Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Das Geld soll im Kanton bleiben»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Loterie romande Freiburg schlägt die Werbetrommel

Die gesetzlichen Regelungen schreiben vor, dass der Gesamtgewinn der Lotterien gemeinnützigen oder wohltätigen Institutionen zugesprochen wird. Dies gilt jedoch nicht für Geldspielautomaten. In der Bundesgesetzgebung werden diese nämlich als Geschicklichkeitsspiele betrachtet. Somit unterstehen sie nicht dem Gesetz über die Lotterien. Die gemeinnützigen Institutionen gehen folgerichtig leer aus. «Und das Geld sollte doch im Kanton bleiben», bemerkt Félicien Morel. Die zwei Geldspielautomaten in den meisten Gaststätten des Kantons seien eine Konkurrenz, die die andern Kantone nicht kennen.

Die Loterie romande umfasst die Kantone Jura, Neuenburg, Wallis, Waadt, Genf und Freiburg. Im letzten Jahr erzielte die Lotterie einen Gewinn von insgesamt 95 Millionen Franken – 11 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. 56 Prozent fliessen als Spielgewinn an die Spieler zurück. (1998 wurden 1,7 Millionen nicht eingefordert!) Einen Grossteil des Gewinnes erhalten die Kantone zurück resp. die gemeinnützigen Institutionen. 6,2 Mio standen dem Kanton Freiburg letztes Jahr zu Verfügung – rund 4 Millionen Franken mehr als ein Jahr zuvor.

Billettverkauf ausschlaggebend

Die Beträge aus den Gewinnen werden nach einem festgelegten Verteilerschlüssel den Kantonen zugesprochen: Ausschlaggebend sind zu je 50% die Bevölkerungszahl und die Anzahl verkaufter Billette im Kanton. Die Gewinne werden im Kanton mit dem Verkauf der Instant-Lose, mit den On-Line-Spielen, dem PMUR (Pari Mutuel Urbain Romand) und dem Swiss-Lotto erzielt.

«Der Verteilerschlüssel ist für den Kanton vorteilhaft, da er nicht nur dem erzielten Umsatz Rechnung trägt, sondern auch der Grösse seiner Bevölkerung», betonte Félicien Morel gestern Montag an der Medienorientierung in Corminboeuf. Er wies jedoch auch darauf hin, dass Lose der SEVA (Lotterie des Kantons Bern) oder der Interkantonalen Landeslotterie (Revier: Deutschschweiz und Tessin) dem Kanton nichts bringen, auch wenn sie von Freiburgerinnen und Freiburgern gekauft werden. Die Gewinne fliessen in die Gefässe der betreffenden Gebiete. Die Lose können auch nur in den dafür bestimmten Kantonen gekauft werden.

Sensebezirk spielt am wenigsten

Dass Freiburg jedoch den kleinsten Umsatz erzielte, stimmte Félicien Morel besorgt. «Sollte der Umsatz zurückgehen, dann sind wir nicht mehr in der Lage, all den Anfragen gerecht zu werden.» Ein schlechtes Zeugnis stellte der Präsident vor allem dem Sensebezirk aus, wo der Umsatz pro Einwohner mit 6 Franken am tiefsten ist (Greyerz: 53 Fr.; See: 20 Fr.).

Erstmals in ihrer Geschichte hat die Kantonale Kommission eine Medienkonferenz organisiert. Präsident Morel und sein Team erwarten sich davon einiges – zumindest jedenfalls eine Zunahme der Billettverkäufe. Denn letztes Jahr konnte der Kanton keinesfalls glänzen. Mit einem Anteil von 4% erzielte Freiburg eine magere Ausbeute.

Ein ersehntes Geschenk…

285 Institutionen haben 1999 finanzielle Hilfe erhalten. Darunter auch zahlreiche deutschsprachige Vereinigungen wie etwa die Deutschfreiburgische Arbeitsgemeinschaft, das Divertimento vocale, die Elternbildung Freiburg, Forum Frau und Beruf, der Gemischte Chor Heitenried, der Tonverein Bad Bonn, der Verein Festival Plaffeien oder auch die Sommerfestspiele Murten.

So sollte das magere Interesse der DeutschfreiburgerInnen an der Loterie romande eigentlich keinen Einfluss haben auf die Verteilung der Gewinne – so jedenfalls nach den Worten von Präsident Félicien Morel.
Mit über 800000 Franken wurden auch die Krippen und Kleinkinderinstitutionen im Kanton unterstützt. Der Tageselternverein See beispielsweise setzte den Betrag ein, um Defizite zu decken: «Wie ein ersehntes Weihnachtsgeschenk erreichte uns Ihre Spendenzusage. Mit Erleichterung stellen wir fest, dass wir unsere Löhne doch fristgerecht auszahlen können.»

Zuschüsse in Zahlen

Soziale Institutionen: 1 Million
Kinderkrippen: 800000
Betagte: 120000
Behinderte: 740000
Kultur und Kunst: 2 Millionen
Kulturelles Erbe/Umwelt: 840000
Tourismus/Forschung: 310000

Mehr zum Thema