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Conz stoppt ineffizientes Gottéron

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Nach dem kurzen Höhenflug mit dem Heimsieg gegen Lausanne am Freitagabend folgte für die offensiv viel zu biederen Freiburger ein Tag später in der gefürchteten Valascia schon wieder ein herber Rückschlag. Bei winterlichen Temperaturen – in der oberen Leventina liegt schon der erste Schnee, und die Sonne kommt jetzt kaum mehr ins Tal – trafen die Drachen auf ein Ambri, das wie Gottéron um einen Platz über dem Strich kämpft und das zumindest in heimischen Gefilden für jede Gastmannschaft ein schwer zu bezwingbarer Gegner ist. Nicht etwa, dass Freiburg in diesem knappen, aber hart umkämpften Match keine Siegeschance besessen hätte, aber wie oft zuletzt bei Auswärtspartien fehlten dem Team von Mark French auch diesmal Stürmer, die aus den wenigen, aber durchaus vorhandenen Möglichkeiten eben auch die nötigen Tore erzielen. Besser machten es in dieser Beziehung die Tessiner; das offensive Topduo Kubalik/Zwerger sorgte schlussendlich für die Entscheidung.

Gottéron verschläft den Start

Für Verteidiger Ralph Stalder war der verschlafene Start seiner Mannschaft neben den verpassten Tormöglichkeiten mit ein Grund, weshalb man nach 60 Minuten mit leeren Händen glücklos dastand. «Wir brauchten fast eine Viertelstunde, um ins Spiel zu finden. Da lagen wir schon 0:1 hinten und mussten danach grossen Aufwand betreiben, um den Ausgleich zu schaffen.» Was war passiert? Ambris Topskorer Dominik Kubalik hatte bei einem schnellen Angriff seitlich am machtlosen Reto Berra vorbei die Scheibe ins hohe Eck gejagt (7.). Dieser Treffer gab den ohnehin mit viel Selbstvertrauen ins Spiel gegangenen Tessinern noch mehr Mumm für den weiteren Verlauf der Partie, die mehr von der Spannung als von schönen und guten Spielzügen lebte. Bis zur 26. Minute lief dann Gottéron diesem Rückstand hinterher, ehe Jim Slater nach einer schönen Vorarbeit von Killian Mottet aus dem Slot heraus der verdiente Ausgleich gelang. Auf beiden Seiten hatten an diesem Abend die Abwehrblöcke inklusive der Torhüter die gegnerischen Sturmreihen ziemlich gut im Griff. Ambris Goalie Benjamin Conz entwickelte sich in der Folge gar zum Matchwinner des Siegers und wurde von den einheimischen Fans und seinen Mitspielern am Ende der Partie richtigerweise gross gefeiert. Dass ihm das ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub gelang – mit Michael Ngoy, Lorenz Kienzle und Adrien Lauper stehen ja noch andere ehemalige Gottéronspieler im Tessiner Team –, fühlte sich für den Schlussmann sicher wie eine Genugtuung für den unschönen Abgang aus der Saanestadt an.

Im zweiten Drittel die Wende verpasst

Andrei Bykow, der mit seiner Sturmreihe in Ambri ebenfalls ohne Wirkung blieb, trauerte nach dem Spiel hauptsächlich den Chancen im zweiten Drittel nach, das die Freiburger mehrheitlich dominierten, aber in dem sie nur gerade den Ausgleich erzielen konnten. Gerade in dieser Phase kam einmal mehr die Tatsache zum Ausdruck, dass das relativ klein gewachsene Ausländerduo Andrew Miller/Jacob Micflikier vorab auf fremdem Eis, wo sie von jedem Gegner besonders hart attackiert werden, sich nicht durchsetzen können. Als Ausgleich hat Sportdirektor Christian Dubé nun mit Charles Bertrand einen Stürmer mit Gardemassen an die Saane geholt, der wohl am kommenden Dienstag im vorgezogenen Match in Zürich erstmals zum Einsatz kommen wird.

