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Die Aussicht vom Schlossturm geniessen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der grosse Turm des Murtner Schlosses wird ab dem 26. Juni für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Bereits am Mittwochabend führte die zuständige Architektin Carmen Reolon – im Rahmen eines Vortrags über das Schloss – über 40 Personen bis in die Turmspitze.

Der Weg nach oben führt anfangs durch ein modernes Treppenhaus. Nach dem Passieren einer Tür gelangen die Besucherinnen und Besucher in den alten Teil des Turms. Sie kommen an einer grossen Tür vorbei. Reolon öffnet diese und bittet, einen Blick hinein zu werfen. Auf den Wänden befinden sich Graffiti. Jemand hat einen Kalender gezeichnet und die Tage durchgestrichen. Auf der gegenüberliegenden Wand ist ein Baum verewigt. Dieser Raum sei früher eine Gefängniszelle gewesen, erklärt Reolon. «Ein Häftling hat den Baum des Lebens gemalt. Mit dem selbst gezeichneten Kalender hat er die Tage gezählt.» Die Architektin steigt weiter die Treppen hinauf, bis sie zu einer schweren Holztür gelangt. Sie schliesst sie auf, schaltet das Licht ein. Die Besucher folgen ihr und steigen weiter hinauf auf einer neuen, engen Holztreppe. Schliesslich ist das Ziel erreicht: Alle stehen im Dachgeschoss des Turms. Flink öffnet Reolon einige Fensterläden. Es strömt angenehm kühle Luft herein, und schon drängen sich die Besucher um die Fenster. Sie machen Fotos von der Aussicht in Richtung Murtensee, sind fasziniert vom Blick auf die Ringmauer und rätseln, ob weit hinten Faoug zu sehen ist.

Ein Testlauf

Damit Besucher den Turm betreten dürfen, seien einige Sanierungsarbeiten notwendig gewesen, erklärt Reolon vorher an ihrem Vortrag im Museum Murten: «Denn die Tritte aus Sandstein waren abgenutzt und unterschiedlich hoch, der Boden uneben, Handläufe fehlten, und einige Böden waren morsch.» Gemäss Reolon haben die Arbeiten fast 200 000 Franken gekostet.

Für die Architektin ist die Öffnung des Turms ein Testlauf. Denn es handelt sich um ein zeitlich begrenztes Projekt im Rahmen des europäischen Kulturerbejahres (die FN berichteten). Zudem dient der Turm den geschützten Turmdohlen als Heimstätte. Vogelschützer werden beobachten, wie die Tiere auf die neuen Besucher reagieren, die ab Ende Juni täglich den Turm erkunden können. Anschliessend werde sie prüfen, ob eine dauerhafte Öffnung des Turms infrage komme, sagt Reolon.

Geplante Öffnungszeiten: vom 26. 6. bis 31. 10. 2018, 9 Uhr bis 19 Uhr; jedoch vom 12. 8. bis 2. 9. 2018, 9 Uhr bis 17 Uhr.

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