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Aus dem Nichts zurück in der Serie

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Zum dritten Mal in Folge verpassten die Freiburger den Start ins Spiel komplett. Angefangen bei Torhüter Barry Brust. Bereits mit einer unterirdischen Abwehrquote von 76  Prozent in die gestrige Partie gestiegen, lag er mit einer Undiszipliniertheit auch gleich am Ursprung des ersten Gegentores. Nach nur gerade 63  Sekunden liess er sich zu einem Foul an Luganos Provokateur Maxim Lapierre hinreissen. Weil kurz darauf auch noch Laurent Meunier für ein Foul an Lapierre rausmusste, kamen die Tessiner bereits in der 3. Minute zu einer zweifachen Überzahl – die sie prompt ausnutzten.

Zum dritten Mal in dieser Serie ging Lugano früh im Spiel in Führung – zum dritten Mal folgte noch im Startdrittel gleich auch das 2:0. Auf dem Eis, wie so oft bei Gegentoren in dieser Serie: der Freiburger Paradeblock. Dieser wurde gestern noch einmal leicht umgestellt. Roman Cervenka, Andrei Bykow und Julien Sprunger bildeten auf dem Papier einen absoluten Topsturm. In der Praxis aber gelang dem Trio zu Beginn der Partie wenig. Als Sébastien Reuille in der 8. Minute den zweiten Treffer erzielte, schauten die drei genauso tatenlos zu wie Verteidiger Benjamin Chavaillaz. Kam hinzu, dass Brust es nicht schaffte, die Ecke zuzumachen. Obwohl ihm Reuille durchaus die Zeit dazu liess, brauchte der Lugano-Stürmer doch lange, um den Puck unter Kontrolle zu bringen.

Solide Rollenspieler

Nach dem 2:0 folgten Minuten, die zeigten, dass Gottéron rein von den spielerischen Möglichkeiten her nicht dermassen unterlegen ist, wie es die Resultate in den ersten beiden Spielen vermuten liessen. Plötzlich drückten die Freiburger, erzielten in der 13. Minute durch Tristan Vauclair den Anschlusstreffer. Dass es der vierte Block war, der das Tor erzielte, war durchaus passend. Die Rollenspieler lieferten auch bereits zu Beginn der gestrigen Partie solide Arbeit ab. Das nützt aber nicht viel, solange die Schlüsselspieler nicht nachziehen. In eine Phase hinein, in der Gottéron auf das 2:2 drückte, kassierte Andrei Bykow in der 17. Minute weit weg vom eigenen Tor eine unnötige Strafe. Wieder zeigte sich Lugano in Überzahl effizient. Jani Lajunen schoss von der Seite den viel zu früh zu Boden gegangenen Lorenz Kienzle an, der seinen eigenen Goalie zum 3:1 bezwang.

Schlägerei mit kathartischer Wirkung

Dass nach diesem einmal mehr verpassten Beginn der Frust auf Freiburger Seite gross war, zeigte sich in der 20. Minute, als in derselben Situation Tristan Vauclair Sébastien Reuille und Laurent Meunier Grégory Hofmann verprügelten. Das führte dazu, dass Lugano fünf Minuten in Überzahl spielen konnte, weil Vauclair eine Spieldauer-Disziplinarstrafe kassierte. Die Ausgangslage Gottérons schien aussichtsloser denn je, doch irgendwie schien das auf die Gästespieler eine kathartische Wirkung zu haben.

Gottéron überstand die fünf Minuten ohne grössere Probleme und lieferte danach im Mitteldrittel Lugano den schnellen, abwechslungsreichen und harten Playoff-Fight, den man sich aus Freiburger Sicht von Spiel eins an gewünscht hätte. Trotz Chancenplus schaffte es Freiburg aber vorerst nicht, das Skore zu verkürzen. In dieser Phase wurde ein weiteres Manko der Freiburger in dieser Playoff-Serie augenscheinlich: die mangelnde Effizienz.

Sowohl Sprunger als auch Jim Slater, der bei seinem Comeback mit seiner physischen Präsenz dem Team gut tat, scheiterten zum Ende des Mittelabschnitts aus bester Position. Sprunger am einmal mehr starken Elvis Merzlikins, Slater an mangelnder Geradlinigkeit, weil er alleine vor dem gegnerischen Torhüter noch einen Querpass spielte.

Cervenka für einmal mit einer Positivmeldung

Doch Freiburg liess sich nicht unterkriegen und spielte mit derselben Intensität weiter. Gleich zu Beginn des Schlussdrittels erzielte Michal Birner in Überzahl den erneuten Anschlusstreffer. Ein Tor, das Freiburgs Entschlossenheit weiter verstärkte. Der bereits lange in der Luft liegende Ausgleich gelang sieben Minuten vor Schluss schliesslich Roman Cervenka mit einem schönen Handgelenkschuss in Überzahl. Für den tschechischen Weltklasse-Stürmer, der mit einer Minus-5-Bilanz bisher zu den grossen Enttäuschungen dieser Serie zählt, war es der erste Treffer in diesen Viertelfinals.

Mottets Treffer ins Glück

Weil sich auch Brust markant steigerte und plötzlich wieder Selbstvertrauen und Sicherheit ausstrahlte, gab es bis zur Verlängerung keine weiteren Tore.

In der Verlängerung kamen dann beide Teams zu ihren Chancen, Brust zeigte einige Big Saves. Für die Entscheidung sorgte schliesslich Killian Mottet in der 76. Minute mit dem wunderschönen 4:3-Siegtreffer. Morgen bietet sich Gottéron die Möglichkeit, die Serie im heimischen St. Leonhard auszugleichen und damit definitiv neu zu lancieren.

Telegramm

Lugano – Gottéron 3:4 (3:1, 0:0, 0:2, 0:1) n.V.

6162 Zuschauer. – SR Eichmann/Stricker, Kovacs/Obwegeser. Tore: 3. Cunti (Sanguinetti/Ausschlüsse Mottet, Meunier) 1:0. 8. Reuille (Ulmer) 2:0. 13. Tristan Vauclair (Neuenschwander) 2:1. 17. Lajunen (Cunti, Sanguinetti/Ausschluss Sprunger) 3:1. 41. Birner (Bykow, Sprunger/Ausschluss Hofmann) 3:2. 53. Cervenka (Rossi, Sprunger) 3:3. 76. Mottet 3:4. Strafen: 7mal 2 plus 10 Minuten (Cunti) gegen Lugano, 8mal 2 plus 5 Minuten (Tristan Vauclair) plus Spieldauer (Tristan Vauclair) gegen Gottéron.

Lugano: Merzlikins; Furrer, Johnston; Ronchetti, Sanguinetti; Ulmer, Wellinger; Riva; Hofmann, Lajunen, Lapierre; Fazzini, Cunti, Romanenghi; Walker, Sannitz, Reuille; Vedova, Morini, Bertaggia.

Gottéron: Brust; Kienzle, Chavaillaz; Glauser, Stalder; Kühni, Schilt; Maret; Mottet, Slater, Birner; Sprunger , Bykow, Cervenka; Rossi, Schmutz, Marchon; Neuenschwander, Meunier, Tristan Vauclair; Fritsche.

Bemerkungen: Lugano ohne Brunner, Bürgler, Chiesa, Julien Vauclair (alle verletzt), Etem, Klasen, Sartori (alle überzählig), Gottéron ohne Abplanalp, Rathgeb (beide verletzt), Chiquet, Aebi, Rivera, Holos (alle überzählig). 45. Lattenschuss von Hofmann.

Stand (best of 7): 2:1.

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