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«Der Wägeli-Kaffee fehlt am meisten»

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Die Reise von Freiburg nach Bern wird zum ungewissen Abenteuer

Autor: Von KARIN AEBISCHER

Montagmorgen, 7.30 Uhr am Bahnhof in Freiburg. Eine Schar von Reisenden strömt von den Geleisen gestresst in Richtung Busbahnhof, einige werfen noch kurz einen Blick auf die Anzeigetafeln und stellen resigniert fest, dass die Fahrt nach Bern nun tatsächlich im Bus, statt im Zug, weitergehen muss.Männer in orange leuchtenden Westen stehen bereit und erklären verwirrten Passagieren, zu welchen Uhrzeiten sie per Bus nach Bern gelangen können, man müsse einfach eine halbe Stunde länger einplanen als mit dem Zug, heisst es. «Es geht los», ruft der Chauffeur durch die Menge. Sobald der Bus ausreichend besetzt ist, kann die Reise nach Bern beginnen.

Sitzplätze sind begehrt

Im Bus ist es rappelvoll. Die wenigen Sitzplätze sind schnell vergeben, und so muss sich die Hälfte der Fahrgäste mit einem Stehplatz begnügen. «Ich hätte lieber eine halbe Stunde länger geschlafen, als jetzt mit dem Bus nach Bern zu tuckern», beklagt sich eine junge Dame. Die Stimmung unter den Passagieren ist weit entfernt von himmelhoch jauchzend. Schon als der Bus auf der Autobahn an Düdingen vorbeifährt, sind die sitzenden Fahrgäste äusserst zu beneiden. Stehend muss man stets versuchen, das Gleichgewicht zu halten, um nicht auf die Reisetasche des Nachbarn zu fallen.

Schwitzen statt entspannen

Leider verfügen die Ersatz-Gefährte nicht über Klimaanlagen wie die modernen Intercity-Züge, so müssen halt die winzigen Klappfenster als Lüftungsanlage dienen, um der Hitze und der stickigen Luft im Bus gegenzuwirken.Auf der Höhe von Flamatt richten alle ihren Blick gespannt nach rechts in Richtung Bahnhof und Geleise, schliesslich möchte man den Auslöser für diese Busfahrt auch einmal persönlich visualisieren, doch leider ist nichts zu sehen.«Mir fehlt der Kaffee hier im Bus am meisten, es kommt einfach kein Wägeli vorbei», scherzt ein Fahrgast, welcher jeden Tag zum Arbeiten von Freiburg nach Bern pendelt. «Ich finde es genial, wie schnell der Transport mit den Bussen organisiert wurde, doch ich kann im Bus nicht lesen, es wird mir übel dabei», erklärt seine Frau, die sonst immer im Zug arbeitet.

Zeitmanagement in Gefahr

Als der Bus die lange Baustelle vor Bern passiert, muss der Chauffeur das Tempo stark drosseln. Einige gestresste Passagiere schauen besorgt auf die Uhr und schütteln den Kopf. «Ich werde wieder aufs Auto umsteigen müssen, wenn das noch länger so weitergeht», erklärt ein Fahrgast aus Münchenwiler seinem Mitfahrer.Um 8.10 Uhr kann der Bus die Autobahn verlassen. Doch leider geht die Fahrt nur noch im Schneckentempo weiter, der Berner Morgenverkehr macht sich bemerkbar. Zudem hat sich der Bus während der Fahrt stark aufgeheizt, so dass einigen Fahrgästen die Schweissperlen von der Stirne regelrecht runterkullern. Nach der grossen Stille während der gesamten Fahrt beginnen nun einige Pendler, sich zu unterhalten. Ein nervöses Raunen geht durch die Menge: Langsam, aber sicher wäre es Zeit, am Arbeitsplatz aufzutauchen.Um 8.20 Uhr dann die Erlösung, der Bus ist im Bahnhof Bern angekommen. Als ob im Bus ein Feuer ausgebrochen wäre, stürzen sich alle Passagiere so schnell wie möglich nach draussen an die frische Luft, die Arbeit wartet. An den Rückweg wird jetzt erstmals noch nicht gedacht.

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