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Bulls verlieren gegen das Schlusslicht

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Wer im Strichkampf steckt und zu Hause den Tabellenletzten empfängt, rechnet grundsätzlich mit einem Dreier. Am Samstag im Spiel zwischen Düdingen und Chur mussten die Bulls am Ende allerdings mit dem einen Punkt sogar noch zufrieden sein. Die Churer beklagten in diesem spielerisch äusserst bescheidenen Spiel drei Stangenschüsse, den letzten ein paar Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit.

In der Overtime, die der Heimklub in Überzahl begann, fanden die Gäste 11 Sekunden vor Schluss doch noch einen Weg, den Zusatzpunkt zu holen. Der Doppeltorschütze und bester Feldspieler auf dem Eis, ­Luca Infanger, legte nahe vor dem Tor für seinen Sturmkollegen Alexander Tkachenko auf – und dieser hob den Puck mit der Backhand am machtlosen Bulls-Keeper Yann Fèvre vorbei in den Netzhimmel. Über den ganzen Match gesehen ging der knappe 3:2-Sieg des erstaunlich kompakt auftretenden Schlusslichts in Ordnung; die Sensler hatten mit ihrer ungenügenden Offensivleistung ganz einfach keine drei Punkte verdient. Fünf Runden vor Schluss der Qualifikation liegen die Bulls immer noch einen Punkt unter dem Strich, ab sofort ist jedoch in Heimspielen ein Sieg absolute Pflicht, so auch am Mittwoch gegen Star Forward.

Noch in der Findungsphase

Normalerweise sollten in der jetzigen Phase der Meisterschaft das Spielsystem und das Zusammenspiel in den Linien klappen, leider ist dies laut Trainer Thomas Zwahlen bei den Bulls nicht so. Die vielen Absenzen führten dazu, dass der Trainer seine Blöcke praktisch von Spiel zu Spiel neu formieren musste und dadurch kaum ein normaler Trainings- und Meisterschaftsbetrieb möglich war. Gegen die defensiv gut stehenden Churer, die zudem mit Hüter Leon Sarkis einen sicheren Wert zwischen den Pfosten hatten, konnten die Bulls bei fünf gegen fünf trotz einiger Chancen nicht treffen, erst im achten Powerplayanlauf acht Minuten vor Schluss fiel durch Luca Knutti endlich das 1:2-Anschlusstor. Als dann Flügelstürmer Benjamin Bussard zwei Minuten vor Schluss wiederum in Überzahl nach einem schönen Angriff sogar auf 2:2 stellen konnte, war für die unglaublich nervös spielenden Sensler plötzlich sogar wieder ein Sieg im Bereich des Möglichen. Trainer Zwahlen stellte ab der 50. Minute auf nur noch drei Blöcke um und konnte so den Druck auf die immer passiver werdenden Bündner erhöhen; zum Sieg in der Verlängerung reichte es dann trotz einer erneuten Überzahl nicht mehr. Im Gegenteil, wie schon beim zweiten Gegentor machte man hinten einen Fehler zu viel, den die viel effizienteren Gäste zum Siegestreffer ausnützten. Bulls-Trainer Thomas Zwahlen nannte diesen Treffer ein «Scheissgoal», das seine Mannschaft in dieser wichtigen Phase eigentlich hätte verhindern können, ja müssen.

Luca Infanger Mann des Tages

Spieler des Tages war der erst 22-jährige Luca Infanger. Er war mit zwei Toren und einem Assist klar der Matchwinner des Abends. Dazu traf der nominell nur im vierten Sturm aufgestellte Flügel noch zweimal die Torumrandung. Es würde jedenfalls niemanden verwundern, wenn dieser technisch begabte Skorer nächste Saison eine Liga höher auflaufen würde. Ein solcher Skorer, der aus den wenigen, aber durchaus vorhandenen Chancen die nötigen Tore geschossen hätte, fehlte den Bulls an diesem Abend. Denn trotz schwachem Auftritt wäre am Ende sogar mehr drin gelegen, denn der unsichere Schiedsrichter schickte bei jeder zweifelhaften Aktion der hart, aber fair einsteigenden Gäste jeweils einen Spieler raus, sehr zum Unmut ihres bekannten Trainers Konstantin Kurashev. Im Boxplay stand der Sieger jedoch bis auf die zwei späten Gegentore jeweils gut, allerdings waren die Abschlüsse der Bulls alles andere als gezielt abgegeben.

