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Debatte um das Volkshaus lanciert

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Das Personal beschwert sich über den mangelhaften Informationsaustausch

Autor: Von MURIELBOWIE

Was ist mit dem Volkshaus los? Jetzt wollen es die Angestellten wissen. Sie haben genug von der Ignoranz der Genossenschaft, die sie nicht in ihre Entscheide einweiht. Der Verkauf des Hotels «Falken» und des dazugehörigen Restaurants steht zur Diskussion. Warum aber wird das Personal nicht informiert und von den Sitzungen ausgeschlossen? Die Zukunft der Angestellten steht auf dem Spiel; sie können jedoch nichts dagegen unternehmen. Ihnen sind die Hände gebunden. «So kann es nicht weitergehen», empört sich Franco de Guglielmo, der Verantwortliche des Betriebs.

Vom Vorstand boykottiert

Die Demission des Präsidenten Christoph Allenspach war Auslöser der Debatte. Doch dies sei erst intern geregelt worden, offiziell werde er erst in zwei Wochen zurücktreten, wie der Präsident auf Anfrage erklärt. «Plötzlich fühlt sich niemand mehr für uns zuständig. Wir werden vom Vorstand regelrecht boykottiert», beschreibt Franco de Guglielmo die Situation. Er habe anfangs April einen Brief erhalten, worin er gebeten worden sei, seine Korrespondenz an eine Adresse in Bulle zu senden. «Seither führe ich einen Monolog mit einem Briefkasten», meint er resigniert. Keiner der Briefe wurde beantwortet. Doch Allenspach meint dazu: «Wir haben einen neuen Sekretär, der aus Bulle stammt.» Weshalb aber wurde die Repräsentantin des Personals nicht zu den Sitzungen eingeladen? «Das war eine reine Panne und in keinem Fall beabsichtigt», so der Präsident. Er habe für die Sitzung, die nächste Woche stattfinden wird, den Versand selber übernommen. Doch den Vorstand, zu diesem Thema befragt: «Die Begründung war, dass die Vertreterin des Personals keine E-Mail-Adresse hätte und die Einladungen seien eben per elektronischem Kurier versandt worden.»

Gemäss Protokoll der Genossenschaftsversammlung des Volkshauses am 6. April tritt Allenspach, der auch Präsident der SP der Stadt Freiburg ist, deshalb zurück, weil die Kommunikation mit den Angestellten nicht mehr funktioniere.

Kontroverse Aussagen

Was das Budget betrifft, so habe Allenspach vom Betriebsleiter keinen Vorschlag erhalten, sagt er. De Guiglielmo versichert aber, er hätte dieses anlässlich der Generalversammlung vom 22. März vorgelegt und es sei von der Versammlung angenommen worden. In einem Brief, der auf den 14. April datiert ist, wird der Geschäftsleiter jedoch vom Komitee der Genossenschaft benachrichtigt, dass er vorläufig keine Investitionen mehr tätigen solle. Hinzuzufügen wäre an dieser Stelle, dass der Heissluftofen schon seit einigen Monaten nicht mehr funktioniert und dringend wieder instand gesetzt werden müsste. «So kann man doch nicht arbeiten!», meinen die Angestellten.

Auch dafür hat der Präsident eine Erklärung: «Wir wollen kein Geld ausgeben, wenn wir nicht wissen, wie es mit dem Volkshaus weitergeht.»

Finanzielle Probleme: Wird das Volkshaus verkauft?

Zum Geschäftsgang will Allenspach nicht Stellung nehmen. Es sei aber allgemein bekannt, dass der Betrieb nicht sehr gut läuft, gibt er zu. Der Verkauf ist schon seit bald sechs Jahren ein Thema. Wird es denn nun abgetreten oder nicht? «An der Generalversammlung haben wir eine Prüfung der Situation mit einem Mandat für drei Monate beschlossen», erklärt der Präsident. Das bedeutet also, dass die Resultate in ungefähr zwei Wochen bekannt sein werden. Genau dann also, wenn Christoph Allenspach sein Amt niederlegen wird. Zur Bekanntmachung der Ergebnisse will die Genossenschaft eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen, zu der sie auch die Angestellten einladen wird. Doch davon weiss das Personal noch nichts.

«Wenn die Räume tatsächlich verkauft werden sollten», so befürchtet de Guglielmo, «wird das gesamte Personal entlassen.» Doch alles, was den Angestellten an Informationen bisher zur Verfügung steht, sind Gerüchte, die hie und da in den Betrieb hineinflattern. Und diese Ungewissheit ist es auch, welche das Personal verunsichert: «Das ist schlimmer als alles andere», bestätigt der Betriebsleiter.

«Gebt uns den Falken»

Am ersten Juli wollen die Angestellten einen Tag unter dem Motto «Gebt uns den Falken» organisieren. Ziel dieser Veranstaltung ist es, Transparenz zu schaffen. «Wir wollen wissen, was mit dem Volkshaus passiert», ereifert sich de Guglielmo. Er wird an diesem Anlass dem Komitee den Vorschlag unterbreiten, ihm den «Falken» gegen Miete zu überlassen. Woher er denn das Geld nehme? «Dafür müssten wir wohl eine Gesellschaft gründen. Doch irgendwie würden wir das Geld schon zusammenbringen.» Von dieser Idee zeigt sich Allenspach jedoch nicht gerade begeistert: «Das war schon vor einiger Zeit ein Thema, es kam jedoch nie zur Abstimmung, weil der Vorschlag schon von Beginn weg verworfen wurde.»

Alles deutet auf den Verkauf hin. Doch für einen Entscheid ist es noch zu früh. Die Veranstaltung des Personals findet just vor der wegweisenden Generalversammlung statt. Daher ist anzunehmen, dass die Verantwortlichen zu diesem Zeitpunkt noch keine Stellung beziehen werden.

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