Eine unglückliche Figur gab diesmal der sonst gute Angriff um die beiden Stürmer Julien Sprunger und Samuel Walser ab. Sie standen mit dem Ex-Ambri Verteidiger Benjamin Chavaillaz bei beiden Gegentoren auf dem Eis und gingen somit mit einer ungenügenden 0:2-Bilanz von dannen. Besonders bitter für den Freiburger Topskorer: Kurz vor seinem unglücklich abgelenkten Pass zu Kubalik beim 2:1-Siegestor hatte er selbst eine erstklassige Tormöglichkeit, brachte aber aus bester Position den Puck nicht an Conz vorbei. Zudem war das Powerplay der Freiburger in der fast vollen Valascia wieder viel zu kompliziert, um wenigstens noch den Ausgleich zu erzielen.

Siegestorschütze Zwerger im Hoch

Der junge und aufstrebende Ambri-Siegestorschütze Dominic Zwerger (23 Jahre alt, 1,83 cm und 93 kg schwer), der aus dem «Eishockeyentwicklungsland» Österreich kommt, wurde mit dem Siegestreffer seinem Ruf als Shootingstar einmal mehr gerecht und war nach dem Spiel bei den Journalisten natürlich besonders gefragt. Sie seien in Ambri eben ein junges und hungriges Team, und mit jedem weiteren Sieg würden die Chancen auf das Erreichen der Playoffs steigen. «Fast die halbe Liga kämpft ja im Moment um die ersten acht Plätze. Da zählt jeder Sieg im Strichkampf fast doppelt.»

Nur gerade neun Verlustpunkte trennen im Moment den Tabellenführer Bern vom Zehntplatzierten Lugano; mit zwei Siegen lässt sich an einem Wochenende in der Tabelle ein Sprung nach vorne machen. Ambri gelang dies, während es Gottéron trotz spielerisch leichtem Fortschritt nur für drei Punkte reichte. Im Moment spiele man weder gut noch schlecht, aber in der sehr ausgeglichenen Liga würden eben Durchschnittsleistungen nur ganz selten zu Punkten reichen, zog Bykow eine Wochenendbilanz.

Spätestens bis am Dienstag, an dem Gottéron beim bisher noch nicht auf Touren gekommenen Schweizer Meister ZSC gastiert, muss Mark French mit seinem Team eine Lösung finden, um im Angriffsdrittel mehr Zweikämpfe zu gewinnen. Der Trainer muss dafür sorgen, dass die Schlüsselspieler dort endlich ihre Verantwortung übernehmen, sonst könnte Ambri am Ende der Qualifikationsphase erstmals seit langen vor dem alten Rivalen aus der Saanestadt stehen. Aufgrund des Budgets und den sportlichen Möglichkeiten der beiden Vereine wäre das für die Drachen eine leise Enttäuschung.

Telegramm

Ambri – Gottéron 2:1 (1:0, 0:1, 1:0)

5486 Zuschauer. – SR Wiegand/Eichmann, Altmann/Duarte. Tore: 7. Kubalik (Zwerger, Müller) 1:0. 26. Slater (Mottet, Marchon) 1:1. 45. Zwerger (Kubalik) 2:1. Strafen: je 3-mal 2 Minuten.

Ambri-Piotta: Conz; Kienzle, Ngoy; Fischer, Guerra; Plastino, Dotti; Jelovac; Hofer, Novotny, Lerg; Zwerger, Müller, Kubalik; Trisconi, Kostner, Bianchi; Kneubuehler, Goi, Lauper; Mazzolini.

Gottéron: Berra; Abplanalp, Stalder; Chavaillaz, Holos; Schneeberger, Schilt; Marco Forrer; Vauclair, Schmutz, Lhotak; Mottet, Slater, Marchon; Rossi, Bykow, Micflikier; Miller, Walser, Sprunger; Meunier.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Fora, D’Agostini und Incir. Freiburg ohne Furrer, Sandro Forrer (alle verletzt) und Bertrand und Holdener (beide überzählig). – 36. Pfostenschuss Rossi. – Timeouts: Ambri (37.); Freiburg (59.), ab 57:58 ohne Goalie. – 59. Tor von Slater wegen hohen Stocks aberkannt.

Die FN-Besten: Kubalik und Slater.

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