Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Bürgerinitiative möchte ein 5G-freies Jauntal

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

5G – fünfte Generation – ist der Name des neusten Mobilfunkstandards, der derzeit in aller Munde ist. Die für die Einführung der neuen Technologie nötigen Frequenzen haben sich in der Schweiz Swisscom, Salt und Sunrise gesichert. An vielen Orten wurden bereits 5G-Antennen in Betrieb genommen. Es formiert sich aber auch Widerstand. Mehrere Gemeinden haben einen Baubewilligungsstopp beschlossen, so unter anderen Villars-sur-Glâne. Das Moratorium soll so lange dauern, bis unabhängige Forschungsergebnisse zur Frage der Gesundheitsschädigung durch die Strahlen vorliegen.

Auch im Jauntal sehen einige Bürgerinnen und Bürger der Einführung von 5G mehr als nur skeptisch entgegen. «Wir haben keinerlei Informationen. Auch nicht darüber, was die Anbieter genau planen und welche Antennen sie im Jauntal schon aufgeschaltet haben», sagt Simon Rauber von Jogne en mouvement (Bewegtes Jauntal) auf Anfrage. Darum habe man an der letzten Versammlung mit rund 30 Personen beschlossen, diesen Donnerstag einen Informa­tions­abend im Vereinshaus von Charmey durchzuführen. Zwei Strahlungsexperten, Hugo Lehmann von der Swisscom und Pierre Dubochet, werden Pro und Kontra erläutern.

Die Gruppe, die aus dem Tauschring vom Jauntal hervorgegangen ist, verfolgt aber auch die Idee, das Jauntal mit den Gemeinden Jaun, Charmey, Crésuz und Châtel-sur-Montsalvens zu einer 5G-freien Zone zu machen. Dabei wird sie gemäss Rauber auch vom Regionalen Naturpark Gruyère Pays-d’Enhaut unterstützt, dem Jaun seit kurzem angehört. Denkbar wäre auch eine Ausdehnung auf den ganzen Park. «Eine 5G-freie Zone muss man sich wie eine Nichtraucher-Zone vorstellen», erklärt Rauber. Das würde Ruhe bringen und Wohngebiete mit weniger Strahlenbelastung ermöglichen. Zudem ginge es den Bienen und anderen Insekten sowie dem Menschen besser, sagt der Bauführer und Bienenzüchter. Schliesslich gehe es auch um Nachhaltigkeit: «Der Energieverbrauch durch die Nutzung von Internetanwendungen ist schon heute enorm. 5G würde neue Möglichkeiten schaffen und den Energiekonsum weiter ankurbeln.» Dass dank der neuen Technologie intelligente Verkehrssysteme geschaffen werden und der CO2-Ausstoss vermindert werden könnten, bestreitet Rauber nicht. Aber er glaubt, dass das Einsparpotenzial durch Effizienzsteigerung mit dem Bau von neuen Strassen und noch mehr Autos wieder zunichte gemacht würde. «Es wird immer gesagt, 5G sei das Internet der Dinge. Ich denke, dass die Menschen immer noch selber nachschauen können, ob ihr Kühlschrank leer ist.»

Wie aber ist die Forderung von Jogne en mouvement mit der Tatsache zu vereinbaren, dass sich Randregionen oft über mangelhaften Service public beklagen? Erst kürzlich forderten rund 70 Einwohnerinnen und Einwohner von Im Fang in einer Petition eine schnellere Internetverbindung (die FN berichteten). Anfang Jahr bekamen sie sie endlich, nachdem vorher das Verschicken eines E-Mails mit einem Video im Anhang gut und gerne eine ganze Nacht dauern konnte. Sähe Rauber in einer 5G-freien Zone nicht ein erneutes Abfallen vom Rest der Welt? «Entwicklung ist gut und recht, solange sie im Respekt für Mensch und Umwelt geschieht.»

Informationsabend zu 5G in Charmey: Neuer Vereinssaal bei der Schule, Do., 16. Mai, 19.30 Uhr.

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema