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«Die Brücke ist so gut wie neu»

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«Es war schon ziemlich verrückt», sagt Jérôme Nicolet vom Bundesamt für Strassen (Astra). Der Projektleiter der Sanierung der Lavapesson-Brücke bei der Autobahnausfahrt Freiburg-Nord steht unter der Brücke und blickt hinauf. «Die Leute, die jeden Tag über die Brücke gefahren sind, haben gar nicht gemerkt, was wir da gemacht haben.» Zu einem bestimmten Zeitpunkt habe man die ganze Brücke angehoben, während die Autos darüber rollten. Rund 32 000 Autos fahren jeden Tag über die Brücke.

Komplexes Projekt

«Rein kostenmässig war die Sanierung der Lavapesson-Brücke nicht unser grösstes Projekt, aber sicher eines der komplexesten», sagt Astra-Sprecher Olivier Floc’hic. Das liege daran, dass alle Arbeiten erledigt werden mussten, während der Verkehr weiterrollte. Nur an einem Wochenende im Juli 2018 wurde die Brücke komplett gesperrt. Die Arbeiten waren auch anspruchsvoll wegen der Verkehrsführung: Es gibt Autobahnein- und -ausfahrten, zwei Kreisel, der Zugang der Polizei zur Autobahn musste gewährleistet bleiben und zu all dem kamen im Sanierungszeitraum zahlreiche Anlässe im Forum sowie Eishockeyspiele, die viel Verkehr nach sich zogen. «Wir sind in kleinen Etappen vorgegangen, deshalb dauerte die Sanierung auch so lange», sagt Projektleiter Nicolet. Die Arbeiten für die erste Etappe begannen im März 2018, im Winter darauf gab es eine Pause, bevor im April 2019 die zweite Etappe begann, die im Dezember 2019 endete.

«Wir haben den Zeitrahmen gut einhalten können und auch die Kosten liegen im Rahmen der budgetierten 11 Millionen Franken», sagt Nicolet. Die Kosten übernimmt der Bund. In diesem Jahr stehen noch einige kleinere Arbeiten an: Leitplanken und Markierungen werden erneuert, und der Belag des Kreisels auf der Freiburg-Seite wird ersetzt. «Das sind aber punktuelle Arbeiten, die den Verkehr nicht gross behindern werden.»

Neues Trottoir

Für die Autofahrerinnen und Autofahrer ändert sich mit der Sanierung nicht viel: Die Fahrspuren sind die gleichen. Für die Fussgängerinnen und Fussgänger gibt es allerdings eine markante Verbesserung: Sie können die Brücke nun auf einem Trottoir überqueren, während es zuvor nur gelbe Markierungen am Boden gab. Zudem gibt es jetzt eine Beleuchtung auf beiden Seiten der Brücke. Einen Veloweg gibt es nicht. «Ein neuer Veloweg war im Projekt nicht vorgesehen. Es handelte sich rein um die Sanierung der bestehenden Infrastruktur», erklärt Sprecher Olivier Floc’hic. «Einen neuen Veloweg einzuführen, hätte ein anderes Prozedere benötigt. Wir hatten aber dafür keine Zeit, weil die Sanierung dringend war.»

Denn bei einer der alle fünf Jahren stattfindenden Kon­trollen hatte das Astra festgestellt, dass die Brückengelenke in schlechtem Zustand waren. Die 1968 gebaute und 1994 erstmals sanierte Brücke wurde ab 2016 mit einem Metallgerüst gestützt. Jérôme Nicolet zeigt auf helle Flecken an den Brückenpfeilern: «Dort wurde der Beton ersetzt.» Bei vielen Pfeilern wurde der obere Teil ganz ersetzt. Nicolet geht weiter, unter der Brücke hindurch, und steht nun neben der Einfahrt zur A 12 in Richtung Bern. In der Rampe gibt es neu eine Tür. «So können wir die Infrastruktur auch von innen betrachten», erklärt Nicolet.

Fit für gut zwanzig Jahre

Neu gemacht wurden auch die Dichtungen, die Geländer, die Beläge sowie die Fugen zwischen der Brücke und der Strasse auf festem Boden. «Die Brücke ist so gut wie neu», fasst Nicolet zusammen.

Während der Bauarbeiten wurde ein Arbeiter verletzt, was aber nicht am Verkehr, sondern an einer defekten Maschine lag. Zudem kam es zu zwei bis drei Unfällen mit Blechschaden beim Kreisel auf der Freiburg-Seite. Aber: «Besonders im zweiten Jahr der Arbeiten haben die Verkehrsteilnehmer die veränderten Umstände gut akzeptiert», sagt Nicolet. Er ist zufrieden mit der Sanierung der Brücke. Sie ist nun gerüstet für die nächsten zwanzig bis dreissig Jahre.

Umwelt

Habitate für Eidechsen, Vögel und Fledermäuse

Von der Sanierung der Lavapesson-Brücke profitieren nicht nur die Menschen. Es wurden auch mehrere Projekte für Tiere realisiert, wie Jérôme Nicolet, Projektleiter beim Bundesamt für Strassen, erklärt. «Bei den Arbeiten haben wir gemerkt, dass Eidechsen entlang der Autobahn leben», sagt er. Man habe diesen während der Bauarbeiten ein provisorischen Habitat gebaut. Nun, nach Abschluss der Arbeiten, liegen drei Steinhaufen entlang der Fahrbahn. «Das sind ideale Lebensräume für die Eidechsen.»

Zudem wurden an der Brücke zwölf Nistkästen für Dohlen und Mauersegler eingerichtet sowie zehn Kästen für Fledermäuse. «Der Strassenlärm dürfte sie nicht stören, denn unter der Brücke ist es ziemlich ruhig», sagt Nicolet. Spezialisten des kantonalen Amtes für Wald und Natur hätten das Projekt begleitet.

 

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