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Beste Saisonleistung nicht belohnt

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Auch ohne die gestern fehlenden Schweden Robert Nilsson (verletzt) und Fredrik Pettersson (krank) liest sich die Teamaufstellung der Lions wie das Who’s who des Schweizer Eishockeys. Auf diese Saison hin veredelten illustre Namen wie Denis Hollenstein, Simon Bodenmann, Maxim Noreau und natürlich der Ex-Freiburger Roman Cervenka das Kader des Meisters zusätzlich. Mit drei Niederlagen und nur einem Sieg (gegen Aufsteiger Rapperswil) aus den ersten vier Spielen konnten die Zürcher ihre geballte Ladung Talent indes noch nicht wunschgemäss in Punkte ummünzen. Noch fehlt es dem Team des neuen Trainers Serge Aubin an der Konstanz, so auch in dieser Woche, als auf die starke Vorstellung in Zug (3:0-Sieg am Dienstag) am Donnerstag ein mühsam erarbeiteter 4:3-Overtime-Sieg gegen Ambri folgte.

Schwächen im Abschluss

Für die dritte Partie innerhalb von vier Tagen nahm Aubin bei seiner Rückkehr nach Freiburg – der Kanadier hatte von 2009 bis 2011 für Gottéron gestürmt – nur einen Wechsel vor: Lukas Flüeler kehrte für Niklas Schlegel in den Kasten zurück. Der Gästehüter konnte sich nach dem mit hohem Rhythmus gespielten Startabschnitt nicht über fehlende Arbeit beklagen – und dennoch lagen seine Farben vorne. Wie die Zürcher hat auch Gottéron trotz seiner zuletzt drei Erfolge in Serie noch nicht zu dem angestrebten stabilen Spiel gefunden. Zu undiszipliniert agierten die Freiburger zuweilen noch immer, so wie etwa Lukas Lhotak, der sich im Angriffsdrittel eine überflüssige Strafe einhandelte. Das 1:0 für die Lions nach nur gerade elf Sekunden Überzahlspiel war dann eine Kopie des Siegestreffers keine 24  Stunden zuvor gegen Ambri: Pass von Cervenka an die blaue Linie auf Noreau, Schuss, Tor. Das 2:0 durch Youngster Jérôme Bach­ofner fiel völlig entgegen dem Spielverlauf, zeigte jedoch eindrucksvoll das offensive Potenzial der Zürcher auf. Doch allmählich lässt sich Freiburg wie bereits in der ersten Saison von Trainer Mark French auch dann nicht mehr aus der Ruhe bringen, wenn das Skore nicht zu seinen Gunsten ist.

Im Halbminutentakt liefen die Freiburger an und versuchten, Flüeler unter Druck zu setzen, wobei die Qualität der Abschlüsse noch ungenügend war. Erfolgsbringend war schliesslich ein Konter, den Lukas Lhotak sicher verwertete und damit seine Strafe halbwegs wiedergutmachen konnte. Gottéron blieb am Drücker und hatte im Mittelabschnitt zunächst gleich zweimal im Powerplay die Chance zum 2:2. Das Überzahlspiel war zwar ansehnlich, aber weiter zu wenig gefährlich. Der grösste Sünder war Killian Mottet, der das offene Tor verfehlte (26.).

Miller fällt aus

In Hälfte zwei des Mitteldrittels verzeichneten die Gastgeber dann aber einen kleinen Bruch in ihrem Spiel. Die Intensität der ersten 30  Minuten konnte nicht ganz gehalten werden; überdies fiel der Amerikaner Andrew Miller, der am Dienstag in Davos mit seinen ersten beiden Toren Aufwärtstendenz bewiesen hatte, definitiv aus, nachdem er es nach einer Behandlung in der Kabine nochmals versucht hatte. Miller habe sich am Unterkörper verletzt und werde heute Morgen genauer untersucht, gab Trainer Mark French nach dem Spiel bekannt.

Die Lions mit einem insgesamt diskreten Cervenka kamen hingegen zusehends auf, und es war in dieser für das Heimteam heiklen Phase Torhüter Reto Berra, der mit zahlreichen Interventionen die Freiburger in Schlagweite halten konnte.

