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Das Risiko ist grösser als der Nutzen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Warum so eilig? Und warum gleich bis 2021? Das sind die Fragen, die sich in Bezug auf die vorzeitige Vertragsverlängerung von Mark French stellen. Gut möglich, dass sie sich im Nachhinein betrachtet als unproblematisch herausstellen wird. French ist zweifellos ein guter Trainer, bei den Spielern beliebt und geachtet.

Trotzdem ist das finanzielle Risiko, das mit der Verlängerung verbunden ist, grösser als der Nutzen, der darin besteht, dass die Freiburger sicherstellen, dass French nicht von der Konkurrenz abgeworben wird. Es ist ja nicht so, dass sich Gottéron unter French zum Überflieger der Liga verwandelt hat und der Trainer von der halben Eishockey-Welt gejagt wird. Warum also nicht zumindest die ersten Wochen der Saison abwarten? Klar, ein guter Saisonstart hätte bei anderen Clubs womöglich Begehrlichkeiten geweckt. Aber wäre French dann nicht daran interessiert gewesen, bei dem Club zu bleiben, bei dem es gut läuft?

Hier geht’s zum Text mit Stimmen und Einschätzungen und dem Saisonziel. (Abo)

Der Entscheid von Sportdirektor Christian Dubé ist umso erstaunlicher, als Gottéron in den letzten Jahren sehr schlechte Erfahrungen mit vorzeitigen Trainerverlängerungen gemacht hat. Vor ziemlich genau vier Jahren wurde der Vertrag mit Hans Kossmann vor der Saison frühzeitig verlängert – gut einen Monat später wurde er entlassen. Als Serge Pelletier 2011 entlassen wurde, behauptete er ebenfalls, er habe kurz zuvor seinen Vertrag verlängert. Ob die Unterschrift bereits auf Papier war, wurde nie bekannt. Da stand Aussage gegen Aussage. Zumindest aber waren die Verhandlungen weit fortgeschritten.

Gottéron-Blog: in alten Erinnerungen schwelgen.

Die zwei Beispiele zeigen, wie schnelllebig der Profisport ist. Natürlich hat Dubé recht, wenn er sagt, die Vorzeichen seien andere als etwa bei Kossmann. Jeder Fall ist unterschiedlich. Gemein ist all den Einzelfällen allerdings: Auch bei Kossmann und Pelletier waren die Club-Verantwortlichen noch kurz vor der Entlassung davon überzeugt, sie seien mittel- oder langfristig die richtigen Trainer. Auch gute Coaches können schlecht in eine Saison starten und mit ihrem Team in eine Negativspirale geraten. Oft bleibt den Clubs dann nichts anderes übrig, als mit einem Trainerwechsel für neue Inputs zu sorgen.

So unterschiedlich die Einzelfälle sind – die Konsequenzen sind immer die gleichen: Bei einer Entlassung muss das Salär des Trainers schlimmstenfalls bis zum Ende der Vertragsdauer bezahlt werden. Bei Mark French müsste der Club nun besonders tief in die Tasche greifen …

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