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Berner Zustimmung für die Idee eines Flamatter Autobahndachs

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Die Idee, die Flamatter Autobahn zu überdachen, um darauf eine BLS-Werkstatt zu bauen, stösst bei den Gegnern des Berner Standorts Chliforst auf Zustimmung.

Die BLS muss in den nächsten Jahren einen neuen Standort für den Bau einer Instandhaltungswerkstätte finden – einer Werkstätte, in der die Züge gereinigt, Reparaturen und Servicearbeiten durchgeführt werden. Das Bahnunternehmen hat vor, diesen Millionenneubau im Westen von Bern, im Gebiet Chliforst, zu realisieren. Dort gibt es aber immer mehr Opposition. Nachdem am Montag die Region Sense und der Kanton Freiburg einen Alternativstandort ins Spiel gebracht haben, erhält diese Idee nun aus dem Lager der Chliforst-Gegner Zuspruch.

Mehrere Vorteile

«Der Standort Flamatt muss seriös geprüft werden», heisst es in einer Medienmitteilung der Interessengemeinschaft Riedbach. Die IG hat sich vor einigen Jahren gegründet, um geeint gegen den Standort Chliforst zu kämpfen. Sie schreibt, dass mit dem Freiburger Projekt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden könnten: den Autobahnlärm eindämmen, Arbeitsplätze schaffen und Kulturland einsparen.

Freiburger Beispiel

Dass die Freiburger die Initiative ergriffen haben und selbst eine Machbarkeitsstudie ausarbeiten lassen, sei ein gutes Beispiel, zumal gar der höchste Freiburger Regierungsvertreter, Jean-François Steiert, bei der Präsentation des Projekts dabei war. «Die BLS und der Kanton Bern müssen nun reagieren und Chliforst vergessen», fordert die IG Riedbach in ihrer Mitteilung. «Was schon 2015 ein Irrsinn war, ist 2021 noch undenkbarer geworden: Warum wertvolles Kulturland überbauen und Naherholungsgebiete der Stadt Bern zubetonieren, wenn Alternativen vorhanden sind?», fragt die IG weiter und bedauert, dass die BLS nicht offen für Alternativvorschläge ist und alle Ideen bisher immer verworfen hat, «und stur in Richtung Bern-West weiterplant».  Diese Haltung widerspreche dem angeblich so ökologischen
Transportmittel Eisenbahn.

Gegnerschaft immer stärker

Die IG kritisiert in der gleichen Mitteilung den Berner Regierungsrat. Er weise Vorstösse von Grossräten zurück und lasse der BLS – wie schon bei der Subventionsaffäre – freie Hand. Die Gruppe erinnert aber daran, dass die Gegnerschaft gegen die geplante Werkstätte im Chliforst immer grösser wird. «Der Kampf dagegen wird lang und hart, und wir sind überzeugt, dass wir ihn gewinnen.» Die BLS sei deshalb gut beraten, einen Standort zu evaluieren, der von der Bevölkerung akzeptiert wird. Im ländlichen Westen der
Stadt Bern sei das nicht der Fall. Die Zeit sei reif, dass die involvierten Unternehmen und Ämter nun Verantwortung übernehmen und das Projekt auf der grünen Wiese beerdigen. «Der Standort Flamatt muss überprüft werden, und die BLS sollte alles daran setzen, dass dieser auch realisiert werden kann.»

Weitere Reaktion

Flamatt eignet sich schlecht, sagt Regierungsrat Christoph Neuhaus

Auch der Berner SVP-Regierungsrat Christoph Neuhaus, Bau- und Verkehrsdirektor, meldet sich als Reaktion auf den FN-Artikel über die Idee eines Autobahndachs in Flamatt. Er begrüsse, dass diese Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wird, schreibt er in seiner E-Mail. Doch er erinnert auch daran, dass die unabhängige Begleitgruppe bereits 2015/16 den Standort Flamatt überprüft habe. Das beauftragte Ingenieurbüro habe damals dargelegt, dass mehrere Dinge gegen diesen Standort sprechen. Zum einen der Platz, das Trassee sei zu schmal für eine Werkstätte. Dann sei der Anschluss ans Streckengleis zu schwierig, und schliesslich sei die nötige Überdachung der Autobahn teuer. «Salopp gesprochen, kann man die Überdachung auch mit einer Brücke vergleichen: Zuerst müssen Sie über die Autobahn eine mächtig starke Brücke bauen, auf welcher dann noch eine Bahnwerkstatt gestellt wird, in welcher tonnenschwere Züge gewartet werden. Das ist ganz bestimmt eine eher teure Lösung», schreibt Christoph Neuhaus. Die Begleitgruppe habe deshalb diese Variante nicht weiterverfolgt und den zuständigen Freiburger Staatsrat Maurice Ropraz im September 2016 darüber orientiert. «Wenn aber die Machbarkeitsstudie etwas Besseres hervorbringt als alles bisher Geprüfte, würde mich das natürlich freuen.» im


Kommentare (3)

  • 15.09.2021-Hugo Niemer

    Das ist eine ganz tolle Idee! Es wird praktisch kein Kulturland vernichtet, die Lärmbelästigung von Flamatt wird verringert und die Anlage wird direkt vom Autobahnanschluss her erschlossen.
    Zusätzliche Arbeitsplätze und Steuereinnahmen sind eine weitere angenehme Nebenerscheinung.
    Der Autobahnviadukt wird eh bleiben, bis da irgendwo Geld gefunden wir um den zu verlegen sind wir alle schon längst Geschichte….

  • 14.09.2021-Fuhrer Hans

    Muss leider hier meinen Frust ablassen.
    Super anschtatt Autobahn, 24 stunden Werkstatt lärm und das vor unserem Grundstück.
    Dann lieber Autobahn die in der Nacht weniger Lärm erzeugt.
    Habe kein dreck und Lärm (Bauarbeiten über Monate,Jahre).
    Flamatt Dorf hat nicht weniger lärm von der Autobahn, da nur Oberflamatt Überdacht wird laut Plan.
    Übrigens, Flamatt kennt man dank dem scheusslichen Viadukt auch im Ausland.

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