Somit blieb es bei einem engen Spiel, so wie es in den letzten Jahren zwischen diesen beiden Teams nicht selten der Fall gewesen war. Gottéron zeigte gegen den starken Titelverteidiger wohl seine bisher beste Leistung der Saison – unter Berücksichtigung, dass die Davoser am Dienstag nur schwache Gegenwehr geliefert hatten. Trotzdem reichte es nicht zu Punkten, weil Nathan Marchon – alleine vor dem untadeligen Flüeler – und Julien Sprunger in den letzten Minuten beste Möglichkeiten nicht nutzen konnten.

Tigers mit Ausrufezeichen

«Leider haben wir den Lions zwei schnelle Tore ermöglicht, dann haben wir aber vor einem starken Berra gut gespielt und eine wirklich solide Partie gezeigt», haderte Stürmer Makai Holdener nach dem Spielende. «Deshalb ist diese Niederlage nicht ganz so einfach hinzunehmen.» Eine nicht weniger gute Leistung wird heute von den Freiburgern gefordert sein, wollen sie in Langnau wieder auf die Siegesstrasse zurückkehren. Die SCL Tigers dominierten gestern in der Resega Lugano beim 4:1-Sieg klar. Der Schlüssel zum Sieg ist für Holdener simpel: «Wir müssen unsere Chancen im Gegensatz zur heutigen Partie nutzen.»

Sollte Miller heute ausfallen, dürfte Laurent Meunier zu seinem Saisondebüt gelangen. Und im Tor dürfte French von seinem ursprünglichen Vorhaben, Ersatzgoalie Ludovic Waeber erstmals Spielpraxis zu gewähren, nach dieser Heimniederlage wieder abkommen.

Telegramm

Gottéron – ZSC Lions 1:2 (1:2, 0:0, 0:0)

5599 Zuschauer. – SR Koch/Salonen, Gnemmi/Kaderli. Tore: 3. Noreau (Cervenka/Ausschluss Lhotak) 0:1. 9. Bachofner (Suter) 0:2. 11. Lhotak (Birner, Slater) 1:2. Strafen: 1xl 2 Minuten gegen Gottéron, 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.

Freiburg-Gottéron: Berra; Holos, Stalder; Abplanalp, Chavaillaz; Schneeberger, Furrer; Schilt; Mottet, Slater, Birner; Rossi, Bykow, Marchon; Sprunger, Walser, Miller; Lhotak, Schmutz, Vauclair, Holdener.

ZSC Lions: Flüeler; Noreau, Marti; Klein, Phil Baltisberger; Karrer, Berni; Sutter, Blindenbacher; Shore, Cervenka, Bodenmann; Hollenstein, Suter, Bachofner; Chris Baltisberger, Prassl, Wick; Hinterkircher, Schäppi, Miranda.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Geering, Nilsson, Herzog (alle verletzt) und Pettersson (krank), Freiburg ohne Meunier, Marco Forrer und Sandro Forrer (alle überzählig). Miller verletzt ausgeschieden (40.). – Timeout Gottéron (58.).

Die FN-Besten: Berra, Flüeler.

Der heutige Gegner

Die Fakten zu den SCL Tigers

• Verteidiger Andrea Glauser hat sich nach seinem Wechsel zu den Tigers sofort etabliert: Im ersten Block kommt der Düdinger auf über 18  Spiel­minuten pro Spiel (1 Tor, 3 Assists).

• In der Verteidigerhierarchie weit hinten ist hingegen der weitere Ex-Gottéron-Spieler Larri Leeger, der auf knapp 10  Minuten pro Match kommt.

• Bei Langnau teilen sich wie gehabt Ivar Punnenovs und Damiano Ciaccio die Arbeit zwischen den Pfosten. Beide mit Erfolg: Die Fangquoten lagen vor der gestrigen Runde bei 91,5 Prozent (Punnenovs) und sogar bei 93,15 Prozent (Ciaccio).

fs

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