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Ausgrenzung und Aberglauben

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Seit 2004 sind die Schauspielerin Nicole Knuth und die Sängerin Olga Tucek als Satire-Duo unterwegs, das geistreich, scharfzüngig und hochmusikalisch abrechnet mit allem, was in Politik und Gesellschaft schiefläuft. Das ist auch im aktuellen Programm «Hexe! – Ein Ritt auf dem Zaunpfahl» so, und doch ist darin einiges anders als gewohnt: Mit dem Thema der Hexenverfolgung wagt sich das Duo auf historisches Terrain und nimmt dabei bei jedem Auftritt Bezug auf Überlieferungen des jeweiligen Spielortes. Bei der Vorstellung von heute Abend im Kellerpoche in Freiburg geht es um Catherine Repond, besser bekannt unter dem Namen Catillon, die 1731 als letzte Person im Kanton Freiburg wegen Hexerei hingerichtet wurde. Der Fall sei zum einen besonders gut dokumentiert, zum anderen sei er zugleich exemplarisch und einzigartig, erklärt Olga Tucek. Doch auch andere Freiburger Hexen wie Itha Stucki, Jeanette Lasne und Margareth Python fänden Erwähnung.

Das Stück bewegt sich auf zwei Zeitebenen: In der Gegenwart wollen Kunststudenten einen Film über die Hexenprozesse am Spielort drehen, während auf der historischen Ebene das jeweilige Fallbeispiel, in Freiburg jenes von Catillon, erzählt wird. Die Grundthemen seien unabhängig vom Ort stets die gleichen, so Tucek: «Es geht um Ausgrenzung, Denunziation, Sündenbock-Funktion, Aberglauben, Folter und Justizwillkür, aber auch um bekannte Topoi der Hexenverfolgung wie den Pakt mit dem Teufel oder den Schadenzauber.» Trotz der Gemeinsamkeiten gebe es lokale Unterschiede: Bei der Arbeit an der Freiburger Version etwa sei ihnen die grosse Auswahl an Folterinstrumenten aufgefallen, auf welche die hiesigen Henker zurückgreifen konnten.

Kellerpoche, Samaritergasse 3, Freiburg. Fr., 13. Januar, 20.15 Uhr.

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