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Das Museum und die Küken

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Es gibt in Freiburg eine Zeitrechnung vor 2001 und eine danach: die Zeit bis zum Jahr 2000, als man in der Osterzeit im Naturhistorischen Museum Küken streicheln durfte, und die Zeit ab 2001, nachdem der Kantonstierarzt das Anfassen der Tiere verboten hatte. Wie sehr die Küken, das Museum und die Streichelfrage im Bewusstsein der Freiburgerinnen und Freiburger miteinander verknüpft sind, zeigt eine Strassenumfrage, die das Museum in Auftrag gegeben hat. Anlass für die Umfrage ist die dreissigste Ausgabe der Kükenausstellung, die heute Samstag eröffnet wird. Das Umfragevideo ist in der Ausstellung zu sehen und zeigt deutlich: Fast alle Befragten denken beim Stichwort «Küken» an das Naturhistorische Museum, fast alle verbinden Erinnerungen damit–und wer die Ausstellung vor 2001 als Kind besucht hat, weiss noch genau, wie das mit dem Halten und Streicheln war.

Das Publikum von morgen

Seine erste Kükenausstellung erlebt Peter Wandeler, seit dem vergangenen Sommer Direktor des Museums. «Ich habe sehr schnell verstanden, dass die Küken hier eine Tradition sind», sagte er am Freitag bei einer Führung für die Medien. Die Ausstellung sei nicht nur für das Publikum, sondern auch für das Museum wichtig: Sie erlaube es, schon den kleinsten Besuchern viel Wissenswertes zu vermitteln, und spreche überdies das Publikum von morgen an. «Viele Kinder kommen wegen der Küken zum ersten Mal ins Museum.» Insgesamt wollen jedes Jahr bis zu 30 000 Personen die Küken sehen.

Erstmals auf zwei Etagen

Die Anfänge der Ausstellung reichen ins Jahr 1982 zurück; 2009 wurde sie nach einer mehrjährigen Pause wieder aufgenommen (siehe Kasten). In all den Jahren habe sich die Veranstaltung stark entwickelt, so Peter Wandeler. Technische Neuerungen, einvielseitiges Rahmenprogrammund die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern kamen dazu. Auch dieses Jahr gibt es einige Neuheiten: So findet die Ausstellung erstmals auf zwei Stockwerken statt. Dies erlaubt es unter ande- rem, anhand von alten Ausstellungsplakaten und Filmsequenzen Erinnerungen zu wecken. Neu ist auch die Zusammenarbeit mit der Behindertenorganisation Fara, deren Kunst- und Designatelier «Farart» für das Plakat und verschiedene ausgestellte Aquarelle verantwortlich zeichnet. Neu im Begleitprogramm ist unter anderem ein Bauernzmorge, das die «Freunde des Museums» am 19. April organisieren.

Zehn Tage im Museum

Die Stars der Ausstellung sind aber nach wie vor die frisch geschlüpften Küken: Jeden Tag kommen im Museum etwa zwanzig Hühner- und fünf Wachtelküken zur Welt. Die Eier bezieht das Museum von einer Hühnerfarm. Die Brutdauer–im Museum in einem Brutschrank hinter den Kulissen–beträgt für die Hühner 21 Tage, für die Wachteln 16 Tage. Fangen die Küken an, die Eierschale zu durchbrechen, kommen sie in den Schaubrutkasten, wo die Besucher sie beim Schlüpfen beobachten können. Nach einem Tag im Brutkasten zie- hen sie ins Gehege um, wo sie etwa zehn Tage bleiben. Danach werden sie an Züchter abgegeben.

Zu sehen sind in der Ausstellung auch ausgewachsene Hühner und Wachteln. Den Hühnerstall bewohnen dieses Jahr Hennen der Rasse Araucana. Dies ist die einzige Hühnerrasse, die grüne Eier legt.

Naturhistorisches Museum,Museumsweg 6, Freiburg. Eröffnung: Sa., 14. März, 14 Uhr. Bis zum 19. April. Täglich 14 bis 18 Uhr. Details: www.nhmf.ch.

Rückblick

Auch ohne Streicheln ein Erfolg

Die Ursprünge der Kükenausstellung liegen im Jahr1982,als das Museum 50 Küken präsentierte, welche die Besucher auch in die Hände nehmen und streicheln durften. Ab1983fand jedes Jahr eine komplette Ausstellung mit einem Schaubrutkasten statt. Der Publikumsaufmarsch übertraf alle Erwartungen: Schon1983kamen 7000 Personen,1996waren es 45000. Ende der Neunzigerjahre wurde immer mehr Kritik an der Praxis laut, dass das Publikum die Küken anfassen durfte, und im Oktober2000sprach der Kantonstierarzt ein Verbot aus. In der Folge fanden von2001 bis 2004Ausstellungen zu anderen österlichen Themen statt. Von2005 bis 2008präsentierte das Museum die Schau «Musoeufs» rund ums Ei. Seit2009gibt es die traditionelle Kükenausstellung wieder–ohne Streicheln.cs

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