Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Damit sich auch Erwachsene firmen lassen können

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Es ist ein Trend: Immer mehr Erwachsene finden im reifen Alter den Weg zum Glauben. Das zeigt sich daran, dass die Pfarreien häufiger Anfragen von Personen erhalten, die sich firmen lassen wollen, sagt der Theologe Mat­thias Willauer. Er arbeitet für die Fachstelle Katechese der katholischen Kirche Deutschfreiburg. Der Trend sei im französischsprachigen Teil des Bistums schon seit einigen Jahren festzustellen. Bis zu 100 Personen firmt Bischof Charles Morerod pro Jahr. Nun werde auch für ganz Deutschfreiburg ein entsprechendes Angebot geschaffen. Willauer ist für die Ausarbeitung des Konzepts zuständig.

Gemeinsame Firmung

Es gehe dabei bewusst darum, das Verfahren bei Kindern und Erwachsenen voneinander zu trennen. Die Idee: Einmal im Jahr werden Erwachsene mit einer eigens für sie zusammengestellten Gruppe an fünf zentralen Treffen in Freiburg für die Firmung vorbereitet. Es ist vorgesehen, dass sie die zentralen Gottesdienste der Weihnachts- und Osterzeit in den Pfarreien mitfeiern. Dann erhalten sie an einem gemeinsamen Gottesdienst die Firmung gespendet. «Dieses Verfahren entspricht eher dem Alter und der Lebenssituation der erwachsener Firmlinge», ist Matthias Willauer überzeugt.

Jedes Jahr soll fortan jeweils am ersten Advent eine Klasse von Kandidaten starten. Dabei werde das Programm dem Kirchenjahr folgen. Wie bei den Jugendlichen ist auch für die Erwachsenen jeweils an Pfingsten die Firmung vorgesehen. Das ausgearbeitete Konzept entlaste die Pfarreien, die sich nicht mehr um jeden einzelnen Interessierten mit einem aufwendigen Vorbereitungsweg kümmern müssten, so Willauer.

Verschiedene Wege

«Das klassische Schema, dass ganze Jahrgänge von Jugendlichen auf einmal gefirmt werden, wird immer seltener», sagt Willauer. Manchmal komme es auch vor, dass sie nach dem Umzug in eine andere Pfarrei aufgrund unterschiedlicher Firmalter den Zeitpunkt der Firmung verpassen oder in ihrer aktuellen persönlichen Situation auf die Firmung verzichten wollen.

Doch mit dem Alter und der Reifung des Charakters entwickelten sich neue spirituelle Bedürfnisse. «Es tauchen Fragen nach dem Glauben auf.» Ursache könne eine Hochzeit sein, die Taufe des eigenen Kindes oder der Übertritt von einer anderen christlichen Konfession zum Katholizismus. Die Erwachsenen beschliessen, sich nachträglich firmen zu lassen, und wollen der katholischen Glaubensgemeinschaft angehören. Es sei aber nicht angemessen, wenn ein Erwachsener an einen Firmgottesdienst von Jugendlichen «angehängt» werde.

Anderer «Lebens-Rucksack»

«Erwachsene bringen einen anderen Rucksack mit, andere Glaubenserfahrungen», so Willauer. Der Vorbereitungsweg soll deshalb so praxisnah wie möglich sein. Auch soll er die persönliche Situation eines Kandidaten aufnehmen. Er erhoffe sich intensivere Diskussionen über Gott und die Welt, so Willauer. So hätten Erwachsene eine andere Annäherung an Fragen wie die Auferstehung oder zur Kreuzsymbolik als Jüngere. Das Ziel sei eine Vertiefung im christlichen Glauben. «Ich freue mich auf die kritische Auseinandersetzung mit diesen Fragen.»

Die Pfarreien sind in das Konzept integriert und ermöglichen den zukünftigen Firmlingen den Besuch von Gottesdiensten. Willauer rechnet mit gegen einem Dutzend Teilnehmerinnen und Teilnehmern pro Jahrgang. Das erste Treffen findet am 2. Dezember statt. Davor möchte Willauer die Möglichkeit für ein persönliches Gespräch geben. Vorgesehen ist, dass Weihbischof Alain de Raemy, der Firmspender der Erwachsenklasse, die erste Gruppe an Pfingsten nächsten Jahres firmt.

«In einem weiteren Schritt erwägen wir, eine Erwachsenentaufe anzubieten.» Da die Vorbereitung der Täuflinge ähnliche Inhalte wie bei den Firmlingen habe, könnten Treffen zusammengelegt werden, so Willauer. Diese Neu-Christen würden Taufe, Erstkommunion und Firmung gleichzeitig erhalten.

Interessierte melden sich bei ihren Pfarreien oder per Mail an matthias.willauer@kath-fr.ch

«Das klassische Schema, dass ganze Jahrgänge von Jugendlichen auf einmal gefirmt werden, wird immer seltener.»

Matthias Willauer

Katholischer Theologe

Zahlen und Fakten

Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung

«Firmare» kommt von lateinisch «bekräftigen». Die Firmung ist ein Sakrament und soll Menschen auf ihrem Glaubensweg bestärken. Sie übrigens ist eine der drei feierlichen «Eintritts»-Sakramente: Taufe, Kommunion und Firmung. Sie gilt laut einer Definition des Bistums Basel als Bestätigung der Taufe. Das Sakrament der Firmung wird immer im Rahmen einer Eucharistiefeier gespendet. Firmspender ist in der Regel der Diözesanbischof. Im Firmgottesdienst legt der Bischof den Firmlingen symbolisch die Hand auf und salbt ihre Stirn mit Chrisam-Öl. Viele Katholiken wurden und werden als Kinder oder Jugendliche gefirmt. Daneben gibt es auch die Erwachsenenfirmung. Nach einem Vorbereitungsweg feiern sie die Firmung als Erwachsene.

fca

Mehr zum Thema