Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Der «reisserische Ton» der SVP Gurmels steht in der Kritik

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Fünf Frauen und 16 Männer wollen in den Gemeinderat von Gurmels.
Aldo Ellena

In Gurmels kommt es bei den Gemeinderatswahlen im März zu einer Ausmarchung. Neben der CVP – Die Mitte und den Unabhängigen tritt erstmals die neue SVP-Ortssektion an. Mit den drei prall gefüllten Listen wird es voraussichtlich gerade für Frauen nicht einfach, einen Sitz in dem heute reinen Männergremium zu ergattern.

Im Seebezirk haben die Bürgerinnen und Bürger von Gurmels die grösste Auswahl an Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderatswahlen am 7. März: Fünf Frauen und 16 Männer wollen sich einen Sitz in der Exekutive ergattern. Bei den Wahlen der letzten Jahre erhielten die Gurmelser traditionell zwei Listen: eine von der CVP und eine Liste mit Unabhängigen. Bei diesen Wahlen kommt eine dritte Liste hinzu: Die neu gegründete SVP-Ortspartei geht erstmals ins Rennen um die sieben Sitze. 

Auf jeder der drei Listen finden sich sieben Kandidatinnen und Kandidaten. Von den bisherigen Gemeinderäten treten fünf wieder an: Pascal Aeby (CVP), der sich seit 2011 in der Gemeinde engagiert, Thomas Fontana (CVP) ist ebenfalls seit 2011 im Gurmelser Rat, Beat Meuwly (CVP) ist seit 2016 Gemeinderat, Manfred Bäriswyl (Unabhängige), auch er hat seit 2016 einen Sitz wie auch Markus Wüstefeld (Unabhängige).

Gemeindepräsident Daniel Riedo (CVP) und Vize Jean-Marc Sciboz (CVP) treten nicht mehr an. Damit werden zwei Sitze, die bisher der CVP gehörten, frei in dem Gremium, das in der aktuellen Legislatur ausschliesslich von Männern besetzt ist.

Die CVP steht vor neuer Situation

Mit der Liste der SVP verändert sich die Ausgangslage für die Unabhängigen und die CVP markant. Markus Wüstefeld hat keine Angst um die bisherigen Sitze der Unabhängigen Wähler: «Wir gehen davon aus, dass wir die zwei Sitze behalten können, und erhoffen uns einen dritten Sitz.» Mit 21 Kandidatinnen und Kandidaten sei die Situation aber nicht einfach. Wichtig sei ihm, dass es in Gurmels diesmal auch wieder mindestens eine Frau in den Rat schafft, «das ist mir ein grosses Anliegen». Es sei aber eine ungünstige Konstellation mit fünf bisherigen Gemeinderäten und so vielen Kandidaten. Die neue SVP-Ortssektion sei «recht aggressiv» ans Werk gegangen, «teilweise in reisserischem Ton». Aber damit müsse man wohl leben lernen in Gurmels. Pascal Aeby von der CVP – Die Mitte Gurmels sieht es ähnlich:

Die SVP wirft relativ hitzig Themen auf. Bei genauerer Analyse fällt die Kritik aber in sich zusammen.

Pascal Aeby
Gemeinderat Gurmels (CVP)

Das betreffe zum Beispiel die Finanzen, die Schulwegsicherheit oder die Stellenprozente der Gemeindeverwaltung. «Wir sollten sachlich bleiben», ist der Gemeinderat überzeugt. «Wir haben den Wunsch, im Gemeinderat keine Parteipolitik, sondern weiterhin Sachpolitik zu betreiben.»

Eine Frau wäre «bereichernd»

Zu den Chancen sagt Pascal Aeby, dass die CVP – die Mitte realistisch bleiben müsse: «Es sind 21 Kandidierende und die SVP wird wohl einen oder zwei Sitze ergattern.» Ziel sei es, die wählerstärkste Gruppierung zu bleiben und drei Sitze zu halten, allenfalls einen vierten zu holen. Auch Pascal Aeby hofft, dass es mindestens eine Frau in den Gemeinderat schafft, «das wäre bereichernd». 

In Gurmels sind in den vergangenen Jahren neue Einfamilienhausquartiere entstanden.
Aldo Ellena

Die SVP erkennt keine Aggression

Der Präsident der SVP Gurmels-Kleinbösingen und Kandidat der Gemeinderatswahlen, Jean-Claude Goldschmid, nimmt Stellung zu der Kritik: «Wir empfinden unseren Wahlkampf nicht als aggressiv.» Die SVP habe schlicht auf gewisse Punkte hingewiesen und freue sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat.

Die Partei rechne damit, zwei Sitze ergattern zu können. Auch Jean-Claude Goldschmid ist dafür, dass wieder Frauen in den Gemeinderat einziehen: «Frauen sind sicher wichtig, und wir haben mit Madeleine Herren eine gute Kandidatin auf unserer Liste.»

CVP hat seit zehn Jahren fünf Sitze im Gemeinderat von Gurmels

Vor zehn Jahren gab es einen grossen Wechsel im Gemeinderat von Gurmels: Fünf der sieben Sitze wurden 2011 neu besetzt. Die CVP holte sich damals fünf Sitze und gewann die Überhand – zulasten der Unabhängigen Wähler, die zwei ihrer vorher vier Sitze verloren. 2016 konnte die CVP ihre fünf Sitze halten. Die Unabhängigen Wähler scheiterten beim Versuch, mehr Sitze zu ergattern, und verblieben bei zwei. Mit der Abwahl von Nadine Vogel von der CVP wurde der Rat von Gurmels damals zum reinen Männergremium. emu

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema