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Chanel-Jacken made in Freiburg

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Als Coco Chanel 1971 stirbt, ist ihre Mode längst unsterblich. «Mode ist vergänglich, Stil niemals. Chanel ist ein Stil», sagte die französische Modedesignerin. Ab Mitte der 1950er-Jahre wurde ihr Chanel-Kostüm weltbekannt. Seither ist das Tweed-Jäckchen des Zweiteilers nicht mehr aus der Mode wegzudenken. Chanel-Modedirektor Karl Lagerfeld erfindet die Jacke auf der Basis des Original-Schnittmusters immer wieder neu. Die Jacke ist auch in den Kollektionen anderer Modedesigner immer wieder ein Thema, aber nicht in der originalgetreuen Chanel-Verarbeitung. «Häufig ist nur das Äussere Chanel, nicht aber der Tragkomfort», sagt Ausbildnerin Marianne Rothenbühler von der Ecole de Couture.

Schülerinnen und Schüler des Freiburger Lehrateliers haben drei verschiedene Modelle der Chanel-Jacke in zwei Grös­sen und drei unterschiedlichen Stoffen kreiert. Wie bei Chanel haben sie dabei das Futter der Jacke mit dem Oberstoff zusammengesteppt, statt nur Einlagen und ein loses Futter zu verwenden. «So bleibt die Jacke weich und leicht, fällt schön, ist sehr angenehm zu tragen und knittert überhaupt nicht», erklärt Marianne Rothenbühler.

«Der Endkunde soll für die besondere Machart und das Handwerk der Schneiderinnen und Schneider sensibilisiert werden.»

Marc Riedo

Inhaber Boutique Prune

 

Und sie sieht gut aus. Das Team der Modeboutique ­Prune in Freiburg freut sich deshalb darauf, die Jacken ihren Kundinnen zu präsentieren. Denn die Kollektion nach Art Chanel, die von Schülerinnen und Schülern des zweiten und dritten Lehrjahrs produziert wurde, ist auf Initiative der Boutique Prune entstanden und ab Donnerstag dort ausgestellt – und auch erhältlich. «Eine Chanel-Jacke lässt sich einfach kombinieren und kann eine Jeans- oder Lederjacke ersetzten», erklärt Françoise Egger, Modeberaterin und Gründerin der Modeboutique zuunterst an der Lausannegasse. Heute würden Jacken aus Tweed ganz anders kombiniert als früher. Etwa mit einer geblümten Bluse. «Das wäre vor zehn Jahren ein No-Go gewesen», so Egger. Auch Marianne Rothenbühler freut sich, dass die Jacken in der Boutique zum Verkauf stehen werden. «Das ist für die Ecole de Couture eine Premiere», erklärt sie.

Eine echte Chanel-Jacke kostet mehrere Tausend Franken; manche Modelle weniger als 5000, manche mehr als 10 000 Franken. Die Modelle der ­Ecole de Couture belaufen sich auf 600 bis 700 Franken. Einige sind gar mit St.-Galler-Stickerei und Swarovski-Steinen versehen. 30 bis 50 Stunden haben die Schülerinnen und Schüler an einer Jacke gearbeitet. Die Einnahmen aus dem Verkauf gehen denn auch voll und ganz zugunsten des Lehrateliers.

Die Kunden sensibilisieren

Das Projekt ist für Marc Riedo, Coiffure-Unternehmer und Inhaber der Boutique Prune, mehr als eine Hommage an Coco Chanel. «Uns geht es darum, den Endkunden für die besondere Machart und das Handwerk der Schneiderinnen und Schneider zu sensibilisieren», sagt der Bösinger. Das Verständnis fürs lokale Schaffen und die Massschneiderei sollen dadurch gefördert werden. «Beim Kauf einer solchen Jacke sind Emotionen mit im Spiel. Es handelt sich dabei nicht einfach um irgendein Produkt aus Bangladesh», so Marc Riedo.

Am Donnerstag von 16 bis 19 Uhr laden die Ecole de Couture und das Prune-Team alle Interessierten zur Vernissage in die Boutique ein. Fran­çoise Egger weiss schon von einigen Kundinnen, die sich diesen Tag besonders gross in die Agenda geschrieben haben.

Boutique Prune, Rue du Tilleul 1–3, Freiburg. Do. bis Sa., 23. bis 25. November, zu den Öffnungszeiten der Boutique.

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