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Der wahre Reto Berra

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Im Kampf um einen Platz im Playoff ist Torhüter Reto Berra der grösste Trumpf der Freiburger. Auch deshalb reiste der 32-jährige Bülacher letzte Woche vorzeitig aus der Nationalmannschaft ab und verzichtete aufgrund von muskulären Problemen auf die Testspiele im Wallis gegen Norwegen und Russland. «Es war sicherlich nicht so schlimm, aber ich bin auch nicht mehr der Jüngste, von daher muss ich aufpassen», sagte Berra nach dem gestrigen Morgentraining, das er normal bestreiten konnte. Der Entscheid, frühzeitig nach Freiburg zurückzukehren, sei gemeinsam mit Nationalteam-Direktor Lars Weibel und Got­téron getroffen worden. Das letzte Wort allerdings hatte Berra selbst. «Schliesslich ist es mein Körper und meine Gesundheit.»

Besser als letzte Saison

Einem Einsatz Berras heute zu Hause gegen den EHC Biel steht nichts im Wege. Dabei kommt es zum Duell der beiden statistisch besten Goalies der Liga. Während Berra 92,8 Prozent der Schüsse abwehren konnte, sind es beim Seeländer Schlussmann Jonas Hiller noch eine Spur mehr (92,9 Prozent). «Am Ende des Tages wäre es mir lieber, wenn wir als Team ganz oben in der Tabelle stehen würden. Aber persönlich bin ich mit meinen Leistungen sehr zufrieden. Ich denke, dass ich sehr konstant spiele», zieht Berra eine positive Zwischenbilanz. Im vergleich zu seiner ersten Saison mit Gottéron habe er sich steigern können, sagt der Goalie mit 74 NHL-Spielen für die Calgary Flames, die Colorado Avalanche, die Florida Panthers und die Anaheim Ducks. «Letztes Jahr bin ich nach fünf Saisons in Nordamerika in die Schweiz zurückgekehrt. Ich für meinen Teil haben einen riesigen Unterschied zwischen den kleineren und den grösseren Eisfeldern gespürt. Jetzt bin ich besser, weil ich schon ein Jahr auf den grossen Eisfeldern gespielt habe.»

Steigerung im Boxplay

Trotz durchaus starken Leistungen verlief der Saisonstart für Berra jedoch nicht einfach. Obwohl er statistisch ähnlich starke Vorstellungen wie Ludovic Waeber zeigte, gingen die Spiele mit ihm im Tor verloren, derweil der Ersatztorhüter jeweils als Sieger vom Eis gehen konnte. «Das hat mich nicht beschäftigt», erklärt Gottérons Nummer 1. «Mein Ziel ist es, der Mannschaft in jedem Spiel eine Chance auf den Sieg zu geben. Ich konzentriere mich auf meine Fangquote und meinen Gegentorschnitt. Alles andere habe ich nicht in der Hand.» Es sei nur positiv zu werten, wenn Backup Waeber gute Leistungen abrufen könne. «Man weiss ja, wie wichtig heute der zweite Torhüter ist. Solche Siege können am Ende entscheidend sein. Ich bin froh für ‹Ludo›, der hart trainiert und in seinem jungen Alter bereits sehr professionell ist.»

Entscheidend für die hervorragenden Statistiken Berras ist auch das stark verbesserte Boxplay der Freiburger im Vergleich zur vergangenen Saison. «Wir blocken viel mehr Schüsse, und die Stockarbeit bei den Rebounds ist besser», erklärt der 194 Zentimeter grosse Goalie. «Zudem ist mehr Bewegung im Unterzahlspiel drin. Letzte Saison waren wir doch sehr statisch und standen wie Pylonen herum.» So werde es im Boxplay eben schwierig, weil die Spieler heute so gut seien. «Wir haben tatsächlich einige Anpassungen im Penalty-Killing vorgenommen, die Reto entgegenkommen», bestätigt Christin Dubé. Auch deshalb sehe man jetzt im Freiburger Tor den wahren Berra, «einen der absoluten Top-Goalies der Liga».

