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Brot und spielerische Freude

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Brot und spielerische Freude

Marlène Marmy aus Morens bezaubert ihre Kunden mit frischem Brot und guter Laune

Die Marktfahrerin Marlène hat ihren Stammplatz auf dem Mittwoch-Märit neben der Bushaltestelle auf dem Python-Platz. Wie durch ein Eingangstor passieren die Marktbesucher die schmale Stelle zwischen dem Fussgängerstreifen und dem Brotstand, vorbei an der immer fröhlichen Marlène.

Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

Seit 18 Jahren fährt die quirlige Freiburgerin mit dem unverwechselbaren Französisch aus dem Broyebezirk zum Mittwoch-Markt nach Freiburg. Zu Beginn ihrer Marktfahrer-Karriere ist sie allerdings ins nahe gelegene Payerne gefahren. Damals waren in ihrem Angebot Eier, zwei bis drei selbst gebackene Brote und ein paar Konfitürengläser.

Wie kommt eine Mutter von vier Töchtern und Hausfrau dazu, ihre Produkte auf den Markt zu tragen? «Ich wollte neben dem Haushalt und der Kinderbetreuung einfach ab und zu noch etwas anderes sehen», erzählt die zierliche Marlène. Sehr früh verheiratete sie sich mit Martin Marmy und kümmerte sich um ihre Kinder. Daneben pflanzte sie, wie viele ihrer Nachbarn auch, Cornichons an für die Konservenfabrik der Migros in Estavayer.

Sie erinnert sich noch sehr gut an den Wägemeister der Migros, der jeweils von Dorf zu Dorf fuhr und mit einem Messstab die Grösse der Gürklis feststellte. Die Ernte wurde abgewogen und entsprechend honoriert. Eines Tages brachte der Ehemann Martin 20 Hennen nach Hause, und Marlène versuchte, die Eier zu verkaufen. Die Marktidee war geboren.

Dass ein Verkaufsstand mit Eiern, zwei Broten und vielleicht noch einigen Konfitüregläsern nicht der grosse Verkaufshit wurde, war ihr bald klar. Die initiative Frau lernte während einer Landschulwoche ihrer Kinder, wie man Brot backt, und setzte diese Kenntnisse sofort um.

Selbst ist die Frau

Heute produziert Marlène Marmy in ihrem Kellerlokal mit zwei grossen Elektroöfen und zwei Mischgeräten die Teige für ihre Produkte. Jeden Dienstagmorgen um fünf Uhr bereitet sie die Biscuitteige zu. Die Änisbrötli, Vanillegutzis und die Bricelets kommen zuerst an die Reihe. Anschliessend mischt sie die Teige für das Brotsortiment. Zöpfe, Vollkornbrot mit Sesam und Leinsamen, Nussbrot und Halbweissbrot gehören ins Grundsortiment. Auch die typische Freiburger Spezialität, «Cuchaule» genannt, backt Marlène. Eine Messerspitze Safran im Teig bewirkt die schöne goldgelbe Farbe. Das Kleingebäck wie Rosinenbrötli und Vanillebrötli, «Salées» genannt, findet ebenfalls grossen Anklang bei den Kunden.

Bei der Familie Marmy ist vieles in Frauenhand. Chantal, eine Schwester von Marlène, liefert den Blüten- und Waldhonig aus der eigenen Bienenzucht, und die Tochter Karin fabriziert die hausgemachten Sirup-Spezialitäten. Silviane, die andere Tochter, kocht aus allen möglichen Beeren ihre Hausfrauen-Konfitüre, Ehemann Martin hilft beim Verkauf – aber die Chefin heisst hier Marlène. Wer würde der noch nicht 50-jährigen Frau ansehen, dass sie bereits sieben Enkelkinder hat? Frauenpower wirkt sich bei Marlène auf sympathische Weise aus. Manch eine Kundin, die ihr Brot oder die Konfitüre am Stand von Marmys kauft, tauscht mit der lebenserfahrenen Frau einige private Worte, immer im Wissen darum, dass nichts weiter-getragen wird. Brot gehört zum Leben und manch eine Lebenserfahrung wird in den Teig geknetet.

Marlène und Martin Marmy, 1541 Morens, Tel. 026/660 34 53. Jeden Mittwoch auf dem Markt in Freiburg, Python-Platz.

Rezepte der Woche

Hausbrot (2 Brote à 750 g)

1 Esslöffel Salz, 500 g Weizenmehl, 500 g Vollkornmehl (Dinkel, Weizen, Roggen), 15 g Hefe, 6,5 dl lauwarmes Wasser

Salz und Mehl in einer Schlüssel mischen. Hefe mit dem Wasser gut verrühren, zum Mehl geben und vermischen. Zu einem weichen, glatten Teig kneten. Zugedeckt um das Doppelte aufgehen lassen.

Zwei Brote formen, nochmals 30 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 240°C vorheizen. Brote vor dem Einschieben mehlen und je einmal schräg tief einschneiden.

Feuerfestes Förmli mit Wasser unten in den Ofen stellen. Brote bei 240°C 10 Min. backen, dann Hitze auf 200°C stellen und noch rund 30 Minuten fertig backen.

Das Brot ist fertig, wenn es eine braune Kruste hat und einen hohlen Klang, wenn man mit dem Knöchel auf die untere Seite klopft.

Holunderblütensirup

6-8 Holunderblütendolden, 2 Liter kochendes Wasser, 2 kg Zucker,

40 g Zitronensäure (aus der Drogerie)

Holunderblüten gut ausschütteln, damit sich die kleinen Mücken entfernen. In ein grosses Gefäss geben, mit dem Wasser übergiessen. Zucker und Zitronensäure beifügen, gut umrühren. Einen bis
zwei Tage stehen lassen, gelegentlich umrühren, damit sich Zucker und Säure gut auflösen. Dann den Sirup durch ein Sieb oder Tuch filtrieren.

Den Sirup in einer grossen Pfanne aufkochen. In ausgekochte Glasflaschen abfüllen, sofort verschliessen. Kühl und dunkel aufbewahren und innerhalb eines Jahres aufbrauchen.

Tipp: Wenn möglich kleine Flaschen verwenden. Geöffnete Flaschen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei bis vier Wochen konsumieren.

Pfefferminzsirup

1 Tasse (2 dl Inhalt) Pfefferminzblätter ohne Stiele, 2 Liter kochendes Wasser,2 kg Zucker, 40 g Zitronensäure (aus der Drogerie)

Pfefferminzblätter waschen, in ein grosses Gefäss geben, mit dem kochenden Wasser übergiessen. Zucker und Zitronensäure beifügen, gut umrühren. Einen bis zwei Tage stehen lassen, gelegentlich umrühren, damit sich Zucker und Säure gut lösen. Dann den Sirup durch ein Sieb oder Tuch filtrieren.

Den Sirup in einer grossen Pfanne aufkochen. In ausgekochte Glasflaschen abfüllen, sofort verschliessen. Kühl und dunkel aufbewahren und innerhalb eines Jahres aufbrauchen.

Tipp: Wenn möglich kleine Flaschen verwenden. Geöffnete Flaschen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei bis vier Wochen konsumieren.

Hauswirtschaftliche Beratung, Grangeneuve

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