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Chance für einstigen Hoffnungsträger

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Autor: Matthias Fasel

Die Stürmerdecke bei Gottéron ist dünn. Das hat Trainer Hans Kossmann dazu bewogen, auf die Absenzen von Adam Hasani und Andrei Bykow zu reagieren. Gestern hat der Club bekannt gegeben, dass er für einen Monat Jérémy Gailland verpflichtet. «Ich hatte bereits in Lausanne mit ihm zusammengearbeitet. Er ist offensiv stark, hat gute Hände, ein gutes Auge und ist auch ein super Typ», sagt Kossmann. Er will deshalb Gailland unter anderem im Powerplay einsetzen. Eher im offensiven Bereich sieht denn auch Gailland selbst seine Qualitäten. «Ich bin zwar sicher nicht hier, um Andrei Bykow zu ersetzen. Ich werde die Rolle übernehmen, die mir der Trainer zuteilt, und versuchen, in welcher Rolle auch immer Energie und Frische ins Team zu bringen. Aber ich bin sicher nicht der Checkertyp», so der bloss 174 Zentimeter grosse und gut 70 Kilogramm schwere Flügelstürmer, der bereits heute gegen Ambri zu seinem Debüt kommen dürfte.

Einst hoffnungsvolles Talent

Dank seinen Offensivqualitäten galt Gailland einst als ein hoffnungsvolles Talent im Schweizer Eishockey. Bereits als Teenager wechselte der Walliser mit seinem Kumpel Arnaud Jacquemet von Siders zur Talentschmiede der Kloten Flyers – mit Erfolg. Unter anderem mit Andrei Bykow spielte er in diversen Nachwuchsnationalteams, am Schluss auch in der U18 und der U20. Selbst der Sprung zu den Profis gelang gar nicht so schlecht. Bereits mit 17 debütierte er in der Saison 2005/06 mit Martigny in der Nationalliga B und kam in 25 Spielen gleich auf 18 Skorerpunkte. In der Folge entwickelte er sich zu einem der besten Skorer der NLB. Zwischen 2007 und 2010 erzielte Gailland in Lausanne in 183 Spielen 170 Skorerpunkte. Der logische Schritt war, dass er nach dem knapp verpassten Aufstieg mit Lausanne 2010 im Alter von 22 Jahren in die NLA wechselte.

Über ein Jahr verletzt

Doch mit dem Transfer zu Rapperswil endet die Geradlinigkeit von Gaillands Karriere. Bereits zu Beginn der letzten Saison fiel ihm im September 2010 Julien Sprunger im St. Leonhard auf den Rücken. Es war der Start einer langwierigen Meniskusverletzung. Letzte Saison konnte er nur noch ein einziges Spiel absolvieren, im Oktober 2010, wiederum gegen Freiburg. Danach folgten drei Knieoperationen, die letzte im August 2011. Es drohte gar das Karrierenende. «Seit eineinhalb Monaten kann ich mein Knie nun aber wieder voll belasten und voll mittrainieren», so Gailland. Genutzt hat ihm das wenig. In Rapperswil scheint man Gailland abgeschrieben zu haben. Trainer Harry Rogenmoser zählte nicht mehr auf ihn. Siebenmal stand er in dieser Saison auf dem Matchblatt, gespielt hat er jedoch fast nie. Auf seinen ersten NLA-Skorerpunkt wartet er weiterhin vergeblich.

Gekommen, um zu bleiben

Gailland war gestern umso mehr anzumerken, wie glücklich er über den Wechsel zu Freiburg und die sich abzeichnende Spielpraxis ist. «Ein Luftwechsel war nötig. Der Trainer setzte nicht mehr auf mich und auch die medizinische Betreuung war nicht sehr professionell.» Das Engagement in Freiburg sei wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk. «Es ist natürlich speziell, diese Chance auch noch bei einem Team, das auf Rang zwei klassiert ist, zu erhalten. Man merkt sofort, dass der Esprit gesund ist. Im Training gibt es deutlich weniger Spannungen als in Rapperswil.»

Diese Aussagen zeigen: Obwohl Gailland eigentlich nur bis Ende Dezember von Rapperswil ausgeliehen ist, hat er nicht vor, wieder nach St. Gallen zurückzukehren.

Das weiss auch Kossmann. «Der Vertrag läuft für einen Monat. Danach kann man immer weiterschauen für eine allfällige Verlängerung des Engagements. Denn zu Rapperswil zurückkehren wird er wohl nicht.» Er habe eigentlich bei Rapperswil um einen definitiven Wechsel gebeten, sagt Gailland, der bis auf weiteres bei Franco Collenberg wohnt, den er schon länger kennt. «Aber sie hatten wohl Angst, dass ich zu einem Club wie Ambri oder Lausanne wechsle, der später noch mit Rapperswil im Kampf um den Ligaerhalt stehen könnte.».

Es liegt nun am einst hochgelobten Talent, sich in Freiburg für ein weiteres Engagement aufzudrängen. «Er wird bestimmt motiviert sein», sagt Kossmann und schmunzelt. Dem Trainerfuchs wird es recht sein.

Der heutige Gegner

Fakten zum HC Ambri-Piotta

• Ambri kommt momentan nicht auf Touren. Von den letzten neun Spielen verloren die Leventiner deren acht.

• Der vor kurzem von Langnau verpflichtete kanadische Stürmer Joel Perrault hat eingeschlagen. In fünf Spielen für Ambri erzielte er drei Tore und gab zwei Assists.

• Die Tessiner haben in dieser Saison beide Vergleiche mit Gottéron verloren. Im St. Leonhard wartet Ambri gar seit Februar 2008 auf einen Sieg. fm

Der morgige Gegner

Fakten zum HC Davos

• Davos muss momentan ohne Topskorer und Leitwolf Reto von Arx (Operation am Schleimbeutel) auskommen. Sicher nicht dabei ist auch der gesperrte Robin Grossmann.

• In den letzten sieben Spielen haben die Bündner trotz zum Teil vieler Absenzen fünfmal gewonnen.

• Gottéron ist der Lieblingsgegner der Bündner. Der HC Davos besiegte die Freiburger zuletzt 17-mal in Folge. Gottérons letzter Sieg datiert vom 21. März 2009. fm

Vorschau: Jeannin an Seite von Sprunger

Für die beiden Spiele heute (19.45 Uhr) gegen Ambri im St. Leonhard und morgen (15.45 Uhr) in Davos muss Gottéron-Trainer Kossmann wegen der Verletzungen von Michal Barinka und Andrei Bykow die Linien umstellen. An der Stelle von Bykow wird im Sturm voraussichtlich Sandy Jeannin als Center zwischen Benjamin Plüss und Julien Sprunger spielen. Mit Christian Dubé, Pavel Rosa und Simon Gamache wird es einen zweiten Top-Block geben.

Fehlen wird auch weiterhin Adam Hasani. Das hat den Club gestern nicht daran gehindert, bekannt zu geben, dass der Vertrag mit dem 22-jährigen Center um zwei Jahre verlängert wurde.fm

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