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Das hätte alles nicht sein müssen

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Das hätte alles nicht sein müssen

Autor: «Zoff in der Pfarrei Schmitten: Die Präsidentin hat genug und tritt ab», FN vom 17. März 2008, S. 3

Mit besonderem Interesse habe ich den Artikel über die Pfarrei Schmitten gelesen, da ja die Hauptperson, um die es geht, bei uns in Gurmels ihre erste Tätigkeit angefangen hat. Ich konnte es schon damals nicht verstehen, dass jemand, der noch in der Ausbildung ist, einfach als Pfarreiverantwortlicher eingesetzt wird und das noch in einer Pfarrei, in der kurz zuvor schon Probleme vorhanden waren. Hätten damals die zuständigen Personen richtig gehandelt, hätten wir heute nicht noch einen weiteren Scherbenhaufen. Nun, meine ich, ist es höchste Zeit ist, dass ganz wesentliche Dinge verändert werden.

Mit der Meinung, dass wir Seelsorger schon seit Jahren keine Seelsorge mehr wahrnehmen können, bin ich nicht allein. Jahrelang arbeiten sie in der Pfarrei, und wenn einmal etwas nicht so geht, wie es gehen sollte, dann gibt es ein grosses Theater. So manche guten Leute haben uns verlassen, weil die Personalpolitik alles andere als gut war und ist. Die jahrelange Taktik: Alles unter den Teppich zu wischen, ist scheinbar am Ende.

Solange die Betreuung des Personals im Sinne einer offenen Seelsorge gemacht wird, nützen alle Personalbefragungen und Seelsorgeeinheiten mit der ganzen Papierflut von oben herab nichts. Dabei verheizen wir nur noch die wenigen Kräfte und vor allem jene Laien, die sich in einem ehrlichen Anliegen für die Pfarrei und das Miteinander der verschiedenen Meinungen einsetzen wollen. Es kann ja nicht sein, dass Priester über zehn Jahre in einer Pfarrei sind und sich noch nie jemand vom Bistum darum gekümmert hat, wie es ihnen geht! Würde der Bischof sich ab und zu mal in einer Pfarrei zeigen, könnte er vielleicht auch etwas mehr spüren, was da so läuft oder eben nicht läuft.

Die Kirche von Deutschfreiburg braucht Menschen, die sich für die Seelsorge an den Menschen und nicht für das Dasitzen in Leerlaufsitzungen einsetzen. Der Pfarrei Schmitten wünsche ich die Kraft, dass sie sich wirklich wieder finden kann und gemeinsam in eine neue, hoffnungsvolle Zukunft schreiten kann. Der scheidenden Präsidentin wünsche ich von Herzen alles Gute und eine kleine Hilfe zur Verarbeitung des Erlebten: denken Sie an das Gute, das Sie durch Ihr Ausharren und Arbeiten der Pfarrei und den Menschen in Schmitten geschenkt haben.

Autor: Jean-Marie Juriens, Pfarrer, Gurmels

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