet heute anderswo statt: im Greyerzbezirk, der den Sensebezirk rasant überholt halt; im See- und im Broyebezirk, die eine grosse Dynamik aufweisen; und im Saanebezirk, der mit der Kantonshauptstadt in einer eigenen Liga spielt. Angesichts dieser Stagnation in absoluten Zahlen (ja sogar Regression in relativen Zahlen!) haben manche Leute den Reflex, den Kopf in den Sand zu stecken. Bei Kritik macht man wie früher die Faust im Sack und zieht sich das falsche Mäntelchen der Bescheidenheit über. Am liebsten würde man wieder ein «Wändli ûm üsersch Ländli» bauen und dabei vergessen, dass die Pendler aus dem Sensebezirk – angesichts des schwachen Wirtschaftswachstums vor Ort – an vorderster Stelle auf Offenheit angewiesen sind, und dass die regionalen Unternehmen – angesichts des ungenügenden Bevölkerungswachstums – zuziehende Arbeitskräfte unbedingt benötigen.

Statt Abblocken und Ohrenverschliessen gilt es, die Menschen wach zu rütteln. Stete Innovation und nachhaltiges Wachstum sind gefragt – nicht anhaltende Stagnation! Es braucht Entwicklung und Stärkung der wirtschaftlichen Grundlagen – nicht falsche Selbstzufriedenheit! Behördenmitglieder, Volksvertreter, Wirtschaft und Kultur sollen vorausblickende Visionen und Strategien entwickeln – statt den Kopf in den Sand zu stecken und die Faust im Sack zu machen. Die Freiburger und Sensler Bevölkerung hat in der Geschichte immer wieder ihre Leistungsbereitschaft, Hartnäckigkeit und Schaffenskraft unter Beweis gestellt. Es ist höchste Zeit, dass auch der Sensebezirk – als grösster Teil Deutschfreiburgs – das 21. Jahrhundert einläutet!

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