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Das macht der Regionalentwickler des Sensebezirks

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David Köstinger ist seit sechs Monaten Regionalentwickler des Sensebezirks. Im Interview erklärt er, was das genau heisst und vor welchen Herausforderungen der Bezirk steht.

David Köstinger, Sie haben am 1. Juni die neu geschaffene Stelle des Regionalentwicklers des Sensebezirks angetreten. Warum braucht der Sensebezirk einen Regionalentwickler?

Gewisse Aufgaben können heutzutage nicht mehr nur auf Stufe Gemeinde geregelt werden. Diese Aufgaben muss jemand übernehmen. Gerade der neue kantonale Richtplan delegiert gewisse Aufgaben an die Regionen. Da wäre zum Beispiel die Ausarbeitung des Regionalen Richtplans oder die Bewirtschaftung der Arbeitszonen. Darum haben die Delegierten der Region Sense letztes Jahr beschlossen, die Stelle des Regionalentwicklers zu schaffen.

Was machen Sie eigentlich genau? 

Ich kümmere mich um vier Themengebiete: Erstens helfe ich mit, den Regionalen Richtplan zu überarbeiten. Der Kanton gibt vor, dass dieser bis 2023 stehen muss. Zweitens bin ich zuständig für das Projekt «Arbeitszonen» im Sensebezirk. Künftig müssen wir dem Kanton eine Übersicht der Zonen liefern können und diese bewirtschaften. Das Projekt steckt mitten in der Umsetzung. Drittens kümmere ich mich um Projekte, die die ganze Region und nicht nur den Bezirk betreffen. Momentan stehen zum Beispiel die neuen Aufgaben des kantonalen Sachplans Gewässerbewirtschaftung an, die der Kanton an die Regionen delegiert. Und viertens erbringe ich Beratungsdienstleistungen für die Gemeinden, zum Beispiel im Bereich Raumplanung.

Wie haben Sie Ihre Arbeit in diesen ersten sechs Monaten erlebt?

Ich fand es sehr spannend, die Entscheidungsprozesse auf regionaler Ebene zu verfolgen. Ich habe zudem realisiert, wie wichtig und anspruchsvoll es ist, komplexe Sachverhalte so zu vermitteln, dass die Milizpolitikerinnen und Milizpolitiker sie verstehen und fundiert darüber entscheiden können.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den Gemeinden?

Ich habe seit meinem Amtsantritt alle Sensler Gemeinden besucht und glaube, dass ich den Mehrwert meiner Stelle vermitteln konnte. Die Gemeinden stehen an sehr unterschiedlichen Punkten. Wir haben grössere und kleinere Gemeinden, und nicht überall stehen die gleichen Themen und Bedürfnisse im Vordergrund. Ich denke, dass ich da einen Beitrag zur Konsensfindung leisten und gewisse Zusammenhänge aufzeigen konnte. Ich habe den Vorteil, dass ich nicht den Kanton oder das Oberamt repräsentiere, die genehmigen oder entscheiden müssen. Ich kann mich auf die Beratung konzentrieren und mögliche Lösungen aufzeigen.

Manche Gemeinden haben im Vorfeld erklärt, dass die Stelle nicht nötig sei, weil es neben der kantonalen Wirtschaftsförderung nicht noch eine Wirtschaftsförderung auf Bezirksebene brauche. Was sagen Sie dazu?

Mein Aufgabengebiet umfasst die Arbeitszonen im Bezirk sowie deren Bewirtschaftung. Zwar ist es positiv, wenn ich einen Beitrag zur Wirtschaftsförderung leisten kann. Ich sehe mich aber nicht als weiteren Wirtschaftsförderer neben Kanton und Agglo und werde nicht oft aktiv auf Unternehmen zugehen. Vielmehr stelle ich die Kommunikation und Koordination zwischen Gemeinden, Bezirk und Kanton sicher. Ich kümmere mich um das Fachliche: Ich liefere die Fakten, die als Entscheidungsgrundlage für politische Entscheidungen dienen.

Haben Sie Berufskolleginnen oder Berufskollegen in anderen Freiburger Bezirken?

Im Kanton Freiburg ist meine Stelle recht einzigartig. Ich beobachte, dass die anderen Bezirke neugierig darauf schauen, was wir im Sensebezirk machen. Blickt man über die Kantonsgrenzen hinaus, sieht das aber anders aus. Mit der Regionalkonferenz Bern-Mittelland etwa gibt es etwas Ähnliches – sie ist sogar noch viel breiter aufgestellt.

Wie bemerken die Einwohnerinnen und Einwohner des Sensebezirks Ihre Arbeit?

Im besten Fall gar nicht, denn dann habe ich eine gute Grundlage für einen Entscheid geliefert. Im Idealfall diskutieren die Gemeinden zunächst untereinander und legen sich auf einen Weg fest, den sie dann geeint als Sensler Gemeinden gegen aussen vertreten. So können sie eine gemeinsame Identität entwickeln.

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