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Der Meister war eine Nummer zu gross

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Nach zwei schönen Siegen zum Start der neuen Saison mussten die Düdingen Bulls gestern in der Swiss Regio League im zweiten Heimspiel gegen ein überzeugendes Dübendorf erstmals als Verlierer vom Eis. Diese Niederlage kam nicht ganz unerwartet, obwohl die Sensler als Tabellenführer in diesen Match stiegen. Düdingen musste ziemlich ersatzgeschwächt antreten, in diesem intensiven Spiel fehlte deshalb zwangsläufig etwas die Tiefe im Kader. Anders die Truppe des Ex-Internationalen Reto Stirni­mann, die vollzählig in Düdingen antrat, und nach der unerwarteten Niederlage gegen Morges eine Reaktion zeigen wollte. Optisch sahen die Zuschauer einen ziemlich ausgeglichenen Match, vor den beiden Toren hatte der Sieger jedoch klare Vorteile. Die Entscheidung fiel am Ende des zweiten Drittels als Philip ­Beeler nach einem schnellen Konter kaltschnäuzig das wichtige 1:3 aus dem Slot heraus erzielte.

Bulls mit Mühe im Abschluss

Konnten die Bulls bisher zweimal in der Meisterschaft auch offensiv überzeugen, umso mehr war man gespannt, wie die junge Truppe sich gegen den renommierten EHC Dübendorf schlagen würde. Weil mit Stürmer Marco Baeris­wyl im letzten Moment ein weiterer Spieler verletzungshalber ausfiel, musste Trainer Thomas Zwahlen auf die zwei Got­téron-Junioren Gaëtan Jobin und Pascal Kohler zurückgreifen, Letzterer wurde am Ende des schnellen Spiels sogar zum besten einheimischen Spieler gekürt, überhaupt war Zwahlen mit den Nachwuchsspielern in seinem Team trotz der Niederlage zufrieden.

Mühe bekundeten die Sensler gegen dieses kompakt stehende Dübendorf vorweg im Abschluss, erst vier Sekunden vor Schluss gelang Verteidiger Ludovic Hayoz mit einem Schlagschuss das allerdings verdiente Ehrentor. Bis dahin hatte Gästehüter Remo Trüb, einst zusammen mit Benjamin Conz in der U-20-Nati, seinen Kasten mit vielen guten Paraden sauber gehalten. Trotz der vielen Absenzen spielte der Gastgeber bis am Schluss mit vier Linien durch, was aufzeigt, welches grosse Vertrauen der Chef an der Bande in seine Spieler hat. Um ein besseres Resultat zu holen, habe seinem Team im Abschluss an diesem Abend jene Effizienz gefehlt, die den Gegner so auszeichnete, und die eben am Schluss für die Differenz sorgte, analysierte Zwahlen.

Dübendorf routinierter und technisch besser

Der EHC Dübendorf, der in der Juniorenabteilung mit den ZSC Lions zusammenarbeitet und schon den einen oder anderen Spieler dort ins Fanionteam gebracht hat, gefiel gestern Abend durch schnelles und gradliniges Spiel und liess eigentlich in keiner Phase des Spiels die Frage über den Sieger aufkommen. Den ersten drei Gegentoren gingen aber defensive Fehler der Bulls voraus, die eben Spieler wie Fabian Hurter, Steven Widmer oder auch Raoul Seiler kaltschnäuzig ausnützten. Die Bulls hatten kurz vor Ende des ersten Drittels eine Doppelchance, Topskorer Yannick Stettler und Routinier Philippe Fontana aus der ersten Linie brachten aber aus nächster Nähe den Puck nicht am Gästehüter vorbei. Im zweiten Abschnitt, als aus dem Lautsprecher der Song «Du schaffst das schon» als Aufmunterung für das eigene Team erklang, hatte Düdingen dann bei zwei Überzahlspielen ein paar Halbchancen, ehe wie eingangs erwähnt der Gast mit dem dritten Tor alles klar machte. Im letzten Abschnitt tat man sich dann auf beiden Seiten nicht mehr gross weh, Dübendorf schaukelte den verdienten Sieg mühelos über die Zeit, obwohl die Bulls nie aufgaben und mit dem Ehrentor ganz zum Schluss für ihren kämpferischen Einsatz doch noch belohnt wurden. Ein 1:3 hätte dem Spiel vielleicht noch etwas Spannung verliehen, trauerte Zwahlen den wenigen Möglichkeiten seiner Boys etwas nach.

Auch dieser rassige Match hat aufgezeigt, dass in dieser Saison die Liga noch ausgeglichener besetzt ist, und dass praktisch jeder jeden schlagen kann. Allerdings muss man kein grosser Kenner der Szene sein, um festzustellen, dass mit den Zürchern auch dieses Jahr in der Vergabe um den Titel wieder zu rechnen sein wird. Bei den Bulls hofft man natürlich, möglichst schnell den einen oder anderen verletzten Spieler zurückzubekommen, um wieder (noch) kompetitiver zu werden. Trainer Thomas Zwahlen, wie immer fair und objektiv, wollte jedoch die fehlenden Spieler nicht als Ausrede gelten lassen. Die Mannschaft, die auf dem Eis war, habe alles gegeben, und sei eben diesmal einem besseren, sprich dem bisher besten Gegner, unterlegen.

Telegramm

Düdingen – Dübendorf 1:4 (0:1, 0:2, 1:1)

Regional-Eisbahn Sense-See: 234 Zuschauer. – SR Aegerter.

Tore: 11. Widmer (Leu, Seiler) 0:1, 24. Hurter 0:2, 40. (39.41) Beeler (Breiter, Hurter) 0:3, 49. Schumann 0:4, 60. (59.56) Hayoz (Fontana, Stettler) 1:4.

HC Düdingen Bulls: Fragnoli; Tschanz, Zwahlen; Blanchard, Hayoz; Kohler, Thom; Dousse, Fontana, Y. Stettler; Braichet, Hasler, Maillard; Chassot, Schlapbach, Bussard; Jobin, Knutti, Schmid.

EHC Dübendorf: Trüb; Leu, Hurter; L.  Stettler, Hebeisen; Müller, Cohen; Piai; Puntus, Seiler, Widmer; Breiter, Derder, Beeler; Schumann, Suter, Kreis; Ustsimenka, Wettstein, Meier.

Strafen: Bulls 1-mal 2 Minuten; Dübendorf 2-mal 2 Minuten.

Bemerkungen: Düdingen ohne Zaugg, Kessler, Baeriswyl, Roggo, Spicher, Perdrizat (alle verletzt), Buillard (krank); Dübendorf ohne Roth (verletzt).

Die FN-Besten: Kohler, Trüb.

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