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Die Eishalle Düdingen und der EHC Sensee Future spenden Eishockey-Material für eine indische Bergregion

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In Zusammenarbeit mit der Organisation Ladakh Partners und dem Jugendförderverein Sensee Future spendet die Eishalle Düdingen Eishockey-Material. Das gesammelte Material soll an Bergdörfer im indischen Himalaya gehen. 

«Eigentlich müssten wir die ganze Zeit herumspringen vor Glück.» Das sagt Käthi Roth, Präsidentin des Schweizer Vereins Ladakh Partners. Seitdem die 75-Jährige das erste Mal in Ladakh war, ist sie verzaubert und beeindruckt. Von den schönen und den weniger schönen Seiten der indischen Bergdörfer, wie sie erzählt. Gleichzeitig werde ihr aber auch immer wieder bewusst, wie gut es uns hier gehe.

So malerisch die Gegend im indischen Himalaya-Gebirge sei, so zeigten sich auch brutale Realitäten, zum Beispiel anhand des Kriegs mit China, der nie vorbei zu sein scheint. 

Neben der Angst, dass Familienangehörige sterben, müssen die Bewohnerinnen und Bewohner von Ladakh aber noch ganz andere Hürden überwinden. Es gibt in Ladakh wenig Bildungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, die Zugänglichkeit zu der Bergregion ist erschwert, und besonders in den abgelegenen Seitentälern herrscht grosse Armut.

Trotzdem würden die Familien dort in einer ganz anderen Mentalität leben als beispielsweise wir Schweizerinnen und Schweizer, erklärt Roth. So habe sie einmal mit einem Mönch über den vergangenen Winter gesprochen. Dieser habe ihr erzählt, der Winter sei schon hart gewesen, er hatte keine langärmlige Kleidung, die Temperaturen lagen bei weniger als minus 30 Grad, und er fror. Dann habe er Touristen beobachtet, die mit ganz dicken Stiefeln aufgetaucht seien. Und trotzdem seien sie nicht glücklich gewesen – wegen Beziehungsproblemen. 

Hilfe zur Selbsthilfe

«Mein Prinzip ist immer: Hilfe zur Selbsthilfe», erklärt Roth. Es sei wichtig, nicht einfach haufenweise Geld zu schicken. Die Idee zu helfen, sei gut und wichtig, aber trotzdem dürfe der Überblick nicht verloren werden, und das grosse Ganze müsse im Auge behalten werden. Wenn zum Beispiel ein Arzt nach Ladakh gehe und die Einwohnerinnen und Einwohner kostenlos behandle, dann sei das zwar für den Moment gut. Längerfristig aber nicht. «Die Menschen sagen dann: Wir gehen nicht mehr zu unserem eigenen Arzt, der kostet Geld. Wir warten lieber, bis der Arzt wiederkommt, der das gratis macht», sagt Roth. 

Deshalb ist es Roth auch sehr wichtig, dass die Spendenabgaben von ihr selbst überprüft werden können. Oft bringt sie Materialien gleich persönlich nach Ladakh. «Wenn mir jemand etwas spendet, zum Beispiel einen Rucksack, dann schenke ich den einem Menschen in Ladakh, mache ein Foto und schicke das der Spenderin oder dem Spender», erklärt Roth. 

Bezugsperson ist wichtig

Käthi Roth ist also eine Bezugsperson – sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner von Ladakh als auch für die Spenderinnen und Spender aus der Schweiz. Dazu gehört jetzt auch Philippe Clerc, Geschäftsführer der Regional-Eisbahn Sense-See AG. Die Eishalle spendet zusammen mit dem EHC Sensee Future Eishockey-Material an den Verein Ladakh Partners.

«Bei uns bleibt viel Zeug liegen», erklärt Clerc. Ein Mitarbeiter der Eishalle kenne Käthi Roth und habe darauf aufmerksam gemacht, dass Ladakh Partners auf der Suche nach Eishockey-Material sei. «Ich finde es sehr schön, dass wir so etwas weitergeben können, das bei uns nicht mehr gebraucht wird», so Clerc. Er betont auch, dass er es sehr angenehm finde, mit Käthi Roth eine Verbindung zu haben, die garantiert, dass das Material auch wirklich dort landet, wo es landen soll.

Online-Aufruf

In der Eishalle Düdingen stand während längerer Zeit eine Kiste mit der Anschrift, dass hier für den Verein Ladakh Partners gesammelt würde. «Es wurde sehr viel abgegeben», sagt Clerc. 

