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Der Wettbewerb der hellen Köpfe

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«2018 ist ein super Jahrgang.» So beschrieb der Direktor der Freiburger Wirtschaftsförderung, Jean-Luc Mossier, gestern bei der Präsentation der Finalisten des Innovationspreises die Auswahl für 2018. Mit 50 Kandidaten war die Beteiligung dieses Jahr die höchste am seit 1991 alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerb. 2016 hatten sich 33 Unternehmen angemeldet.

Die Teilnehmer des Innovationspreises starten in zwei Kategorien: dem Start-up-Preis über 30 000 Franken für Jung­unternehmen ab 2013 und dem Unternehmenspreis über 10 000 Franken für etablierte Firmen. Dazu erhält ein Kandidat aus den beiden Kategorien eine Cleantech-Auszeichnung mit einem Preisgeld von 6000 Franken.

Blut, Velo, Baustellen

Im Wettbewerb der Unternehmen machen drei Freiburger Neuheiten den Preis unter sich aus, die international bereits für Aufsehen gesorgt haben: Medion Grifols Diagnostics aus Düdingen bietet seit langem Labortests für Bluttransfusionen an. Nun sind aber Krebsmedikamente auf den Markt gekommen, welche die Analyseindikatoren überdecken. Als Antwort darauf hat das Unternehmen in Düdingen ein Entstörungsprotein entwickelt, das den Effekt der Krebsmedikamente ausblendet. Damit funktioniert die Blutdiagnose wieder. «So konnten wir dem Standort in Düdingen innerhalb unseres Weltkonzerns zu Präsenz verhelfen», sagte Verwaltungsratspräsident Peter Schwind.

Scott Sports in Givisiez hat ein neues Rad für seine Velos entwickelt. Seit 20 Jahren stellt Scott Fahrräder mit Carbonrahmen her, nun hat es das leichteste 29-Zoll-Rad der Welt aus Carbon entwickelt. Ein Vorder- und Hinterrad wiegen zusammen nur 1250 Gramm. Dazu bringt es bessere Steifigkeits- und Beschleunigungswerte. «Wir bewegen uns in der Formel 1 des Radsports; da zählt jede Sekunde», so Vizepräsident Pascal Ducrot. Die Firma Zbinden Posieux hat ein automatisiertes System entwickelt, um Baustellenmarkierungen auf Autobahnen automatisch zu setzen und wieder einzusammeln. Bisher wurde das von Hand gemacht, was zu Unfällen geführt hat. Mit dem System Zbinden geschehe das Markieren schneller, und das Unfallrisiko sinke um 75 Prozent, so die Direktoren Phi­lippe und Benoît Zbinden.

Ideen der Jungunternehmen

Auch beim Start-up-Preis beschäftigen sich zwei Jungunternehmen mit öffentlichen Strassen und Plätzen. Cortexia AG aus Châtel-St-Denis nützt künstliche Intelligenz, um Strassenputzmaschinen gezielter einzusetzen. Die Maschinen sind mit Kameras und Computer ausgerüstet, die den Schmutz erfassen und identifizieren. Algorithmen helfen, die Maschinen dort häufiger einzusetzen, wo es auch mehr Schmutz hat.

Texum GmbH aus Freiburg hat erkannt, dass bei Kreiseln die Belastung durch den Strassenverkehr besonders intensiv ist. Die Firma hat deshalb Verbundwerkstoffe aus Kohlefasern entwickelt, die in den Belag bei Kreiseln eingebaut werden und Rissbildung verhindern. Selbst wenn der Belag repariert werden sollte, sind die Arbeiten dank dem Fasernetz viel einfacher und billiger.Die NanoLockin GmbH ist ein Start-up aus dem Adolphe-Merkle-Institut. Sie hat eine Methode entwickelt, bei der Nanopartikel dank Licht und Wärme gemessen und erkannt werden. Diese schnellere und billigere Methode gegenüber bisherigen Analysen hat Potenzial, da bei Verbraucherinformationen immer mehr auch Nanomaterialien deklariert werden müssen.

Preisvergabe im November

Die Kandidaturen für den Innovationspreis gingen im Frühling ein, die Jury hat diese Dossiers im Sommer studiert, und gestern hat die Wirtschaftsförderung je drei Finalisten für die beiden Kategorien vorgestellt. Beim Start-up-Preis entscheidet zum Teil ein Publikums-Voting (siehe Kasten). Die Preisverleihung findet am 7. November statt. Da werden dann auch die Finalisten der Agri & Co Challenge ausgezeichnet, die Entwicklungshilfe auf dem ehemaligen Elanco-Gelände in Saint-Aubin erhalten (de FN berichteten).

Für Jean-Luc Mossier ist nicht nur die Anzahl Dossiers für den Innovationspreis erfreulich, er lobte auch deren Qualität. «In Freiburg gibt es wahre Innovationsperlen.»

Start-up-Preis

Publikum stimmt mit SMS ab

Seit gestern hat die Bevölkerung die Möglichkeit, den Gewinner des Start-up-Preises zu wählen. Die Wahl per SMS ist bis zum 4. November möglich. Pro Telefonnummer ist eine Stimme möglich. Die SMS ist an die Nummer 939 zu senden, wobei für jeden Finalisten ein anderes Keyword gilt Cortexia: FRI A; NanoLockin: FRI B; Texum: FRI C.

Für die Publikumswahl wurden Videoclips gedreht, in denen die Jungunternehmen ihre Innovationen vorstellen. Unter den Teilnehmern der SMS-Pub­likumswahl werden Preise bis zu 1000 Franken verlost. Das SMS-Voting trägt zu einem Drittel zum Ergebnis bei. Je ein Drittel machen die Jury-Wertung und das Live-Publikum bei der Preisverleihung am 7. November aus.

uh

Informationen und Videos aller Finalisten: www.innovationfr.ch

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