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Die Geburtsstunde des «neuen» Plaffeiens

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Otto Lötscher, Armin Jungo und Irene Herzog konnten gestern Nachmittag um 13.30 Uhr mit gutem Gewissen und einem Glas Weisswein anstossen. Die drei Syndics der Sensler Gemeinden Plaffeien, Oberschrot und Zumholz hatten kurz zuvor erfahren, dass die Dreierfusion geglückt ist. Das Resultat fiel sehr deutlich aus: 90,8 Prozent Ja-Stimmen in Plaffeien, 87,8 Prozent in Oberschrot und 75,0 Prozent in Zumholz. Die Stimmbeteiligung lag bei 49,7 Prozent.

«Etwas Neues fängt an»

«Grosse Erleichterung, dass es zustande gekommen ist», beschrieb der Oberschroter Ammann Armin Jungo seine Gefühlslage. «Ich freue mich über das deutliche Resultat», ergänzte seine Zumholzer Kollegin Irene Herzog. «Jetzt fängt etwas Neues an.» Die Prozentzahlen in den drei Gemeinden sind dieses Mal praktisch gleich hoch wie bei der Abstimmung über eine Fünferfusion im letzten März–mit dem Unterschied, dass damals Brünisried und Plasselb Nein gesagt haben (siehe Kasten).

«Das klare Ergebnis bestätigt, dass wir gute Informationsarbeit geleistet haben», sagte der Plaffeier Ammann Otto Lötscher, der die Fusions-Arbeitsgruppe präsidiert hatte. «Die neue Gemeinde Plaffeien ist geboren.» Es sei nun eine Zukunftsaufgabe, dafür zu sorgen, dass aus diesen drei Gemeinden eine Gemeinschaft werde. «Wenn das alle wollen, dann schaffen wir das auch», zeigte sich Irene Herzog optimistisch. Und Armin Jungo wies darauf hin, dass die Vereine diese Haltung zum Teil schon seit Jahren vorleben. Der Zusammenschluss der Forstbetriebe und vor allem der Feuerwehr, deren Fusion noch vor Jahren als undenkbar galt, seien ein Zeichen für das Umdenken, das stattgefunden habe. Die drei Syndics waren denn auch froh, dass in ihren Gemeinden nach und nach die Einsicht gekommen sei, dass sich die Zeiten geändert hätten und eine Fusion der richtige Weg sei. «Auch wenn das Aufgeben von alten Traditionen sicher nicht für jeden einfach war», sagte Otto Lötscher. «Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist in den letzten fünf bis zehn Jahren merklich gewachsen», ergänzte Armin Jungo. Sie habe ihren Leuten immer gesagt, dass esdieGelegenheit sei, die Zukunft selber und gut vorbereitet zu gestalten, bevor eine Zwangslage vorliege und es keinen anderen Weg mehr gebe, erklärte Irene Herzog. Die drei Gemeinden seien sich noch nie so nahe gewesen, etwa im finanziellen Vergleich. Das bestätigt auch der Oberschroter Ammann: «Es war eine freiwillige Heirat.»

Vor der Gruppe von Gemeinderäten und Verwaltungsmitarbeitern, die sich gestern nach Bekanntwerden der Resultate im Saal des Hirschens zusammengefunden hatten, sprach Otto Lötscher von einer historischen Abstimmung. «Dass es so weit gekommen ist, verdanken wir auch euch Gemeinderäten, die hinter dem Projekt standen und der Verwaltung, die alle nötigen Daten zusammengetragen hat.» Jetzt müsse der Zusammenschluss noch umgesetzt werden. «Das ist eine grosse Herausforderung: Da wartet viel Arbeit auf uns.»

Für Otto Lötscher war die Abstimmung übrigens der dritte Anlauf: Als Syndic hat er 2004 miterlebt, wie eine Fusion von Plaffeien und Oberschrot am Nein von Oberschrot gescheitert ist. Und am 8. März 2015 war die Fünferfusion an der Urne gescheitert.

Das gestrige Ja bedeutet auch, dass die Gemeinderatsmitglieder der POZ-Gemeinden acht Monate länger im Amt bleiben als ihre Sensler Kolleginnen und Kollegen. Die Neuwahlen finden voraussichtlichim November 2016 statt.

Zahlen und Fakten

Eine Gemeinde mit 3600 Einwohnern

Die Fusion tritt auf dem 1. Januar 2017 in Kraft. Sie heisst Plaffeien–diese Bezeichnung setzte sich in einer Konsultativabstimmung vor einem Jahr durch. Das neue Plaffeien wird rund 3600 Einwohner und 66,3 Quadratkilometer umfassen. Der Steuerfuss liegt bei 98 Rappen pro Franken Staatssteuer für natürliche Personen und bei 93 Rappen für juristische Personen, die Liegenschaftssteuer wird drei Promille betragen. Dem Ja zur Fusionsvereinbarung von gestern Sonntag war ein längerer Prozess vorausgegangen: Der Versuch, fünf Gemeinden im Sense-Oberland zu fusionieren, ist am 8.März gescheitert, weil Plasselb und Brünisried Nein gesagt haben. In den drei POZ-Gemeinden fand die Vorlage bereits damals eine klare Zustimmung: 81 Prozent in Plaffeien, 80 Prozent in Oberschrot und 75 Prozent in Zumholz.im

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