«Bin mit mir im Reinen»

Zu diesen Spitzenhütern gehört selbstredend auch Hiller, der im Alter von 37 Jahren immer noch auf höchstem Niveau performt. «Ich kenne Jonas gut und weiss, wie hart er arbeitet», sagt Berra, für den die starke Fangquote Hillers keine Überraschung ist. Kaum vorzustellen deshalb, dass der dreifache Schweizer Meister mit dem HC Davos mit über 400 NHL-Spielen auf seinem Buckel Ende Saison zurücktreten wird, wie er es vor einigen Monaten angekündigt hat. «So wie ich gehört habe, steht es ja noch nicht zu 100 Prozent fest. Aber wenn er tatsächlich aufhört, sage ich Chapeau. Es ist nicht einfach, auf dem Höhepunkt seines Schaffens zurückzutreten», hält Berra, der heute das direkte Duell für sich entscheiden will, fest.

Nachdem er von 2009 bis 2013 die Farben der Seeländer getragen hat, seien die Spiele gegen seinen Ex-Club nach wie vor speziell für ihn, und zwar umso mehr, weil sich Berra kurz vor dem Saisonstart für eine langfristige Vertragsverlängerung mit Gottéron und gegen eine Rückkehr zu Biel, das einen Nachfolger für Hiller sucht, entschieden hatte. Eine Wahl, die noch heute zu reden gibt, nachdem diverse Medien kolportierten, dass er den Bielern mündlich bereits zugesagt hatte, ehe er schliesslich doch bei den Freiburgern unterschrieb. «Dazu sage ich nichts mehr, das ist schon lange her, und wir stecken mitten im Strichkampf», blockt Berra ab. Um dann nachzuschieben: «Die einen sagen dies, die anderen das. Jeder soll glauben, was er will. Ich jedenfalls bin mit mir im Reinen. Insofern ist alles okay.»

Der heutige Gegner

Fakten zu Biel

• Die Bieler stellen das schlechteste Team der Liga beim Bully. Nur 45,6 Prozent der Anspiele können die Seeländer für sich entscheiden.

• Der frühere Gottéron-Verteidiger Yannick Rathgeb steht nach 26 Spielen bei 7 Toren und 9 Assists. Damit ist er der aktuell drittbeste Skorer des EHC Biel.

• Im Saisonvergleich liegt die Mannschaft von Antti Törmänen gegen Gottéron mit 2:0 Siegen vorne.

• Die Bieler haben im Powerplay bereits 21 Tore erzielt. Nur die ZSC Lions sind in dieser Statistik noch besser (22 Treffer).

• Dafür hat der EHC Biel als einzige Mannschaft der National League in dieser Saison noch keinen Shorthander erzielen können.

Vorschau

Center Schmutz fällt für das Heimspiel gegen Biel aus

Nach der zehntägigen Nationalmannschaftspause nimmt Gottéron heute mit dem Heimspiel gegen den drittplatzierten EHC Biel wieder Anlauf. «Es ist eines der besten Teams der Liga, das viel Bewegung in seinem Spiel hat», sagt Got­téron-Trainer Christian Dubé. Zuversichtlich stimme ihn, dass seine Mannschaft gegen die starken Gegner bisher meist gute Spiele zeigen konnte.

Nicht auflaufen werden heute Center Flavio Schmutz, der sich im Spiel vom 6. Dezember gegen Davos eine nicht näher definierte Verletzung zugezogen hat, und Verteidiger Marco Forrer, der nach seiner Gehirnerschütterung einen Rückfall erlitten hat. Daniel Brodin, der zuletzt mit der schwedischen Nationalmannschaft unterwegs war, ist heute Morgen nach Freiburg zurückgekehrt und wird gegen die Bieler ­spielen.

Vor Weihnachten stehen dann noch drei Spiele innert vier Tagen gegen Zürich, Genf und Rapperswil auf dem Programm. Laut Dubé ist es möglich, dass in einem davon Ersatzhüter Ludovic Waeber zum Einsatz gelangen wird.

fs

Heute spielen

Ambri – Lugano 19.45

Gottéron – Biel 19.45

Servette – Davos 19.45

Lausanne – Zug 19.45

SCL Tigers – Lakers 19.45

ZSC Lions – SC Bern 19.45

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