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Der Fehlstart ist perfekt

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Im Matchblatt vor dem Startspiel vom Freitagabend gegen den HC Lausanne (1:5-Niederlage) wurde im Blog ziemlich optimistisch die Frage gestellt, ob man diese Saison das beste Gottéron aller Zeiten sehen würde? Zumindest die beiden ersten Auftritte der Freiburger deuten nicht darauf hin. Klar, für eine anschliessende Beurteilung ist es noch viel zu früh, aber eines ist schon jetzt sicher: Der Mannschaft wird es nach dem Abgang von Roman Cervenka zu den Lions trotz drei Ausländern im Sturm an Durchschlagskraft fehlen. Gegen zwei Teams mit durchschnittlichen Torhütern nur gerade zweimal zu treffen stellt den Freiburgern kein gutes Zeugnis aus. Aber dieses Manko kommt ja nicht überraschend, schon in der ungenügenden Vorbereitung fiel die Torausbeute selbst gegen NLB-Mannschaften weit unter den Erwartungen aus. Kommt dazu, dass man das am Samstag in Genf schon vorentscheidende 2:0 wiederum in Unterzahl kassierte – Andrew Miller und Andrei Bykow liessen in dieser wichtigen Phase die nötige Disziplin vermissen.

Genug Chancen für mehr Tore

Hatte man im Startspiel ge­gen ein defensiv gutes Lausanne noch kaum richtige Torschüsse, so konnten sich die Freiburger in Genf, wo das Eis aufgrund der warmen Temperaturen stumpf war, in dieser Beziehung steigern. Chancen für mehr als den einzigen Treffer von Kilian Mottet, der davor einen Penalty nicht am reflexstarken Gauthier Descloux vorbeigebracht hatte, besass der Gast zur Genüge, aber im Moment fehlen ganz einfach die treffsicheren Spieler. Das langjährige Topduo Julien Sprun­ger/Andrei Bykow ist punkto Torproduktion meilenweit von seinen besten Zeiten entfernt, und vom Ausländertrio Jim Slater, Michal Birner und Miller kam bisher noch überhaupt nichts. Besonders Neuzuzug Miller ist noch weit weg vom Rendement seines tschechischen Vorgängers Cervenka. Nebst der ungenügenden Torproduktion klappte in den beiden ersten Spielen auch das Powerplay überhaupt nicht. Nach den fünf Gegentoren gegen Lausanne konnte die Abwehr mit einem erneut starken Reto Berra diesmal die Gegentreffer auf zwei hinunterschrauben – das 3:1 erzielten die Genfer ins leere Freiburger Tor, als die Gäste versuchten, doch noch das schmeichelhafte 2:2 zu holen.

Wieder mit McSorley-Hockey

Nachdem Chris McSorley letzte Saison von den alten Club-Besitzern zu einem Sportchef mit geringen Befugnissen zurückgestuft wurde, steht er jetzt wieder selbst an der Bande. Prompt spielen die Genfer wieder sein körperbetontes Eishockey mit gross gewachsenen und schweren Spielern. Dass ein hartes und körperbetontes Spiel gegen Gottéron immer noch die beste Variante ist, hat sich in diesem spannenden, aber spielerisch schwachen Match einmal mehr gezeigt. Der Sieger hatte in Goalie Descloux, der diesmal den Vorzug gegenüber Robert Meyer erhielt, und Doppeltorschütze Cody Almond die Matchwinner. Das erste Tor erzielte der Schweizer Internationale im Powerplay, das zweite, als beim Gast das Duo Slater/Miller auf dem Eis stand. Im letzten Drittel hatte Genf dann zeitweise Mühe, den Puck aus dem eigenen Drittel zu bringen. Gotté­ron verfügte aber nicht über die Mittel, um davon zu profitieren, und so konnte Genf im Gegensatz zu Freiburg seinen ersten Saisonsieg einfahren.

«Müssen weiter hart arbeiten»

Wegen seinem Tor im Startspiel trat Matthias Rossi mit dem Topskorer-Shirt in Genf an – keine Selbstverständlichkeit für den ehemaligen Bieler, der mit seiner Linie wiederum für viel Wirbel sorgte. Trotz den zwei Niederlagen sei nicht alles schlecht gewesen, erklärte Rossi, es bleibe der Mannschaft keine andere Wahl, als im Training weiter hart an sich zu arbeiten. «Wir haben auch heute wieder versucht im Angriff etwas zu kreieren, aber leider will der Puck im Moment einfach nicht ins Tor. Servette hat aus seinen Chancen heute mehr herausgeholt.»

Bei allem Negativen gab es in den zwei Spielen auch ein paar Lichtblicke bei Gottéron. Dazu gehörten die drei Internationalen Reto Berra, Philippe Furrer und Samuel Walser, die mehr Qualität in das knappe Kader bringen. Furrer etwa ist um Klassen besser als Jonas Holos, der pro Match je eine Topchance kläglich ausliess. Das grösste Problem sind laut Captain Sprunger die zu vielen Strafen, die müssten schnellstmöglich vermindert werden. Richtig so, denn in den zwei nächsten Spielen am Dienstag zu Hause gegen Zug und am Freitag in Biel warten zwei Mannschaften, die ihre beiden ersten Spiele gewonnen haben.

Telegramm

Servette – Gottéron 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)

6107 Zuschauer. – SR Hebeisen/Mollard, Altmann/Kaderli. Tore: 16. Almond (Richard/Ausschluss Bykow) 1:0. 31. Almond 2:0. 52. Mottet (Walser) 2:1. 60. (59:45) Tömmernes (Almond) 3:1 (ins leere Tor). Strafen: 8-mal 2 Minuten gegen Servette, 7-mal 2 Minuten gegen Gottéron.

Genf-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Vukovic, Fransson; Mercier, Bezina; Antonietti; Wick, Almond, Bouma; Rubin, Richard, Bozon; Simek, Kast, Rod; Fritsche, Heinimann, Douay; Berthon.

Gottéron: Berra; Holos, Chavaillaz; Furrer, Stalder; Schneeberger, Schilt; Abplanalp; Sprunger, Bykow, Birner; Miller, Slater, Mottet; Rossi, Walser, Marchon; Holdener, Schmutz, Vauclair; Lhotak.

Bemerkungen: Servette ohne Lazarevs, Maillard, Wingels (alle verletzt), Völlmin, Petschenig (beide überzählig), Romy (abwesend/persönliche Gründe). Gottéron ohne Meunier (verletzt), Marco Forrer, Sandro Forrer (beide überzählig). – 18. Descloux hält Penalty von Mottet. 43. Timeout von Servette. 59. Timeout von Gottéron, ab 58:32 bis 59:45 ohne Goalie.

Die FN-Besten: Almond und Furrer.

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