Jetzt folgen für die Bulls noch fünf wegweisende Spiele: Die Gegner sind Star Forward und Wiki-Münsingen zu Hause sowie Bülach, Chur und Thun auswärts. Noch ist laut Trainer Thomas Zwahlen vieles möglich, eine Leistungssteigerung der ganzen Mannschaft sei jedoch vonnöten. Zum Glück hielt der neue junge Hüter Yann Fèvre gegen Chur gut und zeigte damit, dass seine Vorderleute in der Endphase der Meisterschaft auf ihn zählen können. Anders sieht es bei den Bündnern aus, die den Rückstand auf den Strich nicht mehr werden wettmachen können, aber ja beim jetzigen Modus auch nicht absteigen können. Und dies ist gut so, denn die Mannschaft hat in Düdingen gezeigt, dass sie in dieser ausgeglichenen Liga an einem guten Tag durchaus mithalten kann.

Telegramm

Düdingen – Chur 2:3 n.V. (0:0, 0:1, 2:1, 0:1)

Regional-Eisbahn Sense-See. – 236 Zuschauer. – SR P. Michaud (Urfer/Abbet).

Tore: 38. Infanger (Schwab) 0:1, 46. Infanger 0:2, 52. Knutti (Blanchard, Zwahlen/ 5 gegen 4) 1:2, 58. Bussard (Thom, Blanchard/ 5 gegen 4) 2:2, 65. (64.49) Tkachenko (Infanger) 2:3.

HC Düdingen Bulls: Fèvre; Tschanz, Zwahlen; Thom, Blanchard; Kohler, Buillard; Nussbaumer; Knutti, Holzer, Maillard; Kessler, Fontana, Bussard; Schlapbach, Baeriswyl, Braichet; Roggo, Spicher, Chassot; Perdrizat.

EHC Chur Capricorns: Sarkis; John, Urech; Isler, Roussette; Schwab, Hogel; Waidacher; Scherrer, Bucher, Zahner; Bischofberger, Rutzer, Tkachenko; Sieber, Knuchel, Szabò; Infanger, Monstein, Vrabec.

Strafen: Düdingen Bulls 4 x 2 Minuten; Chur Capricorns 10 x 2 Minuten.

Bemerkungen: Düdingen ohne Zaugg, Hayoz, Schmid, Stettler und Dousse (alle verletzt); Chur ohne Engler, Arpagaus, Fischer, Monstein, Rossi, Horber und Ehringer. Time-out Düdingen Bulls (58.). Pfostenschüsse: Isler (27.), Infanger (35.), Infanger (60.). Wahl zu den besten Spielern: Baeriswyl, Sarkis.

Swiss Regio League. Die weiteren Resultate: Seewen – Bülach 2:4. Thun – Basel-Kleinhüningen 3:1. Wiki-Münsingen – Valais Chablais 5:1. Sierre – Dübendorf 2:1 n.V. Star Forward Lausanne-Morges – Huttwil 2:11.

Rangliste: 1. Sierre 27/62. 2. Huttwil 27/54. 3. Valais Chablais 27/53. 4. Dübendorf 27/51. 5. Wiki-Münsingen 27/51. 6. Basel-Kleinhüningen 27/41. 7. Thun 27/37. 8. Bülach 27/31. 9. Seewen 27/30. 10. Düdingen 27/30. 11. Star Forward Lausanne-Morges 27/25. 12. Chur 27/21.

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