Auch Emanuel Jungo, der Präsident des EHC Sensee Future, einem Nachwuchsverein, hat bei der Spendenaktion kräftig mitgeholfen. «Wir haben einen Aufruf gemacht über unsere Website und Social Media», erzählt er. Normalerweise bietet der EHC Sensee Future eine Plattform, um gebrauchtes Eishockey-Material günstig zu verkaufen. Dieses Jahr haben sie das weggelassen, dafür aber einen Spendenaufruf gestartet. Es sei sehr viel Material zusammengekommen. «Ich glaube, die Leute haben das grad zum Anlass genommen, ihre Keller auszumisten», schmunzelt Jungo. 

Wie es weitergeht

Das gesammelte Material wurde von Philippe Clerc und Emanuel Jungo nochmals durchgesehen. «Wir mussten schon aussortieren», sind sich die beiden einig. Zum Teil seien auch kaputte oder nicht mehr brauchbare Dinge abgegeben worden. «Das meiste Material war aber in Ordnung, und wir freuen uns natürlich sehr», so Clerc.

Die Arbeit ist jetzt aber noch nicht zu Ende, wie Käthi Roth erklärt. In diesem Jahr wird Geld gesammelt, damit das Material überhaupt nach Ladakh gebracht werden kann. Der Versand per Container kostet mehrere Tausend Franken und dauert lange. Wahrscheinlich wird das Material ungefähr drei Monate lang auf Reisen sein. Nicht alle der Bergdörfer sind auf Strassen erreichbar. Sobald eine Strasse aufhört, geht es zu Fuss oder auf Pferde- oder Eselsrücken weiter. Besonders im Winter ist der Zugang zu den Dörfern oft erschwert, die Strasse ist ab September bis Mai geschlossen, wegen Schnee und Eis.

Ladakh ist ein indisches Unionsterritorium, das der Zentralregierung in Delhi unterstellt ist. Das Eishockey-Material wird per Flugzeug nach Delhi transportiert. Dann wird es dort verzollt, was etwa drei Tage dauert. Schliesslich wird das Material per Lastwagen mehrere Tage nach Leh im Unionsterritorium Ladakh gefahren. Dafür geht es über Fünftausender.

Ab Leh übernimmt der Partnerverein Singela Partners. Das Endziel des Materials sind sieben Bergdörfer in einem abgelegenen Seitental, der Singela Area. Die Dörfer liegen auf ungefähr 4500 Metern Höhe und werden von etwa 1500 Einwohnerinnen und Einwohnern und 350 Kindern bewohnt.

Sport verbindet

Auf die Idee, Eishockey-Material zu sammeln, ist Käthi Roth über eine Freundin gekommen. «Kinder und Jugendliche in Ladakh wachsen in einem sehr strengen Regime auf», sagt Roth. Möglichkeiten, Sport zu machen, gibt es dort kaum. Bereits vor einiger Zeit hatte Roth Material vom EHC St. Moritz nach Ladakh gebracht. «Es war wunderbar», sagt sie. Das ganze Dorf habe mitgeholfen, am Abend eine Eisfläche zu präparieren aus dem Schnee und Eis, das es im Winter sowieso gibt. 

Dieses Erlebnis soll den Kindern und Jugendlichen aus Ladakh dieses Jahr wieder ermöglicht werden. Philippe Clerc betont, dass die Eishalle Düdingen auch in Zukunft offen sei für solche Projekte. Auch der EHC Sensee Future kann sich gut vorstellen, wieder bei solchen Spendenaktionen mitzuwirken, wie Emanuel Jungo anfügt.

Verein Ladakh Partners

Unterstützung für die Bergbevölkerung

Der Verein Ladakh Partners wurde im Jahr 2015 von Käthi Roth gegründet, um die Bergbevölkerung in der Singela Area in Ladakh im indischen Himalaya zu unterstützen. Die ehemalige Krankenschwester hat bereits bei ihrem ersten Besuch 1997 ihre Faszination für die Bergregion entdeckt. «Die Aufenthalte in Ladakh haben mein Leben verändert», sagt sie. Zu sehen, wie die Menschen das harte Leben auf 4500 Metern Höhe mit Leichtigkeit und Humor bewältigten, habe sie sehr beeindruckt und auch Demut gelehrt. Der Zugang zu Ladakh ist nur durch Trekkingtouren mit Eseln möglich. 

Mittlerweile wurde auch der Partnerverein Singela Partners gegründet. Sein Ziel ist es, dass «die nächste Generation» den Gedanken von Ladakh Partners weiterträgt. Wer etwas spenden möchte, setzt sich am besten direkt mit Käthi Roth in Verbindung. leb

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