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Der Regard d’or 2014 geht nach Südkorea

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Krisen, Kämpfe und Katastrophen bildeten den roten Faden des Programms des 28. Internationalen Filmfestivals Freiburg (Fiff), das am Samstag zu Ende gegangen ist. Dass trotz der düsteren Themen so viele Menschen den Kinosaal dem schönen Frühlingswetter vorgezogen hätten, freue ihn besonders, sagte der künstlerische Leiter Thierry Jobin bei der Schlussfeier. Und er versprach: «Nächstes Jahr wird es leichter und lustiger–vorausgesetzt, wir finden gute Filme.»

Stärke in der Krise

Der Siegerfilm 2014, der neben dem mit 30 000 Franken dotierten Hauptpreis, dem Regard d’or, auch den Preis der ökumenischen Jury gewann, passt jedenfalls zum Thema Kampf und Krise: «Han Gong-Ju» (Südkorea) erzählt von einer Schülerin, die zum Opfer einer Massenvergewaltigung wird und danach die Schule wechseln muss. Sie findet jedoch die Kraft, um die Krise zu überwinden. «Ihr Lebenswille triumphiert über den Tod», sagte Joël Baumann, Präsident der ökumenischen Jury, über den Film von Regisseur Lee Sujin. Und die Internationale Jury unter dem Präsidium des US-amerikanischen Filmemachers Jerry Schatzberg ehrte «Han Gong-Ju» mit dem von Kanton und Stadt Freiburg gestifteten Regard d’or, weil er Charakterstudie und soziale Analyse gekonnt vereine.

Regisseur Lee Sujin konnte seine Preise nicht persönlich in Empfang nehmen, da er zu Hause bei seiner Frau weilt, die bald ein Kind bekommt. Er bedankte sich aber per Videobotschaft und versprach, noch viele weitere gute Filme zu machen. «Ich hoffe, ein anderes Mal mit einem anderen guten Film wieder am Fiff zu sein.»

Doppelte Gewinner

Nicht nur «Han Gong-Ju» wurde gleich mit zwei Preisen ausgezeichnet, sondern auch noch zwei weitere der insgesamt zwölf Filme im Langfilmwettbewerb: Der Iraner Shahram Mokri überzeugte mit «Fish and Cat» die Jugendjury und die Jury des internationalen Verbands der Filmkritik. Und der Chilene Alejandro Fernández Almendras erhielt für «To Kill a Man» den Spezialpreis der Internationalen Jury und den Don-Quijote-Preis des internationalen Verbands der Filmclubs.

Während Almendras bereits aus Freiburg abgereist war, nahm Mokri seine Preise persönlich entgegen. Er habe dank dem Fiff nicht nur die Schweiz kennengelernt, sondern auch einen neuen Blick auf das Kino seiner Heimat bekommen, sagte er. «Die Retrospektive über das Kino des Irans hat meinen Blick geschärft und wird meine Art des Filmemachens beeinflussen.»

 Der Publikumspreis ging an den Dokumentarfilm «The Square» von Jehane Noujaim. Der Film über die ägyptische Revolution war dieses Jahr bereits für den Oscar als bes- ter Dokumentarfilm nominiert. Den Talent Tape Award für das beste Produzententeam schliesslich gewann der japanische Film «Au revoir l’été» von Koji Fukada.

Zum ersten Mal hat das Fiff dieses Jahr einen Preis für den besten Kurzfilm verliehen. Von den 18 Filmen im Wettbewerb hat der argentinische Beitrag «La Reina» die dreiköpfige Jury unter dem Präsidium von Bruno Quiblier am meisten überzeugt: Regisseur Manuel Abramovich sei es gelungen, «mit einer bemerkenswerten Inszenierung Einblick zu geben in die brutale Realität eines Kindes, dem die Jugend gestohlen wird».

Neuer Publikumsrekord

Nicht nur aus künstlerischer Sicht endete das 28. Fiff erfolgreich: Mit 37 000 Eintritten konnte das Festival an den Erfolg des letzten Jahres anknüpfen und erneut einen Publikumsrekord aufstellen. Die administrative Leiterin Esther Widmer zeigte sich gegenüber den FN sehr zufrieden: Sie freue sich nicht nur über den wachsenden Erfolg des Festivals, sondern auch über die hervorragende Stimmung: «Wir haben ein tolles Publikum, und wir spüren, dass Freiburg Freude hat am Fiff.»

Palmarès

Sechs Filme holen sich die neun Preise

Preise der internationalen Jury: Regard d’or(Hauptpreis, 30000 Franken): «Han Gong-Ju», Lee Sujin (Südkorea 2013).Spezialpreis der Jury(Schweizerische Autorengesellschaft und Suissimage, 10000 Franken): «To Kill a Man», Alejandro Fernández Almendras (Chile 2013).Talent Tape Award(9000 Franken): an die Produzenten von «Au revoir l’été», Koji Fukada (Japan 2013).

Bester Internationaler Kurzfilm(7500 Franken): «La Reina», Manuel Abramovich (Argentinien 2013).

Publikumspreis(5000 Franken): «The Square», Jehane Noujaim (Ägypten/USA 2013).

Preis der ökumenischen Jury(Fastenopfer und Brot für alle, 5000 Franken): «Han Gong-Ju».

E-Changer-Preis der Jugendjury(5000 Franken): «Fish and Cat», Shahram Mokri (Iran 2013).

Preis der Fipresci-Jury(internationaler Verband der Filmkritik): «Fish and Cat».

Don-Quijote-Preis der FICC-Jury(internationaler Verband der Filmclubs): «To Kill a Man». Lobende Erwähnung: «Manuscripts Don’t Burn», Mohammad Rasoulof (Iran 2013).cs

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