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Bund kauft 150‘000 Dosen von drittem Corona-Impfstoff

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Personen in der Schweiz, die aus medizinischen Gründen nicht mit einem mRNA-Impfstoff geimpft werden können oder wollen, bekommen mit dem vektorbasierten Impfstoff von Johnson & Johnson bald eine Alternative.

Die Schweiz kauft 150‘000 Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson gegen das Coronavirus. Das Vakzin soll diese Woche geliefert und nächste Woche an die Kantone verteilt werden, wie Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch auf Twitter mitteilte.

Der Bund habe mit der Firma Janssen des US-Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen, gab auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bekannt. Der vektorbasierte Impfstoff ist in der Schweiz primär für Personen gedacht, die aus medizinischen Gründen nicht mit einem mRNA-Impfstoff geimpft werden können oder wollen. Er stehe aber auch anderen Impfwilligen zur Verfügung.

Der Abschluss eines solchen Vertrags für einen dritten Impfstoff in der Schweiz war zuvor von den Experten des Bundes angekündigt worden. Mit diesem sollen unter anderem jene Leute zu einer Impfung bewogen werden, die skeptisch sind gegenüber der neuen mRNA-Wirkstofftechnologie von Pfizer/Biontech und Moderna.

Der Impfstoff von Janssen wird nur einmal verabreicht. Er bietet laut dem Bund einen «sehr guten Schutz vor Hospitalisationen und schweren Verläufen».

Schnupfenvirus-basiert

Das Vakzin Ad26.COV2.S basiert auf einem menschlichen Schnupfenvirus, das zusätzlich den Bauplan der Spike-Proteine des Coronavirus enthält. Auf der Grundlage dieser Proteine wird in den menschlichen Immunzellen die gewünschte Immunantwort gegen das Coronavirus ausgelöst.

Studiendaten zeigten in den untersuchten Altersgruppen eine Wirksamkeit von durchschnittlich 66,9 Prozent. Schwere und kritische Verläufe der Erkrankung könnten zu fast 85 Prozent verhindert werden.

Nicht für Schwangere

Die Eidgenössische Kommission für Impffragen (Ekif) und das BAG empfehlen den Impfstoff von Janssen allen Personen ab 18 Jahren, die sich aus medizinischen Gründen nicht mit einem mRNA-Impfstoff impfen lassen können oder die mRNA-Impfstoffe ablehnen.

Ausgenommen von der Empfehlung sind Schwangere und Personen mit Immundefiziten. Diesen empfehlen die Behörden weiterhin einer der beiden mRNA-Impfstoffe von Pfizer oder Moderna.

Menschen ab 12 Jahren wird generell weiterhin empfohlen, sich primär mit einem mRNA-Impfstoff impfen zu lassen. Dieser bietet den Behörden zufolge einen sehr hohen Schutz und ist sicher.

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