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Die Erntezeit ist noch nicht gekommen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Auf vielen Feldern und Rebbergen ist die Zeit der Ernte gekommen. In Analogie zur Landwirtschaft wird auch an den Finanzmärkten oft von Ernten gesprochen: Der Investor neigt dazu, das Jahr abschliessen zu wollen und die Rendite zu sichern.

Allerdings ist sein Zyklus nicht von der Natur bestimmt, sondern von den Zyklen der Konjunktur. Die internationalen Finanzmärkte profitieren nach wie vor von einem weltweit soliden Wirtschaftsverlauf. Im Zentrum des Geschehens stehen die grossen Notenbanken. Sie sind in diesem Umfeld die bestimmenden Akteure. Und sie stehen vor der Herausforderung, trotz tiefer Inflation den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik einzuläuten, ohne dabei die gute Konjunktur zu dämpfen.

Ein langsamer Ausstieg

Die US-Notenbank hält an ihrem Zinserhöhungskurs fest. Sie stellt bis Ende nächsten Jahres weitere vier Zinserhöhungen in Aussicht – eine für Dezember dieses Jahres und drei weitere 2018.

In Europa könnte die Zuversicht hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung kaum besser sein. Weder der näher rückende EU-Austritt Grossbritanniens noch die politischen Unruhen in Katalonien oder der deutlich erstarkte Euro verunsichern die Anleger. Zudem hat das Wachstumsgefälle zwischen den einzelnen Ländern seit Jahresbeginn deutlich abgenommen.

Die Europäische Zentralbank EZB wird voraussichtlich diese Woche erste Details zur Beendigung ihres laufenden Anleihenkaufprogramms bekannt geben. Erste Zinserhöhungen sind in der Eurozone und in der Schweiz jedoch nicht vor Ende 2018 zu erwarten. Somit ist in den nächsten zwölf Monaten auch nicht mit einem starken Anstieg der Hypothekarpreise zu rechnen.

Attraktiv dank Risikoprämien

Die attraktiven Risikoprämien machen Aktien insbesondere gegenüber Obligationen nach wie vor attraktiv. Aktuell liegt diese für Schweizer Aktien bei überdurchschnittlichen 5,6 Prozent. Der langfristige Durchschnitt liegt bei rund 4 Prozent.

Zudem bleibt die Schweizer Dividendenrendite mit 3 Prozent im internationalen Kontext relativ hoch. Der Schweizer Aktienmarkt liegt, gemessen am Kursgewinnverhältnis, in diesem Jahr zwar über dem langfristigen Durchschnitt.

Die attraktiven Gewinnwachstumsraten der Unternehmen von über 10 Prozent rechtfertigen aber die aktuellen Kurse. Es gibt jedoch mittlerweile gewisse Anzeichen für eine Korrektur oder zumindest für eine temporäre Verschnaufpause.

Die Zentralbanken werden früher oder später die Leitzinsen erhöhen müssen. Doch es ist damit zu rechnen, dass allfällige Zinsanstiege nur moderat ausfallen werden. Das bedeutet, dass kurz laufende Obligationen, insbesondere in gewissen Segmenten des Kreditmarktes, nach wie eine Option sind. Dabei gilt: Weiterhin auf die Qualität achten, denn von den Anleihen im Hochzinsbereich ist keine grosse Rendite mehr zu erwarten. Es sind zudem mittlerweile in zahlreichen Anlageklassen erhöhte Bewertungen zu beobachten. Diese halten sich jedoch noch in einem vernünftigen Rahmen.

Die Zeit für die Ernte scheint also noch nicht gekommen. Anlegerinnen und Anleger tun aber gut daran, die weitere Entwicklung der Börsenkurse im Auge zu behalten.

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