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Der Schutz vor dem Hochwasser an der Bibera liegt in weiter Ferne

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Wie man die Bibera bei Hochwasser in ihren Bahnen halten könnte, wüsste Ueli Minder schon lange: «Man müsste die Dämme um einen Meter aufschütten», sagt der Präsident des für den Hochwasserschutz zuständigen Wasserbauunternehmens (WBU) der Bibera. So einfach ist es aber nicht: Weil Bund und Kanton an den Hochwasserschutz mitzahlen, wollen sie auch bei den dafür geplanten Massnahmen mitreden können.

Um einen Kredit von 100 000 Franken für ein Massnahmenkonzept zum Hochwasserschutz im Grossen Moos zu genehmigen, trafen sich die WBU-Delegierten am Mittwoch zu einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung. Im Konzept würden neben den geplanten Massnahmen die ökologischen Zielsetzungen bestimmt und das Projekt wird mit Kanton und Bund besprochen, wie Jean-Claude Raemy vom kantonalen Tiefbauamt den Delegierten erklärte. Zudem müsse im Konzept aufgezeigt werden, dass der Hochwasserschutz technisch machbar und finanzierbar sei.

Auch genehmigten die Delegierten einen Kredit von 40 000 Franken für die Begleitung der Bauherrschaft. «Jemand muss der Chef sein, sonst versandet das Projekt», begründete Raemy den Antrag. WBU-intern habe niemand die Kapazität, diese Aufgabe zu übernehmen.

«Wir haben keine Wahl»

Die 140 000 Franken seien ein hoher Betrag, den die an der Bibera angrenzenden Gemeinden berappen müssen, sagte WBU-Präsident Minder an der Versammlung. «Wir haben aber keine Wahl.» Der Hochwasserschutz müsse realisiert werden. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Bibera wieder über die Ufer trete. Letztmals passierte dies 2007 im Grossen Moos und in Ulmiz.

 Die Gemeinden müssen sich auf weitere Kosten gefasst machen. Mit dem 100 000 Franken teuren Konzept werden die Massnahmen für den Hochwasserschutz erst einmal definiert. Diese müssen dann realisiert werden, wofür ein Vorprojekt und ein Bauprojekt nötig sind.

Bereits im Massnahmenkonzept will das Wasserbauunternehmen die Interessen möglichst aller betroffenen Personen und Institutionen unter einen Hut bringen. «80 verschiedene Akteure, vom Bund über die Gemeinden bis zu den Privateigentümern, haben Interesse am Ausbau des Hochwasserschutzes im Grossen Moos», sagte Minder. Er rechnet damit, dass es noch mindestens drei Jahre dauert, bis der Hochwasserschutz endlich realisiert werden kann. Bis dahin fliesst noch viel Wasser die Bibera hinab. Minder hofft, dass es im Bachbett bleibt.

 

Neophyten: Am Ufer wuchert das Springkraut

A m Ufer der Bibera breiten sich das Springkraut und andere unbeliebte Pflanzen aus, die kaum auszurotten sind. Problematisch ist das Springkraut, weil es einheimische Gräser und Pflanzen verdrängt. Eine intakte Flora am Ufer ist insbesondere dann wichtig, wenn der Bach über die Ufer tritt: Fehlen die Pflanzen samt ihren Wurzeln, wird der nackte Boden vom Wasser mitgeschwemmt. An der Delegiertenversammlung des Wasserbauunternehmens wollten die Gemeindevertreter wissen, wie die Verantwortlichen dem wuchernden Springkraut Herr werden wollen. Nächstes Jahr werde zwei statt nur einmal gemäht, informierte der für den Unterhalt verantwortliche Hans Kramer. Mehr Arbeit werde jedoch auch mehr Kosten verursachen, warnte er die Delegierten. hs

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