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«Das Jahr 2020 wird heiss»

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Fritz Glauser, FDP-Grossrat und Freiburger Bauernpräsident, ist am Dienstag in der Seelandhalle in Kerzers mit grossem Applaus für weitere vier Jahre als Präsident des Schweizerischen Getreideproduzentenverbands (SPGV) bestätigt worden. «Die Landwirtschaft befindet sich an einem wichtigen Wendepunkt», betonte er in seiner Eröffnungsrede und erinnerte daran, dass sie sich stets weiterentwickelt habe und mithilfe der Forschung in den letzten 100 Jahren die Getreideernte verdreifachen konnte, wobei auch die Qualität verbessert und der Einsatz von Chemie verringert werden konnten.

Inputs reduzieren

Glauser ist bewusst, dass sich die Landwirtschaft aufgrund der Medienberichte über Klimawandel, Biodiversitätsverlust oder Treibhausgase usw. herausgefordert fühle. «Wir wollen durch eine Reduktion der Inputs der Umweltbelastung entgegenwirken», versprach er. Er stellte aber fest, dass die Schweizerinnen und Schweizer leider allzu oft der Landwirtschaft die Schuld für alles Übel geben würden. Er bedauerte, dass dabei die nachhaltigen Produktionsbedingungen in der Schweiz nicht berücksichtigt würden. «Auch wenn wir noch nicht alles perfekt machen, machen wir keineswegs alles falsch», sagte er.

Ein heisses Jahr

Wenn Glauser vor einem heissen Jahr 2020 warnte, so vor allem deshalb, weil dann wohl die Initiative zur Abstimmung gelangt, die ein Verbot von Pestiziden verlangt (siehe Kasten). «Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich bewusst machen, dass sich mit dieser Abstimmung letztlich die Frage stellt, ob sie weiter Schweizer Produkte konsumieren wollen oder nicht.» Werde die Initiative angenommen, würde nach seinen Worten die Schweizer Produktion massiv zurückgehen, und die Importe würden steigen. So könnten nur noch Nischenprodukte zu hohen Preisen in der Schweiz produziert werden. «Der Rest aber würde importiert, und es ist wahrscheinlich, dass sich die Umweltauswirkungen global gesehen nicht verbessern würden», gab er zu bedenken. Er rief die Landwirtschaft auf, geeint zu bleiben, damit «unsere Produkte unter den bestmöglichen Rahmenbedingungen vermarktet und damit unsere Bemühungen gerecht abgegolten werden können».

Grenzschutz

Glauser zeigte auf, dass ohne Grenzschutz und ohne Agrarpolitik eine inländische Produktion nicht möglich sei. Dies veranschaulichte der Geschäftsführer Pierre-Yves Perrin im Jahresbericht. Er hielt fest, dass es im Berichtsjahr gelungen sei, dank der Exportunterstützung 50 000 Tonnen Brotgetreide in Form von verarbeiteten Produkten zu exportieren, etwa als Biskuits. Stolz war er auf die Getreidebranche, die die Exporte mit Beiträgen unterstütze, da der Bund dies nicht mehr tue. Notwendig sei dies, weil der Preis auf dem Weltmarkt viel höher sei als der Schweizer Preis. So betrage die Differenz bei 100 Kilogramm Mehl fast 46 Franken. «Das bedeutet, dass wir zulasten unseres Verbands über 40 Franken pro 100 Kilogramm bezahlen», sagte er und freute sich, dass 97  Prozent dieser Beiträge einkassiert wurden. Im seinem Bericht wurden die einzelnen Getreide- und Ölsaatsorten analysiert, und es wurde festgestellt, dass die Sonnenblumenöl-Produktion zulasten des Rapsöls zurückgeht. Weiter hielt Roland Peter von der Agroscope einen Vortrag über die neuen Pflanzenzuchtverfahren.

Getreideproduktion in der Schweiz

«Unser Brot ist das beste der Welt»

70 000 Tonnen Brotgetreide dürfen jährlich in die Schweiz importiert werden. Der Getreideproduzentenverband achtet sehr darauf, dass dieses Kontigent eingehalten wird. SGPV-Geschäftsführer Pierre-Yves Perrin freute sich an der Versammlung, dass diese Kontingente in den letzten zwei Jahren unterschritten wurden. Und der Verband werde weiterkämpfen, wie er sagte, zumal er darauf hinweisen konnte, dass die Brotgetreideernte 2019 eine sehr hohe Qualität und gute Erträge ausweise. «Wir konnten 100 000 Tonnen lagern», hielt er fest. Trotzdem steht das Brotgetreide schweizweit unter Druck. «Wir produzieren das beste Brot der Welt», hielt Fritz Glauser dagegen fest. Der Verband wird in nächster Zeit nicht nur für ein besseres Image des Schweizer Brots und von Produkten aus Schweizer Getreide werben, sondern auch gegen die Vorurteile gegenüber der Schweizer Landwirtschaft kämpfen. «Unsere Produkte sind ausgezeichnet», sagte Glauser, der die Freihandelsabkommen genau unter die Lupe nehmen will. «Wir können stolz auf unsere Produkte sein», verteidigte er die Schweizer Landwirtschaft, wofür er von den Delegierten grossen Applaus erntete.

az

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