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Das Mittagessen in der Schule wird teurer

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Der Mittagstisch der Primarschule Murten wird auf Anfang Schuljahr in das mittägliche Betreuungsangebot des privaten Hortes Trésor integriert. Dies schreibt der Vorstand des Vereins Kita Schildli den Eltern. Der Verein führt neben dem Hort auch den Mittagstisch der Schule. Die Primarschule hat bisher den Mittagstisch und den Hort subventioniert. Zudem hat sie dem Verein die Miete für den Schul-Mittagstisch erlassen. Dieses Jahr läuft diese Anschubfinanzierung aus.

Da der Verein fortan Miete zahlen muss und verpflichtet ist, das zusammengelegte Angebot kostendeckend zu führen, steigen die Preise für den betreuten Mittagstisch der Schule. Die Folge: Von den aktuell subventionierten 14 Franken steigt der Preis auf Anfang nächsten Schuljahres auf 21.70 Franken, rechnet Vereinspräsident Thomas Specht auf Anfrage vor. Das entspricht dem Preis, der auch den Kindern im Hort verrechnet wird.

Bedarf ist ausgewiesen

Vor vier Jahren ergab eine Erhebung in Murten, dass Eltern schulpflichtiger Kinder sich eine bessere ausserschulische Betreuung wünschen. Aus diesem Grund stiess die Stadt zusammen mit dem Primarschulkreis und dem Verein Kita Schildli den Aufbau eines Hortes für die Betreuung von Schulkindern ausserhalb der Schulzeiten an. Gleichzeitig wurde die Führung des Mittagstisches für Schulkinder in der Aula des Schulhauses Längmatt dem Verein übergeben.

«Die Schule hat einen Bildungsauftrag, und die Stadt muss die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewährleisten», begründet die Murtner Gemeinderätin Petra Schlüchter den Verzicht auf weitere Hilfsbeiträge; die Verpflegung der Kinder gehöre nicht zwingend dazu. Zudem habe sich gezeigt, dass die direkte Subventionierung nach dem Giesskannenprinzip Nachteile hat. So könne es nicht sein, dass die Stadt Murten mit Steuergeldern den Mittagstisch für Kinder aus anderen Gemeinden finanziere. Ausserdem sei es stossend, dass mit einer allgemeinen Subventionierung der Preise wohlhabende und sozial benachteiligte Eltern gleich behandelt werden. Es sei aber auch seltsam, wenn für Kinder im Hort und am Mittagstisch der Schule verschiedene Preise bezahlen werden müssen.

Eltern unterstützen

Die Stadt wolle die Eltern aber nicht im Regen stehen lassen. Schlüchter schlägt dem Gemeinderat nächstes Jahr die Überarbeitung jener Liste vor, anhand der die Stadt an Eltern betreuter Kinder einkommensabhängig individuelle Unterstützungen verteilt. «Ich möchte im Gegenzug die tieferen Einkommen stärker unterstützen.» Damit komme die Gemeinde ihrem Auftrag entgegen. Diese Skala werde auch von anderen Gemeinden benützt. Diese würden die Anpassung übernehmen, hofft Schlüchter. Sie unterstreicht, dass die Kinderbetreuung ein wichtiges Argument für die Standortförderung und eine sozialpolitische Aufgabe ist.

Für den Verein Kita Schildli ändere sich wie für die Kinder mit der Integration des Schul-Mittagstisches nicht viel, sagt Präsident Specht. Im Einsatz sei dasselbe Personal. Allerdings: Im Schnitt essen 30 Kinder in der Schule und 40 im Hort zu Mittag. Specht befürchtet, dass einige Eltern wegen des höheren Preises auf den Mittagstisch der Schule verzichten könnten. «Darum ist es wichtig, dass die Subventionierung angepasst wird.»

Standort noch unklar

Noch nicht geklärt ist der neue Standort des Mittagstisches. Während des Umbaus der Aula im Schulhaus Längmatt werden die Schüler ausquartiert. Nun sind die Schule und die Stadt dran, zusammen mit dem Verein einen anderen Standort zu